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2 Alexander 2004


Auch bekannt unter: Alexander

Alexander
Handel: 25. 05. 2005
70,83%
12 Bewertungen

VOTE

Spieldauer 169 Minuten
Userkritiken 3 Kommentare

— Krieg
— Abenteuer
— Biographie
— Drama
— Romanze
— Action
— Geschichte


Handlung

Nachdem sein Vater, der mächtige König Philipp II., ermordet wird, besteigt der junge Alexander den Thron Makedoniens. Als neuer König und Herr über Griechenland beschließt er, in die Welt hinauszuziehen, Rache zu nehmen an den Persern und Kleinasien von ihnen zu befreien. Es beginnt ein Feldzug, wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte. Nach zahlreichen blutigen Schlachten, der Befreiung Kleinasiens und dem Einzug in Ägypten hat Alexander schließlich sein großes Ziel erreicht: Er ist König von Asien. Doch das ist ihm nicht genug. Trotz des wachsenden Unmuts seiner Männer will der unersättliche Kriegsherr auch noch Indien erobern. Im gnadenlosen Dschungelkampf erleiden seine Truppen enorme Verluste ...

Kommentare (3)

Kiddow
12.11.2010 - 22:02
80%
So nun hatte ich das Vergnügen diesen Film als BD zu sehen und vornweg, man bekommt hier eine wirklich sehr gute Bild- und Tonqualität. Es ist die Final Cut Version – Revisited und die hat dann gleich mal eine Spieldauer von 213 Minuten!
Zur Story wurde ja schon ausreichend etwas gesagt durch meine beiden Vortipper....Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen. Es ist ein durchaus gelungener Historienfilm, der sich zwar nicht immer ganz an die Fakten hält, aber dennoch überzeugt. Ein paar kleine Längen hat der Film schon, aber die meiste Zeit über ist die Handlung sehr spannend und mitreißend. Fantastisch sind vor allem die Kampfszenen,welche sehr gewaltig inszeniert wurden. Spektakulär und extrem blutig ist der Kampf in Indonesien mit den Elefanten, WOW! Blutig, brutal und gnadenlos! Man fühlt sich fast ein wenig als wäre man dabei gewesen. Bis in das kleinste Detail zoomt die Kamera direkt in das Bild, welches gestochen scharf ist. Einfallsreich und passend, dass man hier dann auch noch mit einen roten Farbfilter gearbeitet hat, es macht das Bild noch ein mehr künstlerisch.
Ich persönlich empfand den blonden Schopf von Colin Farrel doch sehr gewöhnungsbedürftig bedürftig, aber naja im Laufe der Spielzeit kam ich damit dann doch noch irgendwie klar...
Ich kann diese Version des Filmes auf jeden Fall empfehlen, vor allem wenn man die Kinofassung auf DVD schon gesehen hat und den Film mag,dann kann man mit der BD Revisited Version nichts falsch machen.....Sehenswert!

Filmfreak
19.10.2009 - 18:08
80%
Dieser Monumentalfilm schildert das Leben und Wirken von Alexander dem Großen. Der makedonische König gehört zu den größten Eroberern aller Zeiten und dehnte sein Reich bis nach Persien, Ägypten und Indien aus.
Diese Verfilmung von Oliver Stone konzentriert sich auf den Charakter Alexanders und die Historie und verzichtet bewusst auf die Darstellung der mythologischen Elemente, wie beispielsweise den gordischen Knoten oder etwa die Massenhochzeit von Susa, oder jenes Orakel von Siwa.
Es sollte aber an dieser Stelle angemerkt sein, dass wie es so häufig in diesem Genre vorkommt, einige historische Fakten zurückhält und somit bloße Vermutungen aufstellt.
Was ich diesem Film aber sehr hoch anrechnen möchte, ist die Tatsache dass man die Antike lebendig werden lies, so gut wie es nur irgendwie ging. Wie man deutlich erkennen konnte, bemühten sich die Macher, griechische Kleidung & Ausstattung jener Zeit historisch richtig wiederzugeben und auch auf Verfälschungen der Geschichte möglichst zu verzichten.
Obwohl dies keineswegs immer gelingt, wird dies auch feststellen, wer sich ein wenig in der Geschichte und mit dem Leben Alexander des Großen auskennt bzw. auseinander gesetzt hat.
Insgesamt grenzte sich dies Verfilmung klar von sehr vielen sog. anderen amerikanischen Sandalenfilmen ab und zeigte erstmals, dass es prinzipiell möglich ist, historische Authentizität und filmisches Massenvergnügen zu verbinden.
Aus Gründen der filmischen Dramaturgie (man darf nicht vergessen, dass es sich hierbei um eine große Hollywood-Produktion handelt) wurden Ereignisse an einen anderen Ort verlegt, beziehungsweise an einen anderen Zeitpunkt. So wurde Alexander der Große nicht in der Schlacht am Hydaspes durch einen Pfeil schwer verwundet, sondern bei der Belagerung von Multan, als er sich angeblich alleine dem gesamten feindlichen Heer stellte, bis ihm seine Truppen zu Hilfe eilten.
In dieser Produktion fasst Alexander im Anschluss an diese Verletzung selbst den Beschluss zur Umkehr nach Babylon mit seinem gesamten Heer. Nach der antiken Überlieferung allerdings, kam es nach der Schlacht am Hydaspes zu einer Meuterei, weshalb er zur Umkehr gezwungen war.
Anders als das historische Vorbild, ist in dieser Verfilmung daher die Person Alexander weitgehend frei von Hybris (Selbstüberhebung) & Größenwahn.
Bei der Kindheit und dem Privatleben Alexanders stützte sich das Drehbuch hierbei offensichtlich nicht auf den allgemein recht zuverlässigen Geschichtsschreiber Arrian, sondern auf die von Legenden und Anekdoten durchsetzte Alexanderbiographie des Philosophen Plutarch.
Vieles findet sich im Film eben dann so, was zwar in einer antiken Quelle so oder ähnlich berichtet wird, was aber von den meisten Wissenschaftlern längst als Fiktion enttarnt worden ist.
Alles in allem betrachtet entspricht diese Verfilmung eher dem Forschungsstand der 1960er Jahre als dem seiner Entstehungszeit, was dieser Verfilmung trotzdem keinen Abbruch tut in meinen Augen.
Historisch betrachtet diente als Grundlage für dieses Drehbuch, die renommierte Alexander-Biographie von Professor Robin Lane Fox von der Oxford Universität aus dem Jahre 1973. Fox diente außerdem während der Dreharbeiten zu dieser Verfilmung als historischer Berater an der Seite von Oliver Stone.
Die Person der Olympias (Alexanders Mutter) konnte auch mich nicht so recht überzeugen in dieser Verfilmung, womit ich wieder einmal einer Meinung mit Filmosoph bin.
Das größte Spektakel meiner Meinung nach bilden eben jene Schlachten die Alexander mit seinem Heer führte um die verschiedenen Länder zu erobern, da sieht man ganz deutlich den Glanz und Gloria von Hollywood. Der Score hingegen Filmosophs Meinung gefiel mir sehr sehr gut, ist eben Geschmacksache. Auch bei dieser Monumentalverfilmung ging es nicht gerade zimperlich zu bei den Kampfszenen, ich hatte aber auch nichts anderes erwartet muss ich gestehen.
Es ist wohl die bis dato beeindruckendste Verfilmung dieses großen Feldherren und Colin Farrell spielte seine Rolle sehr souverän und gekonnt.
Wer sich gerne Historienfilme ansieht zu diversen Persönlichkeiten, ist mit dieser Verfilmung sehr gut bedient und kann bedenkenlos zugreifen.

