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1 Kritik   1 Kommentar

Winnetou - Eine neue Welt

DEINE MEINUNG?


2016

Genre: Western

Spieldauer: ~ 90 Minuten

Regie: Philipp Stölzl

Cast: Nik Xhelilaj, Wotan Wilke Möhring, Amila Terzimehic, Mario Adorf, Predrag Bjelac, Oliver Masucci, Jürgen Vogel, Rainer Bock, Sebastian Cavazza, Georg Friedrich, Fahri Ogün Yardim, Emilio Moutaoakkil, Matthias Matschke, Branden Garrett, Iazua Larios, Milan Peschel, Danira Govich, Katarina Strahinic, Michael Maertens, Henny Reents, Leslie Malton, Francisco Medina, Andreas Döhler, Carlo Ljubek, Blaz Setnikar, Gustav Peter Wöhler, Csilla Barath-Bastaic, Gotthard Lange, Peter Müller, Fang Yu


Trailer:

Kurzbeschreibung: 1860, Arizona: Der deutsche Ingenieur Karl May möchte auf einer Eisenbahnbaustelle die „Neue Welt“ mit aufbauen. Doch sein Traum wird schnell von der harten Realität eingeholt. Als er in ein Gefecht mit Indianern verstrickt und schwer verletzt wird, ändert sich alles: Er wehrt den Häuptlingssohn Winnetou mit einem Faustschlag ab und erhält so den Namen „Old Shatterhand“. Zunächst noch ein Gefangener, verliebt er sich in die Kultur der Apachen – und in Winnetous Schwester Nscho-Tschi. So beschließt er, sich Seite an Seite mit Winnetou der Bedrohung durch die skrupellosen Eisenbahnbauer entgegenzustellen. Es ist der Beginn eines großen Abenteuers, das in der Jagd nach einem sagenumwobenen Schatz und schließlich in einem dramatischen Kampf gegen machtgierige Ölmagnaten gipfelt …


Filmkommentare (1)


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kurenschaub
26.12.16 - 10:59
eine gelunge Neuverfilmung welche uns hier Klasseregiemann Philipp Stölzl mit seinen Team serviert hat. Episch, grandiose Kameraführung, hervorragende Darsteller und mit nicht mehr oder weniger Karl May wie die immens erfolgreichen Abenteuer aus den Sixties. Wotan Wilke Möhring spielt beeindruckend Karl May, der als Greenhorn in den Westen kommt um beim Bahnbau als Ingenieur tätig zu werden. (ein Volltreffer mit mehr darstellerischer Tiefe als Lex Barker damals) der als blonder Hüne ein wesentlich oberflächlicher gezeichneter Superheld war. Nik Xhelilaj als Winnetou, gut gebaut und durch und durch indianisch aussehend ist ein würdiger, toller Nachfolger des großen Pierre Brice.
Rattler, diabolischer Vorarbeiter bei der Pazifik Railroad wird von Jürgen Vogel eindrucksvoll gemimt - für mich der beste Schurke in den drei Teilen. Auch sein hundsgemeiner Bösewichtkollege Ugly Joe (Oliver Masucci - " er ist wieder da") hat Qualität und der ist so hässlich hergerichtet und nicht wieder erkennbar, hier hat die Maske ganze Arbeit geleistet.
Sam Hawkens (Milan Peschel) ist nicht mehr so tölpelhaft klamaukig witzig wie einst Ralf Wolter, er verleiht seinem Part mehr Düsterheit, läßt aber durchaus die gute Seele hervorblitzen. Im Verlaufe des Dreiteilers bekommt seine Anwesenheit auch immer mehr an Bedeutung und Wichtigkeit.
Ganz spitzenmäßig wirkt auf mich die Mexikanerin Iazua Larios (Mel Gibsons Apocalypto) als starke Schamanin und Winnetous Schwester Nscho Tschi. "Winnetou - eine neue Welt" atmet sehr wohl den Geist Karl Mays, aber auch den der großartigen Verfilmungen von " der mit dem Wolf tanzt" und "Hell on Wheels". Streckenweise blitzen auch Erinnerungen an die alten Movies wieder auf, natürlich durch die wiederentdeckten gewaltigen kroatischen Landschaftsmotive, welche (fallweise mit Drohnen gefilmt) noch besser zur Geltung kommen. Dreckig, realistisch und trotzdem mit der notwendigen Brise Romantik versehen, habe ich in diesem erstenTeil nichts gefunden, was mich gestört hat. Feine Szenen wie Old Shatterhands erste Begegnung im Apatschenlager (bei den Roski Schleierfällen) mit Kriegern des Stammes, welchen er Schokolade anbietet und als ein Dankeschön gleich eine Riesenraupe zur Lebendverspeisung angeboten bekommt (Apatschen sonst böse) haben einen leisen milden Humor, der aber gut rüberkommt. Ein souveräner Schlusskampf auf der wunderbar in Szene gesetzten Eisenbahnbrücke inmitten zweier Bergrücken im Karstgebirge machen das Filmerlebnis perfekt und so ende ich mit den überzeugenden Worten von Winnetou als man seinen Vater Intschu Tschuna (Gojko Mitic - ebenfalls klasse) bei Verhandlungen in Roswell ermordet.
"Von dieser Stadt wird nichts übrig bleiben als der Wind - der durch die Trümmer weht"!
Den direkten Vergleich mit der Winnetou Triologie und dem Schatz im Silbersee auch den Sixties hält die TV Neuverfilmung nicht stand. Daher habe ich die Bewertung doch noch ein wenig nach unten korrigiert.

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