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Rocky
Im Jahre 1976 wurde eine Filmfigur erschaffen, die im Laufe der Jahre zum regelrechten Kult wurde. Die Rede ist hierbei von Rocky Balboa, dem italienischen Hengst aus Philadelphia. Verkörpert wird der eben genannte Protagonist der Rocky Reihe von Sylvester Stallone, einem amerikanischen Schauspieler.
Inhalt:
Rocky Balboa lebt in der Unterschicht von Philadelphia und hält sich mit kleinen Nebenjobs über Wasser. Mal bei einem Geldeintreiber, mal in der Fleischerei, doch seine wahre Berufung ist das Boxen, mit dem er jedoch bisher noch keinen Durchbruch hatte. Der amtierende Weltmeister im Boxen, Apollo Creed (Carl Weathers), möchte einen Schaukampf gegen einen Amateur-Boxer kreiren, um eben jenen eine Chance zu geben, an den begehrtesten Titel des Boxsports zu kommen. Dieser Boxkampf kam jedoch nur zu Stande, weil der eigentliche Gegner ausgefallen ist und sich niemand traute mit nur 5 Wochen Vorbereitungszeit gegen den Champion anzutreten. Rocky Balboa hat diese Freikarte auf ein besseres Leben bekommen und versucht mit der Hilfe seines Trainers Mickey Goldmill ein ebenbürtiger Gegner zu werden.
Nebenplot:
Rocky verliebt sich in Adrian, die Schwester seines besten Freundes Paulie. Diese arbeitet in einer Tierhandlung und leidet laut Rocky an einer Krankheit, die man Schüchternheit nennt. Die beiden verlieben sich und Adrian weicht Rocky nicht mehr von der Seite, nun hat er jemanden gefunden der an ihn glaubt.
Kritik:
Sylvester Stallone hat mit der Rocky-Reihe seinen absoluten Durchbruch in der Filmbranche verbuchen können. Der italienische Hengst der vom Nobody zum gefährlichen Gegner wird, beeindruckt die Massen noch heute. Mir hat die komplette Filmreihe schon sehr viele schöne Momente bereitet und ich möchte beides nicht missen. Anfangs wirkt die Rocky trostlos und unentschlossen. Er weiss nicht was er will und sieht keinen Sinn in dem was er tut, als er jedoch die Chance auf einen Boxkampf bekommt, steigert sich sein Selbstbewusstsein. Ab diesem Moment an entwickelt sich der Film und scheint förmlich zu explodieren. Hartes Training, der eiserne Willen und die Lust am Kämpfen fließen von Rocky auf den Zuschauer über. Wer hat nicht schonmal heimlich vor dem Fernseher mitgeschlagen und die Fäuste zwecks Deckung hochgenommen? Ich persönlich finde dieses mitfiebern einfach grandios, ein Beweis dafür, dass der Regisseur John G. Avildsen alles richtig gemacht hat. Die Charaktere überzeugen auf ihre eigene Art: Adrian die anfangs noch sehr schüchtern und introvertiert ist, entwickelt sich immer mehr zur atemberaubenden Frau, die am Ende eine stolze Persönlichkeit neben Rocky darstellt. Talia Shire wäre für mich nicht ersetzbar, sie hat eine fabelhafte Leistung abgeliefert. Paulie verkörpert von Burt Young ist ein chronischer Säufer der oft Dinge sagt, die er am Ende nicht so meint. Rocky weiss wie er ihn einschätzen muss und ist gerne mit ihm befreundet, trotz seiner undankbaren und trotzigen Art. Burt Young ist dank seines Auftretens der richtige für diese Rolle, man kann ihn nicht böse sein und schmunzelt einfach über das was er sagt. Zu Carl Weathers als Apollo Creed möchte ich bisher noch nichts sagen, da seine ganze Persönlichkeit erst in Teil 2 und am besten in Teil 3 zum Vorschein kommt. In den ersten Teilen kommt er dem Zuschauer vor wie ein mediengeiler Proll, doch wer die Reihe kennt, weiss das er auch andere Seiten an sich hat.
Die Boxkämpfe sind sehr packend in Szene gesetzt worden, es gibt meiner Meinung nach keinen Kampf der ernsthaft langweilig geraten ist. Sylvester Stallone ist in den ersten Teilen noch ein ziemlich unbeweglicher Boxer, der einfach wie eine Zertrümmerungsmaschine auf die Gegner einhämmert, dies wird sich noch ändern. Durch die großen ausgeprägten Brustmuskeln und die gute Kamerapräsenz bei den Kämpfen, bin ich davon überzeugt, das hier die richtigen Darsteller für Rocky und Creed ausgesucht wurden.
Fazit:
Rocky ist nicht ohne Grund einfach nur Kult! Diese Reihe hat mich verzaubert und ich bin froh, sie in meinem Regal zu haben. Einfach fantastisch.