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2 Kommentare

Der Schatz im Silbersee

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1962

Genre: Western, Abenteuer

Spieldauer: ~ 106 Minuten

Regie: Harald Reinl

Cast: Lex Barker, Herbert Lom, Pierre Brice, Götz George, Karin Dor, Ralf Wolter, Eddi Arent, Marianne Hoppe

Kurzbeschreibung: Um den sagenumwobenen Schatz der Indianer an sich zu bringen, tötet der berüchtigte Bandenführer Brinkley den alten Siedler Engel, der die Hälfte der begehrten Schatzkarte besitzt. Engels Sohn Fred macht sich auf die Jagd nach dem Mörder seines Vaters und findet in Winnetou und Old Shatterhand hilfreiche Freunde. Auf der Farm des alten Patterson erhalten sie den zweiten Teil der Schatzkarte und brechen zum Silbersee auf. Doch auch Brinkley und seine Männer haben davon Wind bekommen?


Filmkommentare (2)


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kurenschaub
11.12.09 - 22:23
Karl May ist viel mehr, um nur in der Trivialliteratur Bedeutung zu haben.
Als in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Große Schlange, einer der letzten ECHTEN Indianerhäuptlinge Nordamerikas, am Grabe des von ihm verehrten Karl May stand, gipfelte seine Ehrung für den erfolgreichsten Volkschriftsteller Germanys und Klassiker des deutschen Abenteuerromans (200 000 Millionen verkaufte Bücher bis heute) in folgenden Sätzen.
DU HAST UNSEREM STERBENDEN VOLK IM HERZEN DER MENSCHEN ALLER NATIONEN EIN DENKMAL GESETZT, WIR MÖCHTEN DIR TOTEMPFÄHLE IN JEDEM INDIANERDORF AUFSTELLEN.
Der Schatz im Silbersee, die erste Karl May Verfilmung wurde ein wunderbar romantisches Westernmärchen, der erste Karl May Winnetou Western wurde ein Riesenerfolg, er schlug wie eine Bombe ein. BERECHTIGT! Mehr noch, er löste eine Karl May Welle aus, die erhoffte, aber ungeahnte Ausmaße annahm.
Pierre und Lex als Idealdarsteller, spitzenmäßiger Soundtrack durch Martin Böttcher und herrliche Landschaftsaufnahmen im kroatischen Velebit, den Plitvicer Seen und in Starigrad Paklenica. Ein Film, obwohl nicht die hohe Filmkunst, der mich damals schwer getroffen hat und sich bis heute in mir verinnerlicht hat. Denn der Schatz im Silbersee zählt noch immer zu meinen ganz großen Lieblingsfilmen.
Dieser große deutsche Western nimmt in Joe Hembus Westernlexikon
(das wohl wichtigste Nachschlagewerk inkl. Kritiken für die meisten Streifen dieses Genres) die höchstmögliche Sternenzahl entgegen, in einer Reihe mit Vera Crux, Zwölf Uhr Mittags Django Für eine Handvoll Dollar Buffalo Billoder Spiel mir das Lied vom Tod und der gebrochene Pfeil!
Für diejenigen die`s nicht wissen, oder glauben wollen, auf ARTE ist er auch gelaufen.
Ohne die ersten beiden Winnetou Western wären die so erfolgreichen Italo Western nicht passiert, erst durch den grandiosen Erfolg der Rialto Produktionen fand man den Mut und Ansporn diese zu drehen und Sergio Leone schaute sogar auch mal am Set von einem der ersteren Winnetou Abenteuer vorbei, stattete dort Harald Reinl einen Besuch ab.
FILM AND FILMING: Ironischerweise scheinen die Deutschen im Augenblick den Western besser im Griff zu haben als die Amerikaner. Denn sie pflegen das glamouröse Western Image unserer Jugendtage und machen Filme, in denen die Bösewichter noch wirklich Bösewichter und die Helden wirkliche Supermänner sind.
Ich frage mich ob die Amerikaner mit bayrischer Folklore ebenfalls soviel Erfolg hätten!
CAHIERS DU CINEMA: Neben der erstaunlichen Produktionsleistung beruht der Erfolg dieses Filmes auf den phänomenalen Kino Instinkt des Regisseurs Harald Reinl. Ein Mann, der es in Hollywood jederzeit zu einem kleinen König gebracht hätte und zu dessen Ruhm die intellektuellen Pariser Verehrer des B Picture einmal geschrieben haben.
Man sollte sich jedes Jahr mindestens einmal einen Harald Reinl Film anschauen. Reinl hat im Alleingang fast alles kreiert, was in deutschen Kino erfolgreich war. den Heimatfilm, den Kriegsfim, den Edgar Wallace Thriller und nun auch diesen grandiosen May Western.
Sein Erfolgsgeheimnis fasst er in einem einzigen Satz zusammen:
Realität ist das, was sich wohl jeder im Kino wünscht, das nämlich das Gute siegt.
Fazit: Bambi und Prädikat wertvoll!
Die Votings mancher gut informierter User sprechen dagegen, aber die Worte eines Nobelpreisträgers -die des berühmten Hermann Hesse dafür:
Kalr May ist wohl der glänzendste Vertreter eines Typs von Dichtung, der zu den ursprünglichsten gehört.
Von sogenannten Leuten, die etwas verstehen sollen, ist mir gesagt worden, er sei ein übler Macher und Schmierer. Nun da ich seine Bücher kenne, empfehle ich sie vom ganzen Herzen. Sie sind einfach phantastisch, wirklich unglaublich und von einer gesunden, prächtigen Struktur, voll von unschuldiger Frische, trotz all der flotten Technik.
Wie muß er wohl schon immer auf die Jugend gewirkt haben.
Dem können der deutsche Altkanzler Helmut Kohl, Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, Ernst Bloch, Hans Dietrich Genscher, Ocar Lafontaine, Heinrich Mann oder Curd Juergens und viele andere Prominente mehr als nur beipflichten.

