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1 Kritik   2 Kommentare

Das Urteil - Jeder ist käuflich

DEINE MEINUNG?


2003

Genre: Drama, Thriller

Spieldauer: ~ 122 Minuten

Regie: Gary Fleder

Cast: John Cusack, Gene Hackman, Dustin Hoffman, Rachel Weisz, Bruce Davison, Bruce McGill, Jeremy Piven, Nick Searcy, Stanley Anderson, Cliff Curtis, Nestor Serrano, Leland Orser, Jennifer Beals, Gerry Bamman, Joanna Going, Bill Nunn, Corri English, Andrea Powell, Ned Bellamy, Orlando Jones

Kurzbeschreibung: Schauplatz New Orleans, kurz vor Beginn eines spektakulären Prozesses. Ein Waffenkonzern hat den skrupellosen Jury-Berater Rankin Fitch engagiert, um die Schadensersatz-Klage einer Witwe, deren Mann bei einem Attentat erschossen wurde, abzuwenden. Ein Präzedenzfall mit drohenden Milliardenverlusten für die Waffenindustrie droht, wenn es nicht gelingt, die Geschworenen zu einem Freispruch zu bewegen. Fitch ist bereit bis zum Äußersten zu gehen, um den Sieg davonzutragen, auch bis hin zum Einsatz unlauterer Mittel. Sein Gegenspieler, der moralisch integre Wendall Rohr (Dustin Hoffman) als Anwalt der Klägerin, hält nichts von Überwachung und Einschüchterung der Geschworenen. Im Zentrum der Handlung aber steht der schwer zu durchschauende Nick Easter (John Cusack), Mitglied der Geschworenen-Jury mit ganz eigenen Plänen in diesem explosiven Prozess, sowie die geheimnisvolle, attraktive Marlee (Rachel Weisz), die außerhalb des Gerichts sowohl der einen als auch der anderen Seite anbietet, die Jury-Entscheidung gegen einen Millionenbetrag in deren Sinne kaufen zu können. Ein gefährliches Spiel mit doppeltem Boden um die alles entscheidenden Stimmen der Jury beginnt ...


Filmkommentare (2)


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kurenschaub
09.06.12 - 12:12
Ein wirklich sehr spannender Gerichtsthriller nach John Grisham, mit hervoragender Besetzung, echt gescheit und einem meisterlichen Regisseur ( Gary Fiedler), der diesem Genrejuwel einen sehr eigenwilligen, first Class (Inszenierungs) Stempel aufdrückt.
Zusätzlich bürgen Cusack/Hackman und Rachel Weisz für darstellerische Brillanz.
Hier lohnt sich das Ansehen wieder einmal wirklich!

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Chev
11.10.11 - 03:25
Obwohl der Film recht gut inszeniert wurde, ist er meine Meinung nach einfach viel zu lang und fadenscheinig. Während man vornehmlich ein Gerichtsthriller erwartet, gerät das eigentliche Gerichtsgefecht doch sehr in den Hintergrund. Bei diesem sonst sehr kritischen Film wird mal wieder das Thema Waffenindustrie als Handlungsmittelpunkt gewählt. Dieses ist genauso beliebt wie die Zigarettenlobby. Leider wird es nicht wirklich tiefgründig erarbeitet sondern krazt maximal an der Oberfläche. Ganz beiläufig wird auch wieder einmal gezeigt wie sehr die USA einem Überwachungsstaat ähnelt.
Neben Kläger, Angeklagten und Richter wird hier gezeigt wie wichtig die Geschworenen in einem Gerichtsverfahren der USA sind. Diese werden von der Seite der Beklagten bis ins Detail ausspioniert. Alles wird irgendwo gespeichert. Es reichen ein paar Computergenies aus um jede Kleinigkeit über eine Person herauszufinden. Von Haarfarbe bis bevorzugte Schuhmarke ist einfach alles irgendwo gespeichert und herauszufinden. Genau das machen sich die Helfer der angeklagten Waffenlobby zu nutze um die Geschworenen zu ihren gunsten zu beeinflussen.
Doch eines haben sie dabei nicht bedacht. Einer der Geschworenen hat es sich zur Aufgabe gemacht bei diesem Spiel eine ganz eigene Rolle zu übernehmen. Es werden einfach beide Parteien erpresst. Als Ware dient hierbei das Urteil der Geschworenen in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen.

Die ganze Geschichte ist einfach nur an den Haaren herbeigezogen. Wenn man nur ein wenig mitdenkt bei der Sichtung des Films dann vergeht einem schnell die Lust den Film bis zum Ende zu sehen. Die Waffenlobby hat gar keinen Grund das Spiel das dort inszeniert wird mitzuspielen. Eine derartige Erpressung hat überhaupt gar keinen Sinn. In einem US-Gerichtsverfahren ist jegliche Beinflussung von ausserhalb untersagt und wird aufgrund sogenannter Verfahrensfehler eingestellt. Nichts könnte für den Angeklagten erfreulicher sein als ein Verfahrensabbruch. Hierfür gibt es auch zig Möglichkeiten. Stattdessen entschliessen sie sich allerdings die stümperhafte Erpressung mitzuspielen. Warum auch immer.
Am Ende tut sich dann noch eine ganz andere Seite auf und das Motiv der beiden Hauptakteure wird einem auch noch schnell um die Ohren gehauen was dann einen Aha-Effekt auslösen sollte, der mich aber maximal aus der Langeweile gerissen hat.

Fazit:
Der Film lebt von seinen Darstellern die es trotz allem schaffen die Spannung einigermaßen aufrecht zu erhalten. Ich würde diesen Film nicht unbedingt weiterempfehlen, aber für einen Fernsehabend an dem man nichts besseres zu tun hat, ist er ausreichend. Als Thriller würde ich ihn aber keinesfalls bezeichnen, denn Thrill wird ganz sicher nicht erzeugt. Auch schafft es der Film nicht Emotionen im Zuschauer zu wecken.
Das ich ihn nicht nachvollziehen konnte habe ich bereits oben erläutert und daher würde ich ihn auch als anspruchslos bezeichnen wollen. Kein Wunder also, das er mir bis heute verborgen blieb.
Mit Filmen wie "Die Akte", "Die Jury" oder "Die Firma" kann dieser Film trotz hochkarätiger Besetzung keinesfalls mithalten. Daher nur eine Beurteilung im oberen Durchschnitt.

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