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Gefährten

DEINE MEINUNG?


2011

Genre: Drama, Krieg

Spieldauer: ~ 146 Minuten

Regie: Steven Spielberg

Cast: David Thewlis, Benedict Cumberbatch, Tom Hiddleston, Toby Kebbell, Eddie Marsan, Emily Watson, Peter Mullan, David Kross, David Dencik, Jeremy Irvine, Niels Arestrup, Johnny Harris, Robert Emms

Kurzbeschreibung: Die bewegende Story über einen Jungen namens Albert (Jeremy Irvine) und sein geliebtes Pferd Joey spielt in der Zeit des ersten Weltkrieges. Joey wird von Alberts Vater an die britische Kavallerie verkauft und zum Einsatz an die Front geschickt. Vor dem Hintergrund des großen Krieges beginnt Joeys außergewöhnliche Reise. Trotz der Hindernisse, die ihm bei jedem Abschnitt seiner Reise begegnen, berührt und verändert er jedes Leben, das ihm unterwegs begegnet. Und Albert, der seinen großen Freund nicht vergessen kann, läuft schließlich von zu Hause weg, um Joey auf den Schlachtfeldern von Frankreich wiederzufinden und ihn nach Hause zu holen.


Filmkommentare (1)


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Filmosoph
10.03.12 - 08:54
Gefährten (orig. Warhorse) lässt nichts weniger als einen Pferdefilm erwarten. Dies wirkte auf viele potentielle Rezipienten von Vorhinein in einem gewissen Maße abschreckend.
Aber da wäre eben der Regisseur des Filmes zu nennen - und das ist niemand weniger als Steven Spielberg und darüber hinaus die Oscar-Nominierung als "Bester Film".
Zumindest diese zwei