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Traurig und dennoch schön, durchweg ergreifend und fesselnd, ein Film den man nie wieder vergisst und der einen sehr nachdenklich stimmt.
Mit 23 Jahren ist Ann (Sarah Polley) zweifache Mutter und lebt gemeinsam mit ihren Mann in einem Trailer, welcher im Vorgarten von ihrer Mutter ihren Haus steht. Sie arbeitet nachts als Putzfrau in der Uni und hatte noch nie etwas mit einen anderen Mann. Nun erfährt sie das sie Krebs hat und dieser hat sich schon so weit ausgebreitet, dass man nichts mehr dagegen unternehmen kann, es ist zu spät und Ann bleiben nur noch 2 oder 3 Monate bis zum Tod....Und nun?
Was macht man in solch einer Situation? Wie reagiert man auf diese Nachricht und wie nutzt man die verbleibende Zeit? Schwer zu sagen wie man selbst damit umgehen würde, denn dass kann man nur wissen, wenn man sich tatsächlich in dieser Lage befindet. Ann erzählt niemand von ihrer Krankheit, niemand weiß, dass sie bald sterben wird. Sie nutzt die Zeit um ein paar Vorbereitungen zu treffen und ein paar Dinge zu machen, die sie bisher nicht getan hatte. Sie schreibt eine Liste....sie will ihren Kindern so oft es nur möglich ist sagen, dass sie sie liebt.....sie will ihren Vater, welcher im Gefängnis sitzt,noch einmal sehen....sie will ihren zwei Töchtern Geburtstagsglückwünsche auf ein Tonband sprechen, die bis zum 18.Geburtstag gehen sollen.....sie will eine Frau für ihren Mann finden, die auch ihre Kinder mögen sollen.....sie will mit einen anderen Mann schlafen, um zu wissen wie es ist....sie möchte, dass sich jemand in sie verliebt..........
Nun kann man sich über diese Liste streiten und muss auch nicht jeden Punkt nachvollziehen können, aber letztendlich weiß man nicht, wie man selbst in solch einer Situation handeln würde. Einerseits ist Ann sehr unegoistisch, denn sie belastet niemanden damit sich mit ihrer Krankheit auseinander setzen zu müssen, denn sie erzählt es keinen...anderseits sind einige Wünsche egoistisch, aber man verzeiht es ihr oder gönnt es ihr sogar, denn es ist ihr Leben das zu ende geht....
Es gibt sehr viele wunderschöne Szenen, die immer in großartigen Bildern eingefangen worden und eine traumhafte ruhige melancholische Musik begleitet die Story....Wunderschön und zu tiefst traurig ist die Szene im Supermarkt, Ann geht gerade einkaufen und ihr ist klar, dass keiner im Supermarkt über den Tod nachdenkt....Man sieht wie alle lächelnd tanzen und Ann gleichgültig an der Kasse steht...wirklich toll gemacht und sehr rührend...
Der Mut und die Hingabe, sowie die Liebe von Ann ist inspirierend....ein hartes Schicksal.....eine zeitlose Geschichte. Man ist nach der Sichtung nicht todtraurig, sondern glücklich, denn Ann hat ihre Zeit so genutzt, wie sie es wollte und viele ihrer letzten Wünsche haben sich erfüllt.
„Du trauerst dem Leben, das du nicht führen wirst, gar nicht nach, weil du dann schon tot bist. Und Tote fühlen nichts, nicht mal Trauer.“