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2 Kommentare

Black Swan

DEINE MEINUNG?


2010

Genre: Drama, Thriller, Mystery

Spieldauer: ~ 110 Minuten

Regie: Darren Aronofsky

Cast: Natalie Portman, Mila Kunis, Vincent Cassel, Barbara Hershey, Winona Ryder, Benjamin Millepied, Ksenia Solo, Kristina Anapau, Janet Montgomery, Sebastian Stan, Toby Hemingway, Sergio Torrado, Mark Margolis, Tina Sloan, Abraham Aronofsky

Kurzbeschreibung: Die junge, aufstrebende Ballerina Nina (Natalie Portman) bekommt die Doppelrolle ihres Lebens: In "Schwanensee" soll sie sowohl den unschuldigen weißen als auch den dämonischen schwarzen Schwan verkörpern. Während sie die perfekte Besetzung für den weißen Schwan ist, muss sie für den Gegenpart der Figur lernen loszulassen und die dunkle Seite in sich hervorbringen. Angetrieben von dem charismatischen Ballettdirektor Thomas Leroy (Vincent Cassel) versucht sie verzweifelt ihre Blockaden zu überwinden. Ausgerechnet die neue, attraktive Kollegin Lily (Mila Kunis) hat all das, was Nina zu fehlen scheint. Droht Nina sogar die Rolle an Lily zu verlieren? Ninas Verzweiflung wächst, und sie stößt einen ebenso befreienden wie selbstzerstörerischen Prozess an, bei dem die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit verschwimmen. Aber ungeachtet aller Gefahren treibt Nina ihre Vorbereitungen für die Premiere des Stücks weiter - denn für sie zählt nur eines: Vollkommenheit.


Filmkommentare (2)


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Chev
23.03.13 - 11:58
Der weiße Schwan muß zum schwarzen Schwan werden, sonst wird das nix mit der Hauptrolle.
Natalie Portman spielt ihre Rolle unglaublich gut. Sie ist das Beste am ganzen Film, denn ansonsten habe ich mich eher gelangweilt. Viel zu viel überflüssiges Hintergrundwissen wird en Détail dem Zuschauer geradezu eingeprügelt. So macht man eben auch die Momente mit, in denen nix passiert. Zum Beispiel vor dem Spiegel sitzen. Dieses Filmwerk arbeitet mit Klischees, wer weiterkommen will, muss mit ganzem Einsatz dabei sein. Erfolgsdruck, Sexualität, kleinere Psychomacken und alles gipfelt darin, das die ständig jammernde Hauptfigur mit Selbstmordgedanken kämpft und psychisch so labil wie Wackelpudding wird. Tolle Musik und artistisches Rumgehüpfe vollenden den Film. Auch wenn man hierbei ganz klar neben Natalie auch Mila erwähnen sollte die tolle Darsteller sind und für diesen Film vermutlich einiges an Tanzstunden hinter sich bringen mussten. Dafür Respekt und das Ergebnis ist klasse gelungen.

Ich kann dieses Filmwerk keinesfalls als künstlerisch wertvoll betrachten. Es ist mir einfach zu langweilig, mir fehlt die notwendige Tiefe und unter Psychothriller verstehe ich etwas anderes. Mich nervt es jedenfalls wenn ich von Szene zu Szene warten muss das endlich mal etwas passiert. Vor allem etwas das nicht vorhersehbar ist oder durch die Musik oder Wendungen Sekunden zuvor bereits angekündigt wird. Ermüdende Paranoia die eher lächerlich wirkt und Schockeffekte aus der Sockenschublade. Dazu klassische Musik mal wieder. Flöten und Klavier hier in den Szenen einfach nicht stimmig. Zu einer kreischenden Winona passt keine Orchestramusik.

Werde ich sicher kein zweites Mal sehen, aber einmal sollte man ihn gesehen haben.

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kurenschaub
12.03.11 - 20:03
Künstlerisch hochwertig, echt spannend und mit einer alles überragenden Hauptdarstellerin - dies ist die Bilanz meines Kinobesuches vom US-amerikanischen Psychothriller "Black Swan"!
Nina ist eine aufstrebende und begnadete Ballettänzerin, die unbedingt die Rolle des weißen und schwarzen Schwanes in einem New Yorker Balletensemble bekommen will.
Thomas Leroy ( Vincent Cassel) ist ein gestrenger Ballettdirektor der ihr alles (auch das Küssen) abverlangt, Beth MacIIntyre (Winona Ryder) eine alternde Ballerina, die vor ihrem Abgang steht, stets eifersüchtig und grantig,Lily (Mila Kunis) trachtet ( no na - wer net) so wie Nina Sayers ebenfalls nach der Schwanenrolle, die Lage spitzt sich zu und auch die Mum von Nina (Barbara Hershey) umsorgt das gehätschelte Töchterlein noch immer als wär sie eine Dreizehnjährige.
Als Nina den "Black Swan" schlussendlich bekommt, wird der Ballettalltag immer härter, aber auch ein starker Ausschlag am Rücken, zerbrochene und aufgerissene Finger und Zehennägel machen ihr zu schaffen, dazu gibts ständige Intrigen im Company Backstagebereich und die zart besaitete und sehr gefühlvolle Nina, bekommt Visonen und Halluzinationen der gefährlicheren Art, wobei der Kinobesucher selbst des öfteren in die Geschichte mithinein gerissen wird, bis zum herrlichen und doch so unglaublich dramatischen Höhepunkt der Schwanensee Uraufführung und Ninas entscheidenden Abend, der ihre und unsere Gefühlswelt in bizarren Realitätsverlusten auf den Kopf stellt....
Dieser erstklassige Film ist schon von der Geschichte her überaus klug gezimmert, Darren Aronfsky gelang eine wirklich überzeugende Insenierung, spitzenmäßige Kameraführung und mal subtile, teilweise auch heftigere Horroreffekte akustischen und optischen Zuschnitts, darüber hinaus thront als gebeutelter
Ballett Solo Jungstar Nathalie Portman in geradezu berauschender Weise und dies mit einem schauspielerischen Können und auf sie zugeschnittener Dominanz, an der man sich die Augen reiben muß.
Soviel Hingabe, soviel künstlerisches (Ballett)Potential, soviel Ausdruck und grandioses "Fallenlassen" in eine gewünschte Traumrolle ist allemal den verdienten Oscar/Golden Globe wert und der wunderbare Film ist insgesamt mit allen auch nebenbesetzen Rollen eine wahre Meisterleistung.
Modern,druckvoll, mit Schwung/ Härte und doch viel Gefühl - einfach ein bestechend, betörendes Kinoerlebnis!

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