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Filmfreak
22.11.09 - 14:33
So hier bekommt der geneigte Film- bzw. Westernfan die erste Kinoadaption von den Karl-May-Romanen auf die Leinwand gezaubert aus dem Jahre 1962 auch wenn das Drehbuch nicht sehr viel vom Originalroman gemein hat (In dieser Adaption treten auch Old Firehand und Tante Droll nicht auf, dafür eben ein Sam Hawkens, welchen es in der Romanvorlage nicht gibt, auf den ich etwas später noch zu sprechen komme. Fred Engel (Götz George) und Ellen Patterson sind im Buch nich Kinder).
Es war der erste Karl-May-Film der im Wilden Westen spielte.

Man kann und darf diese Verfilmungen jetzt nicht mit den heutigen Western vergleichen, damals (1962) ging alles noch ein wenig unkomplizierter von der Hand, so möchte ich es einmal formulieren. Wenn dann bei solchen Verfilmungen eben jemand erschossen wurde, musste das Blut nicht meterweit spritzen oder dass man eben eine riesengroße Blutlache zu sehen bekommt, diese Figur war dann tot und gut war es. Heute hat man natürlich auch ganz andere Möglichkeiten und trotzdem haben diese Filme aus der Rialto Reihe bzw. mit der (damals noch) jugoslawischen Filmfirma Jadran Film einen sehr großen Erfolg noch bis heute für Jung und Alt, nicht umsonst gemessen an der damaligen Zeit wären sie so erfolgreich gewesen und für mich persönlich ist Old Shatterhand (den ja schon mehrere verschiedene Schauspieler in all den Jahren darstellten) und sein Freund Winnetou einfach Kult!
Wenn man mich nach den klassischen Cowboy- und Indianerfilmen fragt würde ich immer die Verfilmungen von Karl May als erstes erwähnen, weil diese einfach für mich zeitlos sind und ich dann genau dieses Bild von diesen Verfilmungen vor Augen habe, dies war über 20 Jahren schon so und wird auch weiterhin so bleiben.

