1 Kritik   2 Kommentare

Drive

DEINE MEINUNG?


2011

Genre: Krimi, Drama, Thriller

Spieldauer: ~ 100 Minuten

Regie: Nicolas Winding Refn

Cast: Ryan Gosling, Bryan Cranston, Ron Perlman, Carey Mulligan, Oscar Isaac, Christina Hendricks, Albert Brooks, Sarah Adela Tirado, Tina Huang

Kurzbeschreibung: Tagsüber arbeitet Driver (RYAN GOSLING) als Stuntman für Hollywood. Reine Routine. Erst nachts erwacht der wortkarge Einzelgänger zu Leben, als Fahrer von Fluchtfahrzeugen bewaffneter Einbrüche. Keiner kann ihn schnappen, keiner kann ihm das Wasser reichen. Dann lernt der coole Driver seine neue Nachbarin Irene (CAREY MULLIGAN) kennen – und verliebt sich in die alleinerziehende Mutter. Als Irenes Ehemann Standard (OSCAR ISAAC) aus dem Knast entlassen wird, lässt sich Driver zu einem vermeintlich todsicheren Ding überreden: Mit dem erbeuteten Geld will Standard seine Schulden abbezahlen und Irenes eine gesicherte Zukunft bieten. Doch alles geht schief. Die Jagd auf Driver und Irene ist eröffnet – wenn es ihm nicht sofort gelingt, den Spieß umzudrehen...


Filmkommentare (2)


Beitrag schreiben


8martin
05.01.15 - 08:49
Der Film fällt in mehrfacher Hinsicht aus dem Rahmen und verliert aber keineswegs an Spannung, wie sie sonst im Genre üblich ist. Die unangekündigten Gewaltausbrüche verbrauchen viel rote Farbe und sind auch in der Art und Weise ihrer Ausführung anders als die üblichen Erschießungen. Der Rachefeldzug des wortkargen Drivers (großartig Ryan Gosling) verläuft parallel zu den Aktivitäten der Mafia. Sein Motiv ist einerseits eine unerfüllte Liebe zur Nachbarin Irene (Kindfrau Carey Mulligan), möglicherweise die Suche nach familiärer Geborgenheit (er geht mit Irenes kleinem Sohn sehr einfühlsam und liebevoll um) und andererseits eine unbekannte Seite seiner Persönlichkeit, die sich in urplötzlicher, blutiger Gewalttätigkeit bahn bricht. Kurz eingeblendet kann man sehen, dass auch Irene davon erschreckt ist. Diese beiden Aspekte laufen in einer Szene im Fahrstuhl zusammen: ein Kuss und ein Totschlag. Und dann natürlich das Ende. Das darf nicht happy enden! Die Hauptfigur ist im wahrsten Sinne des Wortes ‘angestochen‘, doch der Driver tut das, was er immer macht, er fährt in die Nacht. Irene erfährt davon nichts. Ein echt cooler Held eben. Interessant die Wiederholung des Motivs der glatzköpfigen Stuntmaske. Hier kann auch nochmal Ron Perlman etwas Furcht verbreiten. Die Handlung dieser gefährlichen Anti-Romanze wird von langen wortlosen Passagen begleitet, die von einer Art Sphärenmusik unterstützt wird. Nicht nur wegen der ausgiebigen Autofahrten und Verfolgungsjagden, die den Titel unterstreichen, hat der Film einen gewissen Drive, man kann ihn aber auch als Befehl für Ryan Gosling sehen: ‘Fahr‘ los!‘ d.h. ‘Mach dich vom Acker!‘ Gelungen anders.

Antwort abgeben

Seth0487
26.01.12 - 09:27

"Sie nennen mir Zeitpunkt und Ort. Ich gebe Ihnen ein Zeitfenster von 5 Minuten. Wenn innerhalb dieser 5 Minuten was schief geht, gehör' ich Ihnen. Ohne wenn und aber. Ich werd' mich nicht an dem Überfall beteiligen oder eine Waffe tragen. Ich fahre."


Inhalt:

Tagsüber arbeitet der Driver unauffällig als Stuntfahrer in Hollywood, abends holt er sich seinen Kick, indem er Aufträge für die Mafia erledigt und sein Können als Fahrer von Fluchtautos unter Beweis stellt. Als einer der Raubzüge schiefgeht, gerät er unter Verdacht seiner Auftraggeber, die ein Kopfgeld auf ihn aussetzen. Fortan muss er beweisen, wie viel ihm an seinem Überleben gelegen ist.

Kritik:

WOW!
Dieser Film haut einen um und lässt einen nicht mehr los.

Obwohl man in den ersten 10 Minuten fast gänzlich auf Dialog verzichten muss, bekommt man einen riesigen Auftakt geboten, indem man sich eine der besten und, obgleich sehr ruhig, spannendsten Verfolgungsjaden ansehen darf.
So könnte man jetzt auf die Idee kommen, dass es bis zum Schluss so weiter geht, aber das ist nur teilweise richtig.
Zwar geht es in jeder Szene recht ruhig zu, aber es liegt eine nicht erklärbare Spannung darüber, die Mal stärker, mal schwächer, spürbar ist.
Dann gibt es da noch die Gewaltspitzen die sich in der zweiten Hälfte des Films offenbaren. Diese wirken wie Explosionen und man ist ihnen schutzlos ausgeliefert, so, dass man im ersten Moment noch gar nicht richtig fassen kann, was man sieht.

"Weißt du was? Halt einfach die Fresse oder ich stopfe dir die Zähne in den Hals, damit du endlich still bist."

Ryan Gosling bestimmt jede Szene. Seine nuancierte Mimik sorgt dafür, dass man trotz des wenigen Textes den er aufzusagen hat, weiß was in ihm vorgeht und was er denkt. So vermisst man auch keinen Text. Im Gegegteil. Denn zum einen funktioniert es fabelhaft ohne diesen und zum anderen spielt Gosling derart gut, das jedes weitere Wort wie Balast wirken würde.
Damit und mit seiner unfassbaren Coolness spielt er alle anderen Darsteller gnadenlos an die Wand.

Alles, was dann Inszenierung in 80er-Retro-Look und Darsteller noch nicht erledigt haben, macht die Musik, denn abgesehen von dem großartigen, teils minimalistischen Score wird der Film durch den perfekt zusammengestellten 80's-Synthiepop-Soundtrack abgestimmt.

Fazit:

Ein perfekter Film, mit perfekter Hand inszeniert, einem perfekten Darsteller besetzt und mit perfekter Musik unterlegt.

Wer für diesen Film nicht in ein Kino in der Nähe geht ist selber schuld, denn "Drive" ist ein Film für das Kino. Da muss man ihn gesehen haben. Denn nur auf einer Leinwand kann der Film seine volle Kraft entfalten und einen mit seiner Bilderflut überrollen.

Bitte mehr davon. Für solche Filme will man doch ins Kino!

"Ich bin Fahrer. Beim Film."

Antwort abgeben


Detailsuche:
Aktuelle News:
Foren:

Spamthread

vor 2 Stunden von Serendipity 567


Game of Thrones - Staffel 8

mit Peter Dinklage, ...

vor 14 Stunden von daenerys 6


The Sisters Brothers, 2018

mit Jake Gyllenhaal, ...

vor 19 Stunden von eichi 4


Crawl, 2019

mit Kaya Scodelario, ...

vor 19 Stunden von eichi 1


21 Bridges, 2019

mit Taylor Kitsch, ...

vor 19 Stunden von eichi 2

Dauerhaft
Amazon Prime Unbegrenzter Seriengenuss