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Vorwort meinerseits:
Nachdem 2003 Slasherikone Freddy Krueger das letzte mal in Freddy vs. Jason zu sehen war, hätte es mir wohl am besten gefallen wenn man direkt eine Fortsetzung nachgeschoben hätte.
Und die Pläne klangen auch ziehmlich verlockend. Diesmal sollten noch Ash oder Michael Myers mit in den Ring steigen. Doch es wurde immer deutlicher das man wieder einen eigenständigen Freddy-Krueger-Film machen wollte. Zunächst als Prequel geplant, wurde nach den Erfolg vom Remake von Freitag, der 13. (2009), aus A Nightmare on Elm Street 8 ein Remake.
Zuvor war ich dem ganzen gegenüber mehr als skeptisch. Als dann auch noch bestätigt worden ist, das Robert Englund nicht mehr mitmacht, war für mich alles vorbei.
Doch schließlich überzeugten mich die Trailer derart das ich nun doch ins Kino gelockt worden bin.
Kritik:
Der Film beginnt mit einem nett gemachten Vorspann (yeah! Ein Vorspann!), unterlegt mit düsterer Musik. Dannach geht alles recht schnell. Der Film beginnt zu dem Zeitpunkt, als Freddy schon einige Tage in den Träumen der Jugendlichen von Springwood wütet.
Die Kaffeehausszene aus dem Trailer ist die Eröffnungsszene des Films. Diese stimmt einen optimal auf das Geschehen ein. Dannach wird der Titel des Films eingeblendet, unterlegt mit dem berühmten Nightmare-Theme. Dies ist aber auch die einzige Stelle im Film, an der die altbekannte Musik zum Einsatz kommt. Der Rest ist alles neu, aber gut gelungen!
Wie gesagt, der Film beginnt recht rasch und führt alle Charaktere schnell ein. Darunter leiden diese aber zum Teil. Man lässt sich keine Zeit mit ihnen und machte sich keine Mühe damit diese vernünftig dem Zuschauer gegenübertreten zu lassen. Im Gegensatz zum Original sind die Charaktere etwas abgeflacht, aber keinesfalls nervig, nein!
Seltsam fand ich nur, das Nancy zu Anfang fast gar nicht beachtet wird und stattdessen Katie Cassidy welche Nancys Freundin Kris spielt, mehr Screentime als sie hat.
Technisch gesehen ist der Film wirklich genlungen. Fast immer optimal ausgeleuchtet und es kam bei den Kills (welche nicht all zu brutal waren) nicht viel CGI zum Einsatz. Das Make-up von Freddy sieht auch schön fies aus.
Man muss auch sagen, Jackie Earle Haley hat seinen Job als Freddy wirklich gut gemacht und das neue Aussehen hat mich auch kein Bisschen mehr gestört.
Was des Weiteren gut gemacht war, war das die Auswirkungen des Schlafentzuges bei Nancy und Co. besser ausgearbeitet und beschrieben waren. Auch das Freddys Hintergrundgeschichte näher beleuchtet worden ist hat mir gut gefallen. Wer allerdings mit dem Thema Kindesmissbrauch nicht gerne konfrontiert wird, wird hier schon das ein oder andere mal die Augenbrauen hochziehen. Gezeigt wird nichts, aber es werden sehr offensichtlich Sachen angedeutet.
Einen neuen Grund dafür, das Freddy die Träume der Jugendlichen heimsucht (insbesondere Nancys Träume) gibt es auch. Das Grundthema Rache hierbei wurde beibehalten, doch wie gesagt, der Grund für sein Handeln ist neu, aber gut. Vielleicht sogar noch etwas besser als der vom Original.
Zurück zur düsteren Form hat die Reihe Nightmare on Elm Street auf jeden Fall gefunden, und auch wenn Freddy hier das ein oder andere mal wieder einen flotten Spruch auf den Lippen hat, hat Samuel Bayer zusammen mit Platimun Dunes auf jeden Fall einen der besseren Freddy-Krueger-Filme geschaffen! Besser als einige Teile (2,5,6) der alten Reihe ist er auf jeden Fall, jedoch besitzt er nicht deren alten Charme.
Ein 1:1 Remake ist es nicht. Einige Szenen wurde geremaket, aber anderes einsortiert.
Für mich hat sich der Kinoeintritt gelohnt!
8/10