'96 Hours (Taken)' - ein Standard-Thriller wie viele andere? NEIN, bei weitem nicht. Pierre Morel, der Regisseur dieses Films, hat eine interessante Story in einen schnörkellosen und gut inszenierten Rache-Thriller gepackt.
Während der knapp 95 Spielminuten kommt keine Zeit für Langeweile auf. Werden die ersten Minuten für die Einleitung geopfert, in der Bryan Mills (Liam Neeson) als Vater einer Tochter vorgestellt wird, für die er einfach alles opfern würde, so geht es bald Schlag auf Schlag und die Action übernimmt das Kommando.
Seine Tochter wird während einer Paris-Reise von Mädchenhändlern entführt, und Bryan muss die Entführung live am Telefon miterleben. Der Ex-CIA-Topagent zögert keine Minute und startet einen Rachefeldzug, auf dem es nur ein Ziel für ihn gibt - seine Tochter wieder zu bekommen, egal mit welchen Mitteln.
Der Film hat, im Nachhinein betrachtet, natürlich auch kleinere Logikfehler und ist zum Teil auch leicht übertrieben, aber das stört den Filmgenuss in keinster Weise.
Im Gegensatz zu vielen anderen Action-Thrillern spielt Liam Neeson seine Rolle, als nach Rache sinnender Vater, sehr überzeugend und glaubhaft. Völlig ohne Moral geht er sprichwörtlich über Leichen, egal ob Freund oder Feind, um seine Tochter zu befreien.
Mein Fazit: '96 Hours' ist ein geradliniger und kompromissloser Actionfilm, mit einem überragenden Hauptdarsteller und einer Story, die durchaus auch einen Wahrheitsgehalt haben könnte. Damit meine ich jetzt nicht den Rachefeldzug des besorgten Vaters, sondern die Geschichte mit den Mädchenhändlern, die doch sehr zum Nachdenken anregt.
8/10 actiongeladene Punkte
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96 Hours
(Taken) - Frankreich 2008
Regie: Pierre Morel
Cast: Liam Neeson, Maggie Grace, Famke Janssen, Xander Berkeley, Katie Cassidy, ...
Genre: Action-Thriller
Laufzeit: ca. 93 Minuten / FSK 16
Kinostart: 19. Februar 2009