
Twilight. Bis(s) zum Morgengrauen
„Ich hatte nie groß darüber nachgedacht, wie ich sterben würde, aber anstelle von jemanden zu gehen, den man liebt, scheint mir ein guter Weg zu sein, um zu gehen…“
Bella Swan (Kristen Stewart) verlässt ihr Zuhause in Phoenix, weil ihre Mutter und ihr neuer Ehemann Phil verreisen wollen. So wohnt sie bei ihrem Vater in dem verregneten Forks und besucht dort die High-School. Ihr Vater hat sie offensichtlich vermisst und versucht, ihr den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. In der Schule findet sie schnell Anschluss. Besonders der geheimnisvolle und schöne Edward Cullen (Robert Pattinson) fällt ihr auf, doch er hält es in ihrer Nähe nicht aus. Als sie sich im Unterricht zu ihm setzt, bekommt er einen Würgeanfall und rennt aus dem Unterricht. Nach der Stunde bekommt sie mit, wie er versucht, den Kurs zu wechseln. Obwohl sie ihre Mitschüler gewarnt haben, dass die Cullen-Geschwister keine geselligen Mitbürger sind und eher unter sich bleiben, nimmt sich Bella vor, Edward zur Rede zu stellen. Sie kann es nicht nachvollziehen, woher die Abneigung gegen sie kommt. Doch die nächsten Tage ist Edward krank gemeldet. Erst Tage später taucht er wieder auf und versucht ganz höflich, mehr über sie zu erfahren. Die Schlüsselszene, die die beiden ab dann verbindet, ist die, wo Edward Bella vor dem außer Kontrolle geratenen Van rettet. Mit übermenschlicher Kraft stoppt er den auf Bella zukommenden Wagen und rettet ihr damit das Leben. Ab da weiß Bella, dass Edward ein Geheimnis mit sich trägt. Bei ihren Recherchen über ihn und seine Familie kommen ihr Begriffe wie Bleichgesichter, cold one (das kalte Wesen), der Trank der Unsterblichkeit, Dämonen der Nacht, untot, kalthäutig, tranken Blut… unter. Je mehr Zeit Bella mit Edward verbringt, desto mehr Ähnlichkeiten findet sie zu dem, was sie recherchiert hat. Im Wald spricht sie ihn darauf an:
„Du bist unfassbar schnell. Und stark. Deine Haut ist bleich und eiskalt. Deine Augen wechseln die Farbe. Und manchmal sprichst du, als wärst du aus einer anderen Zeit. Du isst oder trinkst nie etwas. Du meidest die Sonne. Wie alt bist du?“ Bella
„17“ Edward
„Wie lange bist du schon 17?“ Bella
„Eine Weile.“ Edward
„Ich weiß, was du bist!“ Bella
„Sag es! Ich will es hören! Sag es!“ Edward
„Ein Vampir!“ Bella
„Hast du Angst?“ Edward
„Nein.“ Bella
„Dann stell mir die elementarste Frage. Was essen wir?“ Edward
Nach dem Geständnis folgt ein weiteres. Edward gesteht ihr, dass er schon mal Menschen getötet hat und auch vor hatte, sie zu töten. Obwohl er längst damit aufgehört hat, menschliches Blut zu trinken, macht ihm Bellas Duft zu schaffen. Er ist wie eine Droge für ihn. Doch Bella stört das alles nicht. Sie ist überzeugt davon, dass Edward ihr nie wehtun würde und vertraut ihm blind. Doch er sieht sich als ein Raubtier, das seine Beute durch Lockmittel anzieht. Seine Stimme, sein Geruch, sein Gesicht – alles wirkt einladend auf Bella. Bella ist das egal, denn sie ist bereits bedingungslos in ihn verliebt.
„Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm.“ Edward
„Was für ein dummes Lamm!“ Bella
„Was für ein kranker, masochistischer Löwe!“ Edward
Die Cullens sehen das Vampirsein als einen Fluch und keinen Segen. Trotz ihrer Macht versuchen sie, gute Menschen zu sein und sich den Regeln der Menschen zu fügen. Edward und seine Familie unterscheiden sich von anderen Vampiren. Sie jagen nur Tiere und trinken ihr Blut. Deshalb nennen sie sich ironisch Vegetarier. Die Vampire zeigen sich nicht im Sonnenlicht, weil ihre Tarnung auffliegen würde und die Menschen sehen würden, dass sie anders sind – sie funkeln wie Diamanten.
