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Kritik von ( 14 ) am 17. 05. 2016 1 Kommentar
Der 8. Film von Quentin Tarantino. Was wäre da naheliegender als die Zahl im Titel unterzubringen.

Der Film spielt einige Jahre nach dem Sezessionskrieg. Im winterlichen Wyoming treffen, schutzsuchend vor einem nahenden Schneesturm, durch mehr oder weniger Zufall mehrere Menschen in Minnies Kurzwarenladen aufeinander:

Der Kopfgeldjäger
Der Henker
Die Gefangene
Der Sheriff
Der Mexikaner
Der kleine Mann
Der Cowboy
Der General

Diese acht bilden eine explosive Mischung, da auch niemand dem anderen traut. Im Laufe des Films erfährt man immer mehr von den jeweiligen Personen und was sie in den Laden getrieben hat. Aber auch, dass die Gefangene anscheinend einen Komplizen unter den anderen Anwesenden hat, der versucht, sie zu befreien. Doch das wird er nicht schaffen, ohne andere in dem Laden auszuschalten.

Wie man es von Quentin Tarantino gewohnt ist, erwarten den Zuschauer weite Landschaftsaufnahmen, lange Szeneneinstellungen und viele Dialoge bei denen kein Charakter zu kurz kommt. Natürlich findet man auch Blut, Gewalt, Schwarzen Humor und herumfliegende Kugeln. Das sollte bei einem Western aber auch nicht fehlen.

161 Minuten Laufzeit für einen Film, der nur zwei Settings hat schreckt viele ab. Man kann im Vorfeld auch nicht wirklich glauben, dass so ein Film durchgehend interessant sein kann.
Nur Quentin Tarantino schafft es, so einen dialoglastigen Film nicht zäh oder langweilig zu gestalten. Im Gegenteil, man kommt gar nicht auf die Idee, abzuschalten. Man möchte immer wissen, wie es weiter geht. Nicht nur, dass die Charaktere sehr gut ausgearbeitet werden, auch der derbe schwarze Humor sorgt dafür, dass es nicht langweilig wird.

Mit diesem Film hat Quentin Tarantino mal wieder bewiesen, was er als Regisseur leistet und dass er einen sehr großen Schatten wirft.
89%
Fazit:
So eine Schauspielerriege bekommen nur wenige Regisseure in einem Film zusammen. Und dass sich alle noch verstehen und auch Spaß am Set haben. Chapeau Mr. Tarantino. Sie haben es mal wieder geschafft. Die Charakterausarbeitung und die Dialoge sind gewohnt so gut wie perfekt. Es gibt kaum etwas, was man dem Film ankreiden kann. Wenn man sich auf die Art von Quentin Tarantino einlässt.

Wer die Möglichkeit hat, den Film, wie von Quentin Tarantino vorgesehen, auf 70mm zu sehen, sollte das wahrnehmen.

The Hateful Eight


2015

Krimi, Drama, Mystery, Thriller, Western

Zur Filmseite

Im Handel seit 30. 05. 2016


90%

Bildqualität


Bildformat: 2.76 : 1

Das Bild zeigt keine Schwächen. Die Landschaftsaufnahmen sind, gerade auf großen Bildschirmen/Leinwänden, atemberaubend. In dunkleren Bereichen sind keine Artefakte zu erkennen. Auch die Nah- und Detailaufnahmen überzeugen.
85%

Tonqualität


  • Englisch DD 5.1 (Originalton)
  • Deutsch DD 5.1
Der Film stellt keine großen Herausforderungen an die Anlage. Der Subwoofer wird nur sehr selten aber an den richtigen Stellen in Anspruch genommen. Die Dialoge sind immer klar zu verstehen.
70%

Bonusmaterial


  • Beyond the 8: Ein Blick hinter die Kulissen
  • Der Zauber von 70mm
  • Deutscher Kinotrailer 1
  • Deutscher Kinotrailer 2
Der DVD geschuldet ist hier nur wenig Bonusmaterial zu finden. Mit einer Gesamtlaufzeit von 13 Minuten. Beim Blick hinter die Kulissen loben sich die Darsteller und Macher gewohnt gegenseitig. Wirklich Neues ist hier nicht zu sehen.
Samuel L. Jackson führt durch die recht kurz ausgefallene Erklärung, warum bei diesem Film auf Panavision gesetzt wurde und was für Vorteile das hat. Interessant, aber hier hätte man sich mehr gewünscht.

Kommentare (1)


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Chev
17.06.16 - 23:16
Interessante Kritik. Ich würde den Film auch gern noch sehen.

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