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L.A. Crash
76.4/100

18 Bewertungen

L.A. Crash

FILM • 2004 • 1 Std. 48 Min.


Regie: Paul Haggis

Darsteller/-innen: Don Cheadle, Matt Dillon, Jennifer Esposito, Sandra Bullock, Brendan Fraser, Terrence Howard, Ludacris, Thandie Newton, Ryan Phillippe, Larenz Tate, Tony Danza, Kathleen York

Genre: Drama



36 Stunden in L.A. - 36 Stunden im Leben einer Handvoll Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und doch führt das Schicksal sie zusammen, lässt ihre Wege kreuzen und wieder auseinander gehen, ihre Leben für kurze Zeit in den gleichen Bahnen laufen. Sie sind Bewohner einer Megacity im ganz normalen Ausnahmezustand, hin und her gerissen zwischen Angst, Wut und Verzweiflung und der alles überwindenden Kraft der Hoffnung und des Glücks.


Filmkommentare (2)


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kurenschaub

kurenschaub


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13.08.12 - 10:07
Ein wirklich gelungener und kluger Film, zweigt sich langsam in verschiedene Handlungsströme und Episoden ab, um immer wieder mal aufeinander zuzugegehn und verschiedene Storys miteinander zu skizzieren. dazu kommt ein Ensemble welches mit wirklich 1 A darstellerischen Leistungen aufwartet und obwohl der antirassistische Film nicht mit jedem Geschichtlein zu 100% punkten kann und kleine Unrundungen vorweist, ist er in seiner Gesamtessenz wirklich hervorragend und je länger er dauert, desto gediegener wird er.
Matt Dillon hat einen sehr feinen Part ( war oscarnominiert, und er hätt ihn sich wohl auch verdient) in diesem Streifen und die Szene, wo er als Cop der früher von ihm diskriminierten Frau aus dem kurz vor der Explosion stehenden überschlagenen Unfallwagen hilft, ist atemberaubend.
Es sind vor allem die vielen kleinen Finessen, welche dem filmischen independant Bravourstück den Stempel aufdrücken und die 3 Oscars sind somit keinesfalls verschenkt worden. Dazu kommt ein ganz toller, den einzelnen Szenen gut angepasster Soundtrack, mit breitgefächerten Keyboards & Synthis/Electronic Score und einer alles überragenden fremdländischen Frauenstimme, welche einem in ihrer Eindringlichkeit die Gänsehaut aufsteigen läßt.

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Jason

Jason


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03.06.09 - 15:30
Die Inhaltsbeschreibung von L.A. Crash ist - nachdem man den Film gesehen hat - wohl nicht ganz zutreffend. Denn die Menschen, die in dem Episodenfilm dargestellt werden, treffen zwar aufeinander, haben aber miteinander prinzipiell nicht viel gemein. Es sind nur Bewohner einer Millionenmetropole, die in ihren individuellen Lebenssituationen nach und nach zur Verzweiflung getrieben werden.

Dabei verschwendet der Streifen kein Potenzial und legt viel Wert auf Emotionalitäten, ohne zu "schnulizig" zu werden. Er ist gesellschaftskritisch, geht auf das Waffen- und Gewaltproblem ein, thematisiert Rassismus und schafft es, all das unter einen Hut zu bringen, ohne zu dramatisieren oder einen klaren Schuldigen zu nennen. Allerdings zeigt er auch: Menschen können sich ändern, wenn sie zufällig dazu gezwungen werden, wenn ihnen keine bessere Wahl bleibt, wenn sie glauben, sich und ihren Angehörigen diese Änderungen schuldig zu sein.

Die schauspielerische Leistung aller Schauspieler ist herrovragend und lässt den Film atmen. Wäre dem nicht so, könnte man den Geschichten weder folgen noch mitfühlen, geschweige denn sie nachvollziehen. L.A. Crash sollte man nicht verpassen!

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