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1 Kommentar

Zwei Tage, Eine Nacht

DEINE MEINUNG?


2014

Genre: Drama, Romanze

Spieldauer: ~ 95 Minuten

Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne

Cast: Marion Cotillard, Fabrizio Rongione, Catherine Salée, Batiste Sornin, Pili Groyne, Simon Caudry, Lara Persain, Alain Eloy, Myriem Akeddiou, Fabienne Sciascia, Anette Niro, Rania Mellouli, Christelle Delbrouck, Timur Magomedgadzhiev, Hassaba Halibi


Trailer:

Kurzbeschreibung: Zwei Tage und eine Nacht, in denen für Sandra alles auf dem Spiel steht: Achtundvierzig Stunden hat sie Zeit, um ihre Arbeitskollegen zu überreden, auf ihre begehrten Bonuszahlungen zu verzichten, damit sie selbst ihren Job behalten kann …


Filmkommentare (1)


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8martin
19.12.14 - 16:54
Es ist durchaus ein lobenswertes Thema, das die Dardenne-Brüder hier aufgreifen: die Arbeitslosigkeit. Und auch die Psychostudie, die sie daraus gemacht haben, ist nicht schlecht. Es werden die geläufigsten Argumente ausgetauscht wie Lohnverzicht, Solidarität, die auf Kante genähten Budgets der Kollegen, menschliche Nähe im Vergleich zur realen Arbeitswelt und die psychische Belastung, die daraus entsteht. Es gilt der Grundsatz ‘Ohne Arbeit bist du ein Nichts‘. Sandra (Marion Cotillard) läuft am Rande des Nervenzusammenbruchs von einem Kollegen zum anderen, in der Hoffnung sie zu bewegen, gegen ihre Entlassung zu stimmen. Ein fieser Trick des Arbeitgebers.
Der kommt erst ganz am Ende zu Wort und überrascht mit einer Offenbarung, die alle zufrieden stellt. Das ist etwas unglaubwürdig. Wieso sollte das Kapital plötzlich zurückrudern? Die Belegschaft ist auseinander dividiert: fifty: fifty. Man weiß, wo die ‘Rebellen‘ sitzen. Es gibt keinen Grund von Seiten der Arbeitgeber verständnisvolle Rücksicht zu üben. Zumal klar gesagt wurde, dass der Job auch mit einer Stelle weniger gemacht werden kann.
Aktueller Ansatz mit unrealistischem Finale doch einer durchaus glaubwürdigen Marion Cotillard, die den Film trägt. Die Kamera sitzt ihr dabei so dicht und permanent im Nacken, dass keine andere Figur Konturen gewinnen kann. Weder der Ehemann (Fabrizio Rongione), noch eine Kollegin, in deren Ehe sie eigenartigerweise Klarheit schafft: die Kollegin verlässt ihren machohaften Ehemann.
Abgesehen vom Ende ganz gut.

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