Mir persönlich gefiel der seit 1973 verstorbene Schauspieler Lex Barker am besten in seiner Filmrolle als Old Shatterhand gemessen an den anderen Darstellern welche diese Filmfigur schon interpretiert hatten. Pierre Brice als Winnetou sowieso obwohl dieser von seiner Rolle ganz und gar nicht überzeugt war, durch die wenigen Dialoge die er im Film hatte und so war es für ihn absolut keine darstellerische Herausforderung. Brice war in seiner Rolle so unglücklich das er herging und versuchte den Regisseur Harald Reinl zu überzeugen ihm mehr Text zu geben, dieser lehnte jedoch ab und Reinl sollte mit seiner Entscheidung und dem Erfolg Recht behalten. Reinl forderte weiterhin von Brice nur stolz zu blicken, zu schweigen sowie eine edle Haltung zu bewahren, dies sei für die Wirkung der Figur hervorragend.
Schaut der Cineast genau hin, so erkennt er einen noch sehr jungen Götz George, der viele Jahre später als Ruhrpott-Bulle Horst Schimanski bekannt wurde.
Es sind Filme über Männerfreundschaften, als ein Wort noch mehr zählte als alles andere und trotzdem lies man nie die Geschichte außer Acht. Filme bei denen man sich einfach zurücklehnen konnte und diese auf sich wirken lassen ohne noch lange darüber nachdenken zu müssen, einfach sehr unkompliziert gestrickt und doch unterhaltsam wenn man damit etwas anfangen konnte.
Der Spaß kam natürlich auch nicht zu kurz. Ich erinnere nur an die vielen Dialoge von Sam Hawkens alias Ralf Wolter oder auch einen Eddi Arent, den ich schon bei einigen Edgar Wallace Verfilmungen sehr gerne gesehen habe, diese lockerten dann die typische Wild West Atmosphäre deutlich damit auf, auch wenn die Dialoge so manches mal banal waren bzw. das Westernbild ist ja eh als ein sehr rauhes dafür bekannt.
Die Filmlänge passt auch bestens für diese gesamte Filmreihe, es kommt keine Langeweile auf, der Plot wird zügig voran getrieben und somit steht einer netten Filmunterhaltung nichts mehr im Wege.

Die gesamten Drehorte befanden sich zur damaligen Zeit allesamt im damals noch genannten Jugoslawien (Rijeka (Kroatien), die Paklencia-Schlucht (bei Starigrad), die Plitvicer Seen, der See Kaluderovac (diente als Silbersee), der See Galovac, die Darsteller der Indianer waren Bewohner der Ortschaft Plitvicka Jezera nur um diese einmal aufzuzählen. Für die evtl. nicht ganz korrekte Schreibweise der genannten Ortschaften bitte ich an dieser Stelle um Entschuldigung.

Was dem Old Shatterhand-Fan auch auffällt ist die Tatsache das er bei dieser Verfilmung zum ersten und auch einzigen mal gemäß der Romanvorlage einen Vollbart trägt, welcher dann im Film noch wegrasiert wird. Der Hut welcher an seinem Sattel hängt setzt er nie auf im Gegensatz zu Old Shurehand mit Stewart Granger, der immer einen Hut trug. Die Filmemacher wollten deutlich auf Distanz zu der Figur gehen, die Karl May in seinen Büchern beschrieben hatte (bezogen auf Hut & Bart) um diese für das jugendliche Filmpublikum attraktiver zu machen. Sein Kostüm welches er in den Verfilmungen trägt, ist dem Lederanzug der amerikanischen Cooper-Verfilmung "Wildtöter" nachempfunden, indem Barker bereits die Hauptrolle darstellte. Den Gürtel steuerte Barker aus seinem Privatbesitz für diese Produktionsreihe bei, es handelt sich dabei um eine wertvolle Navajo- Silberschmiedearbeit.

Auch finanziell gesehen war dieser ein Erfolg, bei Produktionskosten von ca. 3,5 Millionen DM (das muss man sich einmal überlegen), spielte dieser an den Kinokassen ca. 6,4 Millionen DM ein. Die Gagen betrugen zwischen 42.000 DM (bekam Pierre Brice) und 120.000 DM (bekam Lex Barker). Der Grundstock war also gelegt für weitere Verfilmungen dieser Art und diese wurden dem Cineasten dann auch präsentiert in etlichen anderen Karl-May-Verfilmungen.
Dieser Film erhielt als erster überhaupt die Auszeichnung der Goldenen Leinwand
(für mehr als 3 Millionen Kinobesucher innerhalb von 12 Monaten).

Nicht nur für mich auch für viele andere Filmfans war dieser Film hier der Auftakt einer großen Filmreihe zweier Leinwandfiguren und so ist diese Verfilmung in der Atmosphäre sehr stimmig. Ein in der landschaftlich eindrucksvoll angesiedelter Unterhaltungsfilm, der die Vorgaben des Romanes zwar vergröbert, sich in der Handlung aber ähnlich nobel gibt und eine gewisse Zurückhaltung bei den diversen Kampfszenen an den Tag legt.

Für diese Inszenierung vergebe ich als Fan und Nostalgiker daher 4,5 von 5 Nostalgie-Popcornbecher, da ich in dem Flair bei Sichtung des Filmes gleich wieder involviert war und mich sehr gut unterhalten gefühlt habe und diese Verfilmungen einfach Kult sind!

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