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1 Schmetterling und Taucherglocke 2007


Auch bekannt unter: Le, Scaphandre et le papillon

Schmetterling und Taucherglocke
Handel: 04. 12. 2008
95,00%
2 Bewertungen

VOTE

Spieldauer 143 Minuten
Userkritiken 3 Kommentare

— Biographie
— Drama


Handlung

Der ehemalige französische Elle-Chefredakteur Jean-Dominique Bauby ist 42 Jahre alt, als er urplötzlich aus seinem gewohnten Leben mit all seinem Glamour und Style gerissen wird. Mit dem Blinzeln seines Auges diktiert Bauby seine Memoiren und lässt darin nicht nur sein Leben Revue passieren, sondern auch ganze Gedankenwelten entstehen, die ihn erkennen lassen: Glück bedeutet zu realisieren, dass man liebt und geliebt wird.

Kommentare (3)

kurenschaub
28.10.2010 - 21:48
-
am Locked In Syndrom zu leiden ist ein schweres Los. Mit dem Kopf voll da, der Körper aber komplett gelähmt. Mit einem Gehirnschlag derart niedergestreckt verständigt sich Chefzeitungsmann Bauby mittels Augenblinseln.
Ein unfassbarer Zustand und so auch noch ein Buch zu verfassen, ein noch größerer.
Einfühlend, ungeheuer berührend und doch irgendwie mit einem Hauch von Optimismus und einer sanften Brise Humor.
Ein sehr empfehlenswerter Film für alle gesunden Leute, die derzeit ein wenig unzufrieden sind.
Julian Schnabel bringt zusammen mit Mathiew Amalric eine grenzenlos an die Nieren gehende Geschichte zustande, welche nicht zu Unrecht zwei Golden Globes bekam und mit vier Oscarnominierungen belohnt wurde.

Kiddow
23.09.2010 - 21:35
100%
Es ist sehr schwer in Worte zu fassen, was dieser Film für eine Bedeutung für mich hat.
Was wäre wenn du aufwachst und dich nicht bewegen kannst? Du spürst deine Beine nicht und kannst nicht gehen. Du hast kein Gefühl in deinen Armen und bist nicht in der Lage etwas zu berühren. Du willst etwas sagen, aber du kannst nicht sprechen. Du kannst sehen, denken und träumen, aber dich nicht mitteilen. Was machst du dann? Du bist nicht in der Lage, dir das Leben zu nehmen um den Alptraum zu beenden. Dein einziger Gedanke: Ich will Sterben. Jetzt erkennst du, dass das Leben eine Verkettung verpasster Möglichkeiten ist.
Bauby erwacht aus dem Koma und all das ist ihm passiert, durch einen Schlaganfall und dabei stand er eben noch mitten im Leben. Er war Chefredakteur der Zeitschrift "Elle" und hat eine Familie, sogar eine Geliebte war an seiner Seite. Was nun?
Er schreibt ein Buch, denn mit einem Augenblinzeln für jeden einzelnen Buchstaben kann er sich der Welt anvertrauen.
Dieser Film ist unvergleichlich! Oft hat man als Zuschauer die Sicht von Bauby und sieht alles mit seinen Augen. Das wurde sehr überzeugend inszeniert und gibt einem die Möglichkeit, sich in sein Leben hinein zu versetzen und seine Lähmung zu spüren.
An die Darsteller sende ich hiermit das allergrößte Lob für ihre Leistung! Meine Bewunderung gilt ihren glaubhaften Darbietungen.
Mein Fazit: Das Leben ist schön und man sollte jeden Tag genießen und alle Möglichkeiten die sich einen anbieten nutzen!
Lieblingszitat: "Es ist mir egal, das sie mich mit ihrer Taucherglocke auf den Grund des Ozeans mitnehem, dann sie sind auch mein Schmetterling!"

eichi
18.01.2009 - 12:36
90%
der film basiert auf einer wahren begebenheit.
elle-chefredakteur jean-dominique bauby versucht langsam seine augen zu öffnen und muss dabei feststellen, dass er anscheinend in einem krankenhaus liegt. ein arzt stellt ihm fragen und bauby versucht ihm darauf zu antworten - doch der arzt scheint ihn nicht zu hören.
bauby ist von kopf bis fuß gelähmt und kann auch nicht mehr sprechen. er kann nur noch seine augen bewegen und selbst da wird ihm eines zugenäht, weil es sich sonst entzünden könnte. bauby hat das sogenannte locked-in-syndrom, dass er sich nach einem massiven schlaganfall zugezogen hat.
anfangs natürlich am boden zerstört, versucht bauby sich doch nicht fallen zu lassen. mit fremder hilfe verfasst er nur mit einem blinzelnden auge ein komplettes buch, in dem er anhand eines speziellen alphabets, welches die buchstaben nach ihrer häufigkeit in der französischen sprache ordnet, nur durch blinzeln die einzelnen buchstaben diktiert...

der film ist wirklich absolut sehenswert. zu beginn sieht man lange zeit alles nur aus der sicht von bauby, was einem doch sehr unter die haut geht. außerdem ist es eine hervorragende schauspielleistung von mathieu amalric, der die rolle von bauby verkörpert.

anfangs war ich skeptisch, wie man über eine laufzeit von zwei stunden einen akzeptablen film aus dieser geschichte machen will, aber es ist regisseur julian schnabel mehr als gelungen.

für mich ein wirklich toller film...

4 - sehenswert

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