-
Auch ich sage ‘Guter Film‘, nachdem ich ihn mir gestern angeschaut habe. Wie Ruben bin ich der Meinung, die Dialoge könnten ein wenig aussagekräftiger und vielleicht um 50% der Ausdrücke reduziert sein. Die extreme Anzahl der Schimpfwörter ging mir zur Mitte hin ziemlich auf den Geist und ich habe mich gewundert, wie der Film es ohne großartig umfangreiche Dialoge schafft, die doch relativ komplexe Story zu vermitteln.
Die Schauspieler haben mir bis auf ein paar Ausnahmen ziemlich gut gefallen, da hier relativ viele Schauspieler ähnlich wichtige Rollen haben, ist der Cast im Großen ganz gut gewählt. Nervig fand‘ ich am Ende die Mutter des Entführten, das wirkt doch sehr gekünstelt.
Auch mir ging es so, dass mir das Ende dann doch nicht so gefallen hat, man langt sich an den Kopf und denkt ‘Es war doch eigentlich alles in bester Ordnung‘ und vor allem der Gedanke ‘Warum?‘ hing mir sehr oft im Kopf. Ein Film, der bewegt und der vor allem mitreißt. Das Ende ist traurig, ganz Drama eben. Auch nicht unbedingt ein schlechtes Ende, aber man ist schon sehr der Hoffnung, dass es doch noch gut ausgeht.
Interessant finde ich, wie der Film es schafft, eine Art Beziehung zu den Charakteren herzustellen, teils Freundschaft, teils Abneigung. Man freut sich über manche Geschehnisse und bei andren kommt wieder dieser ‘Warum?‘-Gedanke auf.
Fazit:
Ich kann diesen Film wirklich allen empfehlen, die sich gerne von einem Film bewegen und zum Nachdenken anregen lassen. Zwei Stunden, die sich wirklich lohnen.