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Kritik von ( 136 ) am 09. 04. 2016 0 Kommentare
Animationsfilme sind nun wirklich nicht nur für Kinder gedacht, auch als Erwachsener kann man sich an Ihnen erfreuen. Meistens vermitteln gerade Kinderfilme tiefere Botschaften, nur ob das für die Kleinen auch immer verständlich ist, bleibt fraglich. Aber erst mal zum Anfang.

Die Pixies sind Elfen und leben ungesehen neben den Menschen und in deren Umwelt. Eines Tages wird das zu Hause der Pixies zerstört. Der junge Mann Joe wirft seinen Hausmüll unachtsam in die Natur, denn er hat die Müllabfuhr verpasst. Dieses Vergehen verletzt die Pixies und somit schwören Sie Rache. Sie machen Joe das Leben zur Hölle. Durch viele kleine Streiche ärgern Sie den rücksichtslosen Menschen und belegen Ihn mit dem Pixies Fluch. Joe weiß zu beginn nicht wie ihm geschieht, anfangs denkt er das eine Pechsträhne sein Wegbegleiter oder er einfach nur tollpatschig ist. Jedoch kommt er den Pixies auf die Schliche und es artet in einem kleinen Krieg aus: Elfen gegen Mensch. Beide gehen eindeutig zu weit und bemerken auch schon bald, dass jeder von Ihnen Grenzen überschreitet.

Das Thema Umweltverschmutzung, vegane Ernährung, Beziehungen und Freundschaft werden in diesem „Kinderfilm“ aufgegriffen und dargestellt. Ich möchte an dieser Stelle bezweifeln, das Kinder dies tatsächlich so wahrnehmen, viel eher lachen Sie wohl über die kleinen putzigen Elfen die Streiche spielen. Wenn man den Film als Erwachsener betrachtet, fällt einem wohl eher die Botschaft auf. Zum Beispiel geht es eben nicht nur um den Müll, den Joe in der Natur entsorgt. Man sieht zwischendurch ein Bild, auf dem ein kleiner indischer Junge abgebildet ist, der auf einem Haufen von Elektromüll sitzt. Das beweist schon eine kleine Kritik an unserer Wegwerfgesellschaft. Auch der Punkt vegane Ernährung geht wohl an kleinen Kindern eher vorüber und sie lachen darüber, wenn sich Joes Freundin Michelle einen Tofu Burger im Restaurant bestellt. Aber da auch hier sehr speziell auf das Thema gesunde Ernährung und Verzicht auf tierische Produkte eingegangen wird, haben sich die Produzenten wohl etwas mehr dabei gedacht, als diese Thematik nur mal kurz zu erwähnen. Ganz davon abgesehen, dass in dem Film auch sehr viele spezifische Fremdwörter in Punkto vegane Ernährung erwähnt werden, werden wohl auch hier kleine Kinder nicht viel von der Botschaft verstehen. Aber eine Message wird auch für Kinder sehr klar dargestellt: Vorurteile und Toleranz.

Man sollte eben nicht anhand von Vorurteilen sein Verhalten gegenüber anden lenken lassen. Außerdem bedeutet Toleranz auch nicht nur das zu fordern, was man selbst gut findet, sondern auch das zu akzeptieren, was man nicht mag. Die Geschichte schaukelt sich Anfangs nach dem Motto: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ auf. Bis schließlich die kleinen Elfen sowie auch Joe zur Besinnung kommen und feststellen, dass das keine Lösung ist. Letztendlich bringt es weder die Elfen weiter Joe zu ärgern, noch Joe sich an den Elfen zu rächen. Was man von anderen fordert, muss man selbst auch erbringen.
60%
Fazit:
Ein netter Animationsfilm für Kinder und Erwachsene. Die Story ist nicht sonderlich spektakulär und auch die Animation ist nicht das Non-plus-ultra. Doch ein gewisser Unterhaltungs- und Lerneffekt ist hier für Groß und Klein geboten. Die Kinder lassen sich von den Elfen begeistern und die Erwachsenen haben auch etwas zum Lachen und werden mit aktuellen Themen konfrontiert. Kann man sehen, muss man aber nicht zwangsläufig. Vielleicht hat man in diesem Film einfach zu viel versucht? Schließlich ist es nicht einfach alle Themen unter einen Hut zu bekommen und für einen Kinderanimationsfilm auch nicht unbedingt notwendig.

Pixies


2015

Zeichentrick, Komödie

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Im Handel seit 10. 03. 2016


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