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Zweifelsohne gehört Muhammad Ali zu den größten und besten Boxern. Viele seiner Sprüche, die er dazu benutzte, seine Gegner schon im Vorfeld einzuschüchtern, sind noch heute legendär. Um so eine Persönlichkeit ausreichend skizzieren und auf die Leinwand bringen zu können, bedarf es viel Vorbereitung und Mut. Regisseur Michael Mann hielt mit Will Smith zumindest schon einen geeigneten und guten Darsteller bereit, der selbst einiges dafür tat, in Alis Rolle schlüpfen zu können: Er nahm zu, trainierte fleißig, nahm Sprachtraining. Nun, gereicht hat es... nicht so ganz.
Muhammad Ali heißt Taktik, Entertainment und Action. Der Film dagegen hält sich oft mit Nebengeschichten auf, die sicherlich von Interesse für die persönliche Entwicklung des Boxers sind, aber zu langweilig inszeniert wurden, um in das Gesamtbild zu passen. Allein die Filmlänge von über zwei Stunden sagt schon einiges aus: Das Spannenste sind die detailierten Kämpfe, das dazwischen ist interessant, aber kaum unterhaltsam. Man bekommt mit, wie Muhammad Ali sich dem Militär entzieht und dafür fast in den Knast wandert und auch seine Frauengeschichten werden hin und wieder aufgeworfen. Wünschenswert wäre gewesen, wenn mehr auf die Umstände eingegangen wären, unter denen er aufgewachsen ist, auf seine Persönlichkeit, die sich mehr und mehr verändert hat, je älter er wurde und seine Beziehungen zu Malcolm X - immerhin kämpfte er während der Zeit der Bürgerrechtsbewegung und X wird im Film tatsächlich erwähnt, allerdings nur kurz.
Wäre der Rest des Films ebenso detailverliebt inszeniert und spannend wie die Boxkämpfe, würde er mit Sicherheit eine solide Biographie darstellen. So aber hält er sich im Mittelmaß.