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Während der Erstsichtung wird es einen förmlich den Boden unter den Füßen wegziehen – versprochen!
Kritik von ( 286 ) am 19. 07. 2012 5 Kommentare
Bei diesem Thriller aus dem Jahre 1995 von David Fincher handelt es sich um einen Serienmörder der eben von den sieben Todsünden besessen ist und diese auch durch seine Morde interpretiert und darstellt. Für die Beamten Sommerset und Mills beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Serienmörder scheint sie geradezu nur an der Nase herumzuführen. Schafft es das Duo den Wahnsinnigen zu überführen, oder lacht und siegt am Ende das Böse?

Aufgrund der Geschichte, der schauspielerischen Leistung, der Ambiente sowie der Drehorte (ein dunkler, dreckiger, verruchter Film wie man es zu der bereits genannten Thematik nicht besser hätte treffen können) ist dieser Film für mich ebenfalls ein saufieses Meisterwerk, welches die 100%-Marke kratzt.
Beide Polizisten wie auch der Serienmörder interpretieren ihre Rollen grandios ebenso Gwyneth Paltrow. Selbst nach all den Jahren hätte man sich wohl keinen besseren Cast wünschen können. Betrachtet man diesen Film einmal tiefgründig, gibt er sehr viele versteckte Informationen zu dieser Thematik preis. Somit hat man es hier nicht nur mit einem höchst unterhaltsamen Film zu tun, sondern gleichzeitig auch noch mit einem sehr vielschichtigen, wie die kommenden Infos noch zeigen werden.

Wie man unschwer als Filmzuschauer erkennen kann handelt das Hauptmotiv eben um jene sieben Todsünden welche mittlerweile wohl jedem Cineasten bekannt sein dürften und im Film wiederkehrend sind.
Außerdem ziehen sich Zitate aus der klassischen Literatur (Geoffrey Chaucer „Canterbury Tales“, William Shakespeare „Der Kaufmann von Venedig“, John Milton „Paradise Lost“, Dante Alighieri „Göttliche Komödie“) wie ein roter Faden durch den gesamten Film, was dieser Produktion eben auch einen gewissen Kontext vermitteln.
Der Serienmörder zitiert eben aus den jeweiligen Werken um eine hervorgehobene Bedeutung & Symbolik seiner Taten darzustellen.
So kommentiert er jenen „Maßlosigkeit“-Mord mit eben jenem Vers aus dem Verlorenen Paradies.

Betreibt man etwas Recherche dann steht eben die Zahl Sieben in der christlichen Zahlensymbolik des Mittelalters für Gnade und bspw. für die Ruhe und den Frieden, so findet diese auch in diesem Film eine starke Bedeutung, dabei kann man eben als Filmzuschauer Parallelen zwischen Gott und dem Serienmörder ziehen.
Die „Werke“ beider wurden in sieben Tagen vollbracht. Der Kriminalbeamte William Sommerset (Morgan Freeman) wird ebenfalls in diese Zahlensymbolik verwickelt da er nur noch sieben Tage bis zu seiner Pensionierung arbeiten muss, als er mit diesem Fall vertraut wird. Genau um 7.00 Uhr steigt das Finale, auch dies war so gewollt.
Es sei auch noch erwähnt dass die Auffassung des Killers über die sieben Todsünden im Widerspruch zu deren eigentlichen Bedeutung steht. Beschäftigt man sich mit den sieben Todsünden genauer so stellt man fest das es sich hierbei genau genommen um gar keine Sünden handelt sondern es sind die sieben Hauptlaster, welche die Ursachen von schweren Sünden sein können und nicht zwangsläufig zur Verdammnis führen müssen.
Dieser Aspekt führte auch in den Medien als der Film erschien häufig zu Verwechslungen bei den Leuten.
Eine weitere Hintergrundgeschichte welche ich hier zu diesem Film einmal aufführen möchte:
Die Produzenten dieses Filmes hatten den Wunsch den Namen von dem Serienmörder zu Beginn des Filmes als ersten zu nennen, dieser weigerte sich aber, um eben jene Kinogänger mit seiner Identität zu überraschen. Der Darsteller durfte so auch nicht der Filmpremiere beiwohnen noch Interviews geben.
Da er also zu Beginn des Filmes nicht genannt wird, so wird er als erstes beim Abspann genannt, und erhielt auch dort noch eine zweite Nennung, noch etwas dürfte dem Filmzuschauer bei diesem Film am Ende aufgefallen sein, wenn auch nur als kleines aber feines Gimmick wie ich finde: Der Abspann bewegt sich abwärts anstatt aufwärts. Schauspieler Denzel Washington war im Übrigen für die Rolle des Polizisten David Mills vorgesehen der jedoch ablehnte.

Dieser Film ist von der ersten Minute an sehr spannend und der Zuschauer wird förmlich vor den Fernseher festgebunden, die Spannung steigt dann von Minute zu Minute des Filmes, während das Finale für so einen Film hätte nicht besser und treffender sein können. Auch ich habe lange nach einem gleichwertigen Film zu diesem gesucht und mir ist bis dato keiner eingefallen wenn man einmal an das Produktionsjahr dieses Filmes denkt.
100%
Fazit:
Sieben gehört ganz klar zu den Filmen die man im Laufe seiner Filmgeschichte gesehen haben sollte. Eine Produktion unter den Thrillern die damals ihresgleichen suchte und wohl im gleichen Atemzug mit ein paar legendären Filmen dieser Art im Thriller-Olymp der Filmgeschichte vorzufinden ist. Während der Erstsichtung wird es einen förmlich den Boden unter den Füßen wegziehen – versprochen!
Sieben sollte in keiner gut sortierten Filmsammlung fehlen!

Sieben


1995

Krimi, Drama, Mystery, Thriller

Zur Filmseite

Im Handel seit 01. 02. 1999


Kommentare (5)


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Kein Userbild
13.06.17 - 06:41
einer der besten Thriller aller Zeiten mit hervorragenden Schauspielern und einem ziemlich unerwarteten Ende. Vor allem die düsteren Szenen beklemmen einen ungemein. Die Story nimmt an Spannung immer mehr auf bis hin zu dem absolut dramatischen Ende.

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eichi
20.07.12 - 08:04
ich hab zwar "nur" die normale blu-ray-version, aber es lohnt sich auf alle fälle hier auf die hd-version umzusteigen. die "alte" dvd die ich von sieben hatte, war ja wirklich eine absolute frechheit im bezug auf die bildqualität. das war schlechtes vhs-niveau.

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Filmfreak
20.07.12 - 08:02
@Fulci
So ist es. Man vergisst ihn einfach nicht mehr. Egal wie oft oder selten man diese Produktion gesehen hat! Bin mir mittlerweile auch drauf und dran am überlegen, ob ich mir zu diesem Film noch die Premium Collection auf der BD bestellen werde...

Danke schön, Jürgen.

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Fulci1978
19.07.12 - 21:07
Ich habe Sieben das erste mal im Kino gesehen und seither nur sehr sehr selten geschaut. Ein Film der wie ein Dampfhammer ins Hirn donnert. Diese Bilder und diese Leistungen aller Schauspieler kann man einfach nicht vergessen. Ein Film den ich nicht oft sehen muss um ihn nicht zu vergessen. Ein wahnsinns schocker !!!!!

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eichi
19.07.12 - 09:07
tolle kritik zu einem ebenso tollen film.
sieben war u.a. "schuld", dass meine filmleidenschaft und auch zu einem teil fe entstanden sind.

nicht umsonst sucht beinahe jeder thriller auf dem cover den vergleich mit sieben!

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