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There Will Be Blood

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FSK 12

Ø 3.00 / 5
bei bisher 5 Bewertungen

ORIGINALTITEL:

imdb.com There Will Be Blood

ERSCHEINUNGSDATUM:

07. 08. 2008

SPIELDAUER:

ca. 151 Minuten

REGIE:

Paul Thomas ANDERSON

GENRE:

Drama & Liebe

TONFORMATE:

Deutsch Deutsch
Englisch Englisch

UNTERTITEL:

Deutsch Deutsch
Englisch Englisch
Türkisch Türkisch

VERTRIEB DURCH:

http://www.movie.de/

DARSTELLER/-INNEN:

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COVERTEXT / KURZBESCHREIBUNG:

Ein überwältigendes und farbenprächtiges Meisterwerk, ausgezeichnet mit zwei Oscars, über den Aufstieg und Fall eines Öl-Tycoons der Gründerzeit von Ausnahmeregisseur Paul Thomas Anderson. Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis als gieriger und obsessiver Unternehmer auf der einen und Shooting-Star Paul Dano als machtbesessener Bibel-Fanatiker auf der anderen Seite liefern sich ein gnadenloses Duell, das Schritt für Schritt beide Familien und eine ganze Kleinstadt immer tiefer in einen Strudel aus Neid und Missgunst, Hass und Rache, Tod und Verderben zieht. Vor der atemberaubenden Kulisse der Landschaft Kaliforniens zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird auf eine äußerst spannende Weise gezeigt, wie aus den ureigensten Trieben des Menschen Zerstörung und Chaos erwachsen und eine ganze Stadt dadurch in den Untergang gestürzt wird.

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BISHER 2 USER-KOMMENTAR(E):

Aug

09
2008

0 von 0 Usern fanden den folgenden Kommentar hilfreich
Bewertung: 4 von 5
AmanRuAmanRu um 21:33:

[!! Achtung es wird hier sehr viel Gespoilert !!]

Abschnitt 1 : Geschichte & Handlung
Daniel Plainview bezeichnet sich selbst als “Ölmann” und genau das ist er auch. Angefangen hat er als normaler Goldgräber was sich als nicht lukrativ erwies, doch wie es das Schicksal wollte, fand er beim täglichen Gold fördern ein Ölvorkommen. Mit dem geschöpften Gewinn expandierte er in verschiedene Regionen, durch einen Tipp erfährt er, das hinter der Farm von Familie Sunday in Little Boston ein weiteres Vorkommen ist. Den ungebildeten Vater der Familie schafft er es übers Ohr zu hauen, doch der clevere Sohn, Pfarrer im Dorf, stellt sich ihm in den Weg. Plainview ist kein Freund der Menschen und erst Recht nicht derjenigen, die sich ihm in den Weg stellen, ein Machtkampf der beiden beginnt.

Abschnitt 2 : Die Regie
Paul Thomas Anderson ist für dieses Werk verantwortlich, er führte die Regie und schrieb das Drehbuch. Die Regiepassagen kann man in 3 große Passagen unterteilen, es geht sicherlich noch weiter doch ich möchte es nicht zu verwirrend schreiben, anders wäre es mir nicht möglich diese Schreibe beizubehalten. Passage 1 beginnt mit stummen Aufnahmen wie Plainview das Gold aus seiner Grabstätte fördert, dies geht die ersten 15 Minuten so. Er arbeitet Still vor sich hin, es wird nicht gesprochen das Bild ist dunkel wegen dem fehlenden Licht in der Tiefe. Es spiegelt eindeutig den Zustand von Daniel Plainview wieder, dem es finanziell nicht gut geht und der sich Tag für Tag in der Dunkelheit rumtreibt ohne jemanden zum Sprechen zu haben. Die darauf folgende Passage spielt im Freien, Plainview hat mittlerweile mit dem fördern des Öls angefangen. Sonne, Hitze und Sandstaub in den Sandlandschaften sind großer Teil des Filmes. Die Öltürme und Bohrer sowie Vorrichtungen und die Arbeiter unter der im Zenit stehenden Sonne präsentieren die knochenharte Arbeit wieder, die man lassen muss, um das Öl aus der Tiefe zu holen. Die ganze zweite Passage bezieht sich darauf wie Plainview zu seinem Reichtum kommt und langsam aber sicher die Kontrolle verliert. Hier vorerst eine kleine Zusammenfassung:

Passage 1 : Plainview alleine in der Grabungsstätte -> Perspektive auf seine Einsamkeit und Verlassenheit
Passage 2 : Plainview schöpft Öl, verliert jedoch langsam die Eigenschaften und Emotionen die einen Menschen ausmachen, er wird zum knallharten Geschäftsmann. Er scheint reich aber unzufrieden.

Die letzte Passage findet in seinem Haus statt und ergibt zugleich den Schluss, er ist zu diesem Zeitpunkt immernoch alleine und lebt in seinem Haus zerbröckelnt vor sich hin. Das Haus wird dunkel in Szene gesetzt, nur ein paar Lichter leuchten und Plainview sitzt alleine an seinem Schreibtisch, nur am Rauchen. Er wirkt zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als Mensch, sondern eher als Wrack. Die Regie hat die typischen drei Merkmale, wie sie normalerweise im Theater vorkommen, Anfang -> Höhepunkt -> Ende/Niedergang.

Passage 3 : Plainview ist alleine und einsam in seinem zu Hause, keine Freunde, keine Emotionen, das Ölgeschäft hat ihm jegliche menschliche Eigenschaft entraubt.

Abschnitt 3 : Hintergrund und Analyse der Story
Der Hintergrund bei “There Will Be Blood” bezieht sich auf das menschliche von Daniel Plainview und dem Ölgeschäft. Ich unterteile diese zwei Dinge dementsprechend auch in zwei Abschnitte.

Plainview als Mensch: Daniel Plainview wirkt den Film über, als ein sehr böser und moralloser Mensch. Zum Anfang ist er wie eben schon beschrieben alleine, dies wird wahrscheinlich der Punkt gewesen sein, der sein Hass auf Menschen, den er auch öfters betont, begonnen hat. Dieser Hass steigert sich solange, bis zum vollkommenen Missvertrauen im Geschäft um die zukünftigen Ölquellen. Plainview ist der typische Charakter, den wir im privaten Leben abgrundtief verabscheuen würden, doch genau das spricht den Zuschauer im Film an. Das Geschäft mit dem Öl: Im Vergleich zu damals braucht man heutzutage für jeden Mist Öl. Der Traum eines Jeden ist es doch, eine Ölquelle zu finden und die vielen Tonnen Rohöl teuer zu verkaufen, genau so macht es Plainview und gründet ein sehr erfolgreiches Unternehmen. Die harte Arbeit und die vielen Dinge die geregelt werden müssen, wie Kauf der Grundstücke erfordern eine gewisse Gerissenheit, wenn man am Ende mit viel Gewinn dastehen möchte. Plainview ist der geborene Geschäftsmann und schafft es auch, mit viel Cleverness seine Ziele zu verwirklichen, doch wird durch sein Missvertrauen und die Angst zu versagen, seine Emotion gen null gestellt.

Abschnitt 4 : Der geniale Daniel Day-Lewis
Daniel Day-Lewis hat mir bereits bei Gangs of New York als Bill “The Butcher” Cutting gefallen. Dort spielte er den Feind von Leonardo De Caprio. Bereits für diesen Film war er für den Oscar nominiert, bekam ihn jedoch nicht. Nun hat er ihn mit “There Will Be Blood” bekommen und meiner Meinung nach zu Recht. Eine derart grandiose Leistung darf nicht unter den Teppich gekehrt werden. Den 150 Minuten Film spielt er souverän von der ersten bis zur letzten Minute. Ich kenne nur wenige Schauspieler die eine solche Leistung vollbringen können, er ist natürlich einer davon.

Fazit:
There Will Be Blood erfordert sehr viel Sitzfleisch und Ausdauer, die Zwei-Einhalb Stunden ziehen sich jedoch nicht. Ich hätte mir gerne etwas mehr intensivität und ein besseres Ende gewünscht, doch das abgelieferte ist deshalb nicht schlechter. Daniel Day-Lewis ist wie eben schon beschrieben der Fädenzieher hinter dem Film, denn ohne ihn, wäre er um vieles langweiliger und wie ich von vielen gehört habe, auch anspruchsloser. Die Meinungen teilen sich über den Film, manche sagen er sei genial, manche sagen er sei schlecht, was nun letzten Endes auf euren Geschmack zutrifft, kann ich nicht sagen. Überzeugt euch selbst, doch für mich ist der Titel ein Must-Have. Achja: Er ist auf keinen Fall der übliche Mainstream-Kram.

SEHENSWERT

War dieser Kommentar für Dich hilfreich?

Feb

14
2008

0 von 0 Usern fanden den folgenden Kommentar hilfreich
Bewertung: 1 von 5
BumBumBumBum um 13:02:

Alle meine Kritiken auf www.BumBum2000.de/forum als auch hier im Forum! :)

Bei 8 Oscarnominierungen und einem Platz 16 bei imbd hat man ja schon so seine Erwartungen, aber im Vergleich zu eben diesen war der Film einfach nur saumäßig schlecht. :(

Bin immer noch ganz enttäuscht! Sicherlich ist die schauspielerische Leistung insbesondere von Daniel Day-Lewis hervorragend und dafür hätte er den Oscar auch verdient gehabt - auch Paul
Franklin Dano spielt richtig klasse. Aber was nützt diese gute Leistung wenn die Story nix taugt? Die ersten 10min die ganz ohne Dialoge ablaufen sind ein wirklich guter Start in den Film.
Verspürt man hier die eigentümlich bedrohliche Stimmung doch sehr deutlich. Aber anschließend geht es einfach Berg ab. Die Message des Film (will hier ja nichts vorwegnehmen) hat man auch nach
einer Stunde begriffen und da sonst überhaupt nichts passiert, hoffe man auf ein tolles Ende oder eine Überraschung in irgendeiner Form. Passiert aber leider nicht. So fühlt man sich alles in
allem wie in einer Oper (z.B. Otello) und hoffe nur das die 158min endlich vorbei sind. Anschließend hatte ich nur ein Fragezeichen über meinem Kopf, da ich wirklich nicht wusste was an
dem Film so toll sein soll? Sicherlich ist die Bildsprache sehr gelungen, dafür ist der Soundtrack einfach nur seltsam und teilweise in meinen Augen unpassend. Und die wirklich hervorragenden
Darsteller machen den Film leider auch nicht viel besser. Warum muss der Film 158min gehen wenn man die Intention des Films auch in 90min hätte abhandeln können. Das bleibt mir wohl
ein Rätsel und ich merke mal wieder das ich meistens nicht auf der Oscarwelle schwimme (fand ich doch z.B. schon Departed im Vergleich zum Original zum Ko****).

There will be blood ist zusammenfassend betrachtet eine sehr intensive Charakterstudie die hervorragend gespielt ist, aber leider bei weiterm zu lang ausgefallen ist und einfach überhaupt keine Spannung
bietet. Daher kann ich die höhen Wertungen absolut nicht nachvollziehen.

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