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Ich hatte vergessen, dass du noch ein kleiner Junge bist, mit einem großen Herzen.
Kritik von ( 93 ) am 05. 11. 2016 0 Kommentare
Wenn man den Titel liest, erschliesst sich wirklich jedem Zuschauer sofort um wen es hier geht. Doch um was geht es hier eigentlich? Man muss kein besonders religiöser Mensch sein, um die Geschichten und das Leben des Jesus von Nazareth zu kennen.
Es gibt auch bereits zahlreiche differenzierte Interpretationen, die es zu Musicals, Theaterstücken oder eben auf die cineastischen Leinwände gebracht haben.
Dieses Werk der Bestsellerautorin Anne Rice beschäftigt sich mit dem Leben des Messias als Kind. Wir erleben das Heranwachsen eines siebenjährigen Jungen, der ahnt... nein, eigentlich schon weiß, dass er besondere Gaben hat, die ihn unterscheiden. Nicht nur von anderen Kindern, sondern von allen Menschen. Seine Eltern Maria (Sara Lazzaro) und Josef (Vincent Walsh) wissen um seine Macht und seine Herkunft, verschweigen ihm allerdings jegliche Details. Wie schwierig muss es für ein Kind sein, solche Gaben und eine deratige Macht zu verbergen? Nichts hat sich bis zum heutigen Tage verändert. Die Menschen fürchten, was sie nicht verstehen. Der junge Messias hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Seine Güte bezieht sich auf jeden Menschen in seiner Umgebung, er heilt sogar diejenigen, die großmäulig oder ungerecht zu anderen sind. Dennoch wird er verteufelt und gefürchtet.

Zur Handlung sei hiermit auch schon genug beschrieben, denn dieses Werk ist ohne Frage sehenswert. Etwas Neugierde und Spannung sollte man sich jedoch erhalten, um das Interesse zu wahren. Regisseur Cyrus Nowrasteh gelingt es fantastische Aufnahmen in High Definition zu liefern. Eine Freude für jeden Cineasten und ein Grund für ein kostspieliges Fernsehgerät. Weitere Punkte für eine Sichtung sind die Darsteller. Sean Bean gefällt mir sehr gut. Das er allerdings nicht herausragend ist, liegt allein daran, dass seine Schauspielkollegen ebenfalls zu beeindrucken verstehen. Rory Keenan ist als gefallener Engel ruhig und dennoch beängstigend.
Jane Lapotaire als alte Frau Sara, die ihre Familie rettet und beschützt -klasse. Herodes Antipas gespielt von Jonathan Bailey ist meiner Meinung nach der einzige, etwas schwächere Charakter.

Dieses Drama passt in die Jahreszeit.

Bild und Ton sind technisch ausgereift mit einer Bildqualität in 1080p
High Definition 2, 40:1 (16:9) und ein ausgereifter Ton in DTS-HD Master Audio 5.1 , Dolby Digital 2.0 sorgen für ein Filmerlebnis, das nahezu keine Wünsche übrig lässt.

Warum ich dem Film eine Bewertung von 75% gebe?
Die Landschaftsaufnahmen sind grandios, die Dialoge eloquent und dem religiösen Hintergrund angepasst. Der Ton ist klar und gewaltig.
Die Story ist interessant, allerdings für mich persönlich nicht wirklich fesselnd. Mit den Gedanken war ich bei der Sichtung dann doch oftmals ganz woanders. Natürlich wird der Centurio Jesus nicht töten, wir kennen ja den Ausgang der Geschichte.
Dieser viel zu kurze Einblick in das Leben des kleinen Jesus ist nicht weitreichend genug ausgereizt. Es birgt noch so unglaublich viel mehr Potenzial, es erscheint mir fast so, als hätte man sich hier ehrfürchtig zurückgehalten um nicht frevelhaft zu spekulieren.

Die Fantasie einzusperren ist der schlimmste Fehler den man begehen kann!
75%
Fazit:
Einige potenzielle Zuschauer mag der religiöse Hintergrund des Filmes vielleicht abschrecken. Ich nehme mich da gerne selbst als beispiel, da ich - wie soll ich sagen - auch eher ein Mann der Wissenschaft bin und meinen Glauben an Gott eher für mich persönlich definiert habe. Allen Cineasten sei aber gesagt, dass hier viel mehr auf euch wartet. Klare, scharfe und künstlerische Bilder. Sagenhafte Landschaftsbilder aus Italien und tolle Schauspieler. Wenn schon zu Weihnachten sich an Gott erinnern und den religiösen Glauben auf cineastische Art und Weise pflegen, dann kann man dieses auch mit Anspruch tun und diesem Anspruch sollte "Der junge Messias" gerecht werden. Eine interessante und sehenswerte Geschichte um die Kindheit des Jesus von Nazareth.

Der junge Messias


2016

Drama

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Im Handel seit 03. 11. 2016


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