Leider reichte es auch bei mir nicht zu einem Meisterwerk, aber eine sehenswerte Verfilmung für alle Historienfans auf alle Fälle, wenn man sich auf einen langen DVD-Abend einstellen kann.

Aus wirtschaftlicher Sicht war diese Verfilmung ein Flop. Das Budget dieser Verfilmung betrug 195 Millionen US-Dollar, bei einem Einspielergebnis von nur 167 Millionen US-Dollar.
2004 war diese Werk für sechs Goldene Himbeeren nominiert, erhielt aber keine einzige dieser Auszeichnung.
Die einzig bekanntere Verfilmung des Alexander Stoffes vor Oiver Stones Werk, kam aus dem Jahre 1956 von Robert Rossen und nannte sich Alexander der Große.

Ab dem 05. November 2009 erscheint in Deutschland endlich der langersehnte Final Cut von diesem Werk, dieser erschien in Amerika schon vor zwei Jahren. Lt. Regisseur Oliver Stone sei der Final Cut wohl die klarste Interpretation des unglaublichen Lebens von Alexander. Der Final Cut beinhaltet wohl auch eine Intermission, die den Film in zwei Hälften aufteilt.
Ich persönlich freue mich jedenfalls schon sehr auf den Final Cut und bin auf die Veränderungen zu der Kinovariante mehr als gespannt.

Filmosoph
11.12.2008 - 18:26
80%
Alexander

Von Oliver Stone. Ewig hat‘s gedauert. Angeblich arbeitete Oliver über 15 Jahre an einem Skript, das ihm gefiel. Dabei verfilmt er ja eine historische Figur (vielleicht gerade deshalb). Wie dem auch sei, man fans letztlich mit Colin Farrell einen von Natur aus schwarzhaarigen Alexander; ist aber, entgegen der Erwartung letztlich egal, da er in blond auch glaubwürdig wirkt.
Oft wurde die lange Eingangssequenz kritisiert - Hopkins als Ptolomaios I. führt uns hier gemächlich in die Jugend von Alexander I. ein. Und es stimmt - es hätte etwas flotter erzählt werden könne - denn der historischen Vorlage kann man in diesem Fall sowieso nicht gerecht werden. Angelina Jolie als Alexanders Mutter ist auch nicht besonders glaubwürdig (spätestens als sie und Farrell gleich alt wirken);
aber: Der Film hat durchaus seine Stärken. So tragen die Schlachten das Prädikat sehenswert. Im Laufe des Filmes kann man sich auch immer mehr mit der Hauptfigur identifizieren - so etwa, als die Armee Alexander verlassen will - am Ende der Welt.
Dass die Szenen mit Hephaistion (speziell in Griechenland) solches Aufsehen erlangt haben, kann ich nicht nachvollziehen. War in der Antike ja Homosexualität alles andere als verpönt - zumal es ja gar keine präkeren Szenen dieser Art gibt.
Ansprechen möchte ich auch die Musik von Vangelis, welche schon mal besser war. Meines Erachtens klingt sie viel zu heroisch, speziell in Szenen, wo sie nicht passt. Aber das ist wohl Geschmackssache.
Zu sagen bleibt noch, dass dieser Film eindeutig Partei für Alexander III. von Makedonien ergreift. Selbst fragwürde Entscheidungen (und ich meine jetzt nur jene im Film!) wurden durchgehend positiv dargestellt. Antike Berichte, demnach Alexander III. ein furchtbarer Drinker ohne große Ehre gewesen sein soll, werden durchgehend ignoriert.

Aber man bekommt, was man erwartete: Einen großen Hollywood-Historienfilm - Prädikat Sehenswert!

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