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Respektlos, aber nicht ohne Gefühl wird das Zusammentreffen zweier Welten erzählt
Kritik von ( 238 ) am 15. 01. 2013 4 Kommentare
Der deutsche Filmtitel Ziemlich beste Freunde hat es nun sogar zum geflügelten Wort geschafft. Was ist heute nicht alles „ziemlich“, was vor diesem Film noch meistens anders formuliert wurde. Überspitzt ausgedrückt: Der Filmtitel ist fast schon eine Ikone.

Allein das spricht schon für die Qualitäten des Films, gar nicht erst zu reden von den 19,2 Mio. Kinobesuchern in Frankreich (dortselbst nur übertroffen von Titanic und Willkommen bei den Sch’tis). Die genannten Punkte zeigen nun erst einmal eines: Ziemlich beste Freunde ist ziemlich massenkompatibel.–

Entwickeln sich europäische Filme (meist überraschend) zu echten „Blockbustern“, ist dies meistens kaum den bombastischen Spezialeffekten geschuldet, sondern einer charmanten und gut erzählten Geschichte. Gerade Letzteres vermisst der Rezesent bei massenkompatiblen amerikanischen Produktionen oft.–

Und tatsächlich hat Ziemlich beste Freunde sehr vieles richtig gemacht. Nicht mit unpassender Scham und verhaltener Sprachlosigkeit nähert sich der Film den „Intouchables“ (so der Filmtitel im Original), sondern direkt, aber nicht ohne Respekt. „Das ist genau das was ich will: kein Mitleid“ erklärt der vom Hals abwärts gelähmte Philippe (toll: François Cluzet) einem über seinen neuerlichen Lebenswandel „besorgten“ Familienmitglied. Genau dies, kein Mitleid, legt sein neuer Pfleger Driss (sympathisch: Omar Sy) an den Tag; dieser Zugang ist es, der Philippe aus der bloßen Opferrolle und in ein möglichst menschenwürdiges Leben heraustreten lässt. Freilich, Geld hätte er hierfür genug – aber es gibt eben menschliche Qualitäten, die sich nicht kaufen lassen. Erwartet hat diese nur keiner bei einem vorbestraften Langzeitarbeitslosen, der eigentlich nur seine drei Stempel für das Arbeitsamt abholen wollte. Wenn man im Hinterkopf hat, dass diese Geschichte mehr als einen wahren Kern hat, strahlt der Film an dieser Stelle einige Herzenswärme aus.
86%
Fazit:
Ziemlich beste Freunde ist mehr als ein ziemlich guter, durchschnittlicher Film. Respektlos, aber nicht ohne Gefühl erzählt er das (anfangs bloß pragmatische) Zusammentreffen zweier Welten, die bald durch reine Menschlichkeit zu verwischen beginnen. Und der Humor kommt dabei auch nicht zu kurz!

Ziemlich beste Freunde


2011

Biographie, Komödie, Drama

Zur Filmseite

Im Handel seit 07. 09. 2012


90%

Bildqualität


Bildformat: 16:9 - 1.85:1

Das Bild ist auf der Höhe, vor allem die Detailschärfe weiß zu gefallen. In den schlechter belichteten Szenen kommen auch die Schwarzwerte gut zur Geltung, farblich ist der Streifen ebenfalls schwer in Ordnung. Eine Bevorzugung gegenüber der DVD wird vor allem aufgrund des erstgenannten Punktes empfohlen.
80%

Tonqualität


● Französisch (Originalton) DTS-HD 5.1
● Deutsch (DTS-HD 5.1)
● Deutsch (DTS-HD 2.0)
Wie bei allen Filmen dieses Genres darf man sich kein Klangfeuerwerk erwarten. Von besonderem Interesse ist aber die Synchronfassung, die wohl bei den allermeisten deutschsprachigen Sehern bevorzugt werden wird. Dieselbe ist in Ordnung ist der Originalfassung aber doch deutlich unterlegen. Die Verständlichkeit des Gesprochenen ist jedoch durchwegs gegeben.
10%

Bonusmaterial


Das Bonusmaterial der vorliegenden Version (es gibt bekanntlich auch eine Special Edition), beschränkt sich auf die Trailer zum Film sowie eine Trailershow. Im Grunde erwirbt man mit der Blu-ray also nur den Film.

Kommentare (4)


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eichi
18.01.13 - 13:57
REPLY
kurenschaub
sollte ihn dringlich auch anschauen.

ich auch, luky - ich auch!
eichi
10.03.16 - 08:09
Mittlerweile bereits gesichtet. Kann der Kritik voll und ganz zustimmen!
kurenschaub
18.01.13 - 13:35
REPLY
sollte ihn dringlich auch anschauen.
Filmfreak
17.01.13 - 08:32
REPLY
Vorzügliche Kritik und auch mit dieser Bewertung kann ich gut leben.

Freue mich schon auf die schauspielerische Leistung auch im Hinblick auf mein früheres Berufsleben.

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