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1 Kritik   2 Kommentare

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2012

Genre: Thriller

Spieldauer: ~ 105 Minuten

Regie: François Ozon

Cast: Fabrice Luchini, Emmanuelle Seigner, Yolande Moreau, Ernst Umhauer, Kristin Scott Thomas, Catherine Davenier, , Denis Menochet

Kurzbeschreibung: Der von seinem Leben frustrierte Lehrer Germain (Fabrice Luchini) müht sich vergeblich, seinen 16-jährigen Schülern die Literatur schmackhaft zu machen. Diese liefern immer das gleiche trostlose und desinteressierte Gekritzel ab. Eines Tages gibt er seiner Klasse die Aufgabe, einen Essay über ihr letztes Wochenende zu schreiben. Enttäuscht über die unkreativen und farblosen Ergebnisse, widmet er sich schließlich dem Werk von Claude (Ernst Umhauer), der stets schweigend in der letzten Reihe sitzt - und beim Korrigieren des Werkes stockt ihm schier der Atem! Claude beschreibt bis ins intimste Detail, wie er sich das Vertrauen eines Mitschülers erschleicht, um am Wochenende in dessen Elternhaus heimlich die Familie zu beobachten. Mit einem starken Hang zum Voyeurismus schafft es Claude, Germain mit seinem Text in den Bann zu ziehen. Germain und seine Frau Jeanne (Kristin Scott Thomas) wähnen ein verborgenes Talent entdeckt zu haben, und da Germain seinen Schüler unbedingt fördern will, ermuntert er ihn zum Weiterschreiben. Doch mit seiner Ermutigung löst er eine Kette von Ereignissen aus, die bald nicht mehr zu kontrollieren sind ...


Filmkommentare (2)


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kurenschaub
10.05.17 - 10:54
natürlich ist das nicht der beste Film von Francois Ozon.
Der ist ganz eindeutig " Swimmingpool".
Aber ein Guter ist er allemal. Verschwommen, grau und nebulös verlaufen diverse Handlungsstränge, dazu mit Emmanuelle Seigner, Kristin Scott Thomas die Topbesetzung. Welche beide zu faszinieren wissen, auch im Umgang mit jungen Schülern. Die Geschichte fließt nur eher belanglos dahin und hat doch Kraft. Alles andere liegt im Auge des Betrachters.

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8martin
01.12.14 - 19:07
Das ist Ozons bis dato (2012) anspruchsvollster Film. Er geht von einer Situation aus dem Schulalltag aus und vermischt im Laufe der Handlung Fantasie und Wirklichkeit immer mehr, sodass wir am Ende nicht mehr ganz genau wissen, ob diese oder jene Szene bloß erdacht oder Wirklichkeit geworden ist.
Anfangs ermutigt der Lehrer Germain (Fabrice Luchini) seinen Schüler Claude (Ernst Umhauer) Aufsätze zu schreiben. Aus Liebe zu Claude wird er sogar kriminell. Claude, selbst Halbwaise, beschreibt sein Eindringen in die geordnete Mittelstandsfamilie Rapha. Es entstehen Beziehungen zwischen ihm und dem Sohn und ihm und dessen Mutter Esther Rapha (Emmanuelle Seigner), in die er sich schreibenderweise verliebt. Das verdeutlicht er mit einem Gedicht (‘Selbst mit bloßen Füßen würde der Regen nicht tanzen‘.) Dazu kontrastiert die Situation des Ehepaars Germain, das kinder- und lieblos Claudes Aktivitäten anhand seiner Aufsätze verfolgt. Und der lebt und erlebt, was er schreibt bzw. er schreibt, was er erlebt. Oder? Mehrere Optionen ergeben sich dabei für einen Schluss. Manche sieht man, andere werden nur diskutiert. Zum Beispiel Germains Ehefrau Jeanne (Kristin Scott Thomas): Hat sie nun mit Claude oder nicht? Am Ende ist sie weg, die Raphas auch. Es bleiben nur Germain und Claude übrig, sitzend vor einer Wand mit vielen Wohnungen, in denen viel passiert. Da sieht man auch nicht alles, aber einiges. Hier ist Fantasie gefragt, mit der man das Gesehene einordnen muss. Viel Scholastik. Alles wäre möglich.

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