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Verblendung
75.6/100

36 Bewertungen

Verblendung

FILM • 2011 • 2 Std. 38 Min.


Regie: David Fincher

Darsteller/-innen: Julian Sands, Christopher Plummer, Embeth Davidtz, Goran Visnjic, Stellan Skarsgård, Robin Wright, Daniel Craig, Joely Richardson, Steven Berkoff, Joel Kinnaman, Rooney Mara

Genre: Drama, Thriller



VERBLENDUNG ist die erste von drei Verfilmungen von Stieg Larssons Mega-Bestseller "Die Millennium Trilogie". Unter der Regie von David Fincher spielen Daniel Craig und Rooney Mara die Hauptrollen. Der Film basiert auf dem ersten Roman der Trilogie, von der insgesamt 50 Millionen Exemplare in 46 Ländern verkauft worden sind und die sich zu einem weltweiten Phänomen entwickelt hat.



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Filmkommentare (1)


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kurenschaub

kurenschaub


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13.01.12 - 12:56
Nachdem ich begeistert die Millennium Triolgie im TV gesehen habe, kam es nun soweit!
Ich war gestern im Kino und habe mir vor fast ausverkauften Haus mit meinen zwei erwachsenen Söhnen die Premiere von "Verblendung"angesehen. Bei mir tat sich wahrscheinlich wie bei vielen anderen die Frage auf, kann man einen so guten Film wie das schwedisches Original es nun mal ist noch toppen, wenn ein Mann wie David Fincher die Regie führt.?
Zur Erinnerung: Enthüllungsjournalist Mikael Blomqvist (Daniel Craig) bekommt den Auftrag, sich des Falls Harriet, die vor 40 jahren verschwundene, wahrscheinlich ermordete Nichte eines Großindustriellen (Plummer) anzunehmen. Der Täter dürfte im Verwandtschaftsbereich dieses Familienclans zu finden sein, Unterstützung findet der Journalist der Zeitschrift Millennium von der Computerhackerin Lisbeth Salander, einer schrägen Lady mit Piercings, Tattoo und Punkoutfit, welche ein Mündel ist und von ihrem widerlichen Vormund missbraucht wird....
Der Original Schweden Film machte immens Furore und große Kohle, erregte auch international viel Aufsehen.
Wesentlichen Anteil an diesem Riesenerfolg hatte die gute Story und die Hauptdarstellerin von Lisbeth Salander Naomi Rapace. Ihre Schauspielkunst übermittelt die Darstellung der Lisbeth Sanders mit ungeheuren Ausdruck, und der sei es schließlich zu verdanken, das dieser Streifens so ungeheurer stark rüberkam. -
Nun hat sich Hollywood tatsächlich der Geschichte angenommen, die zwei wichtigsten Figuren Salander und Blomqvist neu besetzt und Top Regie Ass David Fincher mit an Bord geholt.
Eines gleich vorweg, er hat sich das Original sehr gut angeschaut, so manchen Teil des Movies 1 : 1 übernommen, nur das Ende wurde ein klein wenig mehr in eine andere Richtung verändert.
Bei Fincher, der für diesen Film ein Budget von 90 Millionen Dollar zur Verfügung hatte, (im Gegensatz zum Schweden Thriller mit 13 Millionen Dollar für alle drei Teile zusammen) geriet alles sogar noch düsterer, grauer und hoffnungsloser. Helle oder bunte Farben gibt es nicht, nur depressionsfördernde, karge Winterlandschaft mit Schnee, Wind und jeder erdenklichen Ungemütlichkeit.
Die wurde also die Grundessenz zu Stieg Larsons Bestseller Thriller und es war auch bestens gewählt.
Vergleicht man Finchers " The Girl with the Dragon Tattoo" Remake mit dem Erstling ist anzumerken, das manches besser und manches schlechter gelungen ist als bei diesem.
Aber um eines gleich vorwegzunehmen, es handelt sich um einen absolut erstklassigen Thriller.