Bella und Edward werden ein Paar und unternehmen viel miteinander. Sie wird sogar in das Haus der Cullens eingeladen. So lernt sie den Rest der Cullens kennen: Vater Carlisle (Peter Facinelli), Mutter Esme (Elizabeth Reaser), die Schwestern Rosalie Hale (Nikki Reed) und die Brüder Emmet (Kellan Lutz) und Jasper Hale (Jackson Rathbone. Bei einem Vampir-Baseball-Spiel, das die Cullens veranstalten, gerät Bella in Gefahr, als ein paar Tracker (Vampire, die die Jagd auf Menschen lieben) auf Bella aufmerksam werden. So beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Wird Bella auch zu einem Vampir? Ist ihre Familie auch in Gefahr? Und welche Rolle spielt der Werwolf Jacob Black (Taylor Lautner)?
Twilight erzählt die wunderschöne Liebesgeschichte von Bella und Edward. Bella wird als ein durchschnittliches Mädchen dargestellt, das nicht fassen kann, dass ein edelmütiger und attraktiver Mann wie Edward ausgerechnet sie lieben kann. Die Vorlage des Films war das Buch von Stephanie Meyer. Da es vier Bände von diesem Buch gibt, können wir uns auf weitere Filme freuen (der nächste Teil kommt im Jänner 2010 in unsere Kinos).
Edward bleibt trotz allem der Held der Geschichte. Bella sieht in ihm das perfekte Wesen. Obwohl er ihr gestanden hat, dass er auch Menschen getötet hat, schreckt sie das nicht ab. Rob Pattinson spielt die Rolle des perfekten Mannes sehr gut und erfüllt die Kriterien, die im Buch beschrieben sind. Er ist schön, gefährlich und hat Ausstrahlung. Er verkörpert die Rolle des hin und her gerissenen Vampirs zwischen Liebe und Bedürfnissen. Er ist ständig am Ringen mit sich selbst und gegen den Durst nach Bellas Blut. Lange Zeit hat er als Einsiedler gelebt und hat keine Emotionen zugelassen. Diese Stabilität, die er sich als Schutz gebaut hat, versucht Bella zu zerstören, indem sie mit ihm zusammenbleibt. Er hat Angst vor den Gefühlen, die sie in ihm hervorruft. Er fürchtet, seine Vampir-Instinkte nicht kontrollieren zu können. Doch er lässt sich auf sie ein und taut auf. Er lebt durch sie auf. Die versteinerte Existenz, die er vorher war, ist er nicht mehr. Viele Männer könnten von Edward lernen, wie man sich Frauen gegenüber verhält. Er weiß, wie man Frauen verzaubert. Edward ist kreativ, verrückt, witzig, fährt schnelle Autos und hat noch eine dunkle Seite. Aber er tut auch alles, um seine Liebe zu retten. Er hat nichts anderes, also widmet er sich vollkommen ihr. Der Film ruft viele Gefühle hervor und ist ziemlich zielgruppenorientiert. Ich kann den Film wirklich allen ans Herz legen und vor allem Frauen. Obwohl es um Vampire geht, ist der Film in erster Linie eine Liebesgeschichte und kein Horrorfilm. Im Vordergrund steht die Geschichte von Bella und Edward und die Action-Szenen werden nur am Rande behandelt. Die DVD ist sehr schön gemacht und die Bonus-DVD birgt noch viele Infos. Man kann sich ein Interview mit den beiden Hauptdarstellern ansehen, die Lieder im Film anhören und vor allem auch weitere entfernte bzw. erweiterte Szenen anschauen. Eine besonders schöne, die die Regisseurin auch schweren Herzens entfernen ließ, ist folgende:
Entfernte Szene:
„Vielleicht war meine Zeit abgelaufen, als ich den Unfall hatte.“ Bella
„Bella, deine Zeit war abgelaufen, als ich dich kennen lernte. Du zerbrechlicher, kleiner Mensch.“ Edward