HIDE
Meek
15.0/100

1 Bewertung

Meek's Cutoff

FILM • 2010 • 1 Std. 42 Min.


Regie: Kelly Reichardt

Darsteller/-innen: Bruce Greenwood, Shirley Henderson, Will Patton, Paul Dano, Michelle Williams, Zoe Kazan, Tommy Nelson, Neal Huff

Genre: Western



1845, in den frühen Tagen des Oregon-Trails, heuert ein kleiner Treck mit drei Familien den Trapper Stephen Meek (Bruce Greenwood) an, um sie über die Cascade Mountains zu führen. Meek gibt vor, eine Abkürzung zu kennen, und führt die Gruppe auf einen unmarkierten Weg über die Hochebene, wo sie sich in der Felsenwüste verlaufen. Die Wasservorräte gehen langsam zur Neige, und die Siedler beginnen, Meek zu misstrauen. Ein Indianer (Rod Rondeaux) kreuzt ihren Weg, und die Gruppe muss sich entscheiden, ob sie sich diesem, von ihnen als natürlicher Feind angesehenen Eingeborenen anschließen soll, oder weiterhin dem Mann vertrauen, der sich bisher als zutiefst unzuverlässig erwiesen hat.


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8martin

8martin


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09.12.14 - 10:22
Die ‘Meisterin der Handlungsarmut‘ Kelly Reichardt hat sich hier noch zwei Titel dazuverdient: das Fehlen von Licht und die fast tragende Rolle der Sprachlosigkeit. Man sieht fast nichts in diesen schwarzen Nächten. Die Figuren bewegen sich ohne Gesichter im Halbdunkel der Landschaft. Es ist schon eigenartig, wie sehr man doch vom Gesicht eines Menschen abhängig ist. Figuren werden hier zu stummen Schatten. Ab und zu trifft man auf ein bekanntes Gesicht, das von Michelle Williams. Fast neunzig lange Minuten zieht der Treck von drei Planwagen durch die Prärie. Da ist das Nachladen eines Vorderladers schon ein Ereignis. Und das Ausfindigmachen eines Indianers ist das Actionhighlight des ganzen Films, wenn man mal vom kleinen Showdown am Ende absieht, das allerdings wie das Hornberger Schießen ausgeht: alles wie gehabt. Der Indianer geht in die Savanne, die Siedler schauen ihm nach.
Spätestens seit der ‘Karawane der Frauen‘ in den 50er Jahren weiß man, dass bei der Besiedelung des Wilden Westens auch Frauen eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben. Das wird hier fast wortlos und ohne Musik nochmals betont.
Eintönigkeit kann ermüden und zu Tiefschlaf führen. Hier muss man ganz schön kauen, um dran zu bleiben. Auch die Landschaft gibt nichts her. Sie ist der fehlenden Handlung angepasst und wirkt als Sedativum. Ich vermag den Sog nicht zu verspüren, in den man hier geraten könnte. Die Bedrohung der Existenz wird durch Weitermarschieren wettgemacht. Es geht den Akteuren wie den Zuschauern: sie finden nichts. Der Abspann ist eine wahre Erlösung. Unglaublich!

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