In Verblendung 1 gehören die sexuellen Übergriffe des Sachverwalters auf Lisbeth, welche in eine Vergewaltigung münden und Lisbeth`s Rache zu den großen Höhepunkten der
Handlung. Und die ist im Original besser gelungen, gut gefilmt, gut getimt und vor allem durch den alten, schleimigen Vormund erstklassig besetzt. Wie der dann nackt, gekrümmt und gefesselt hilflos am Boden seiner Wohnung liegt und von der kessen Lisbeth einen Riesendildo in das werte Hinterteil gerammt bekommt, ist schon schwer fesselndes Kino pur und auch seine anschließende unfreiwillige Tätowierung läßt an Heftigkeit kaum zu wünschen übrig - hier also die Nase eindeutig vorne für die Skandinavier.
Der nunmehr neue Kino Vormund hat keinerlei bösartige Ausstrahlung, die abscheuliche Abgründe offen legt und auch die ganze Sex Szene mit Lisbeth ist eher harmloser, statt wirklich schockierender Natur. ( na ja - zerkratzt war sie schon ziemlich am Rücken)-
Anders sieht es aus, als Bloomqvist (Craig)in einem
weiteren Filmhighlight im Folterkeller des Serienmörders kurz vor der Strangulation steht,sein Kopf in einem Plastiksack
steckt und er bereits mit einem Schlachtermesser gekitzelt wird. Hier hat Fincher die Brutaloschraube extrem angezogen und der Erstling kann, obwohl auch gut gemacht, hier in keinster Weise mithalten.
Die beiden Hauptdarsteller sind in Finchers Verblendung genauso mitreißend wie in der Millennium Triologie.
Dies war für mich die größte Überraschung. Daniel Craig spielt zurückhaltend, aber wirklich gut
und die ganz tolle Rooney Mara kann sogar der überragenden, vor Energie sprühenden Noomi Rapace das Wasser reichen. Ihre Rolle ist ein wenig weicher, sensibler angelegt als der schroff herbe Punk Kern der Schwedin, sie enttäuscht (wie von vielen bereits im Vorhinein hinausgeschrien) auf keinen Fall, im Gegenteil - sie ist Noomi Rapace in durchaus anderer Spielweise ebenbürtig. (nur den leicht gebückten Katzengang von Noomi hat auch sie 1:1 übernommen).
Das ist sensationell! (meine Söhne waren regelrecht begeistert von der Dame!) und die könnte sogar ein Erfolgsgeheimnis für dem Film werden. Golden Globe nominiert ist sie ja bereits.
Also zusammenfassend hat David Fincher diesen unter die Haut gehenden Düsterthriller wunderbar hingekriegt und der Cast mit Craig & Rooney hält die Story best funktionierend am laufen.
Beide Filme sind mit fast drei Stunden tatsächlich ein wenig zu lang geraten, daher ist auch die Spannung nicht ununterbrochen da, es gibt auch Momente, wo es sich geringfügig "zieht" - wirklich langweilig ist "Verblendung" aber nie.
Fazit: David Fincher vermag zwar den schwedischen Erfolgsthriller nicht zu toppen, aber ein Unentschieden schafft er allemal, im direkten Vergleich ist halt mal die eine Szene da oder die andere Szene dort besser, beide Streifen haben ihre atemberaubenden Volltreffer, aber ich hatte in keiner Phase des Werkes den Eindruck, dass das Hollywood Remake eine Enttäuschung darstellt.
Ein bemerkenswerter. finsterer und überaus empfehlenswerter First Class Thriller, der im Photo Finish zeitgleich mit dem schwedischen Original über die Ziellinie sprintet und auf der einen oder anderen Atappe durchaus mal ein paar Meter vorne liegen könnte.
Cool und ansehen lohnt sich mit Sicherheit!
Für Teil Zwei "Verdammnis" gibt es bereits grünes Licht (der Film "Verblendung" hat seine Herstellungskosten in den USA ja bereits eingespielt), ob wieder mit Fincher, ist aber noch nicht gewiss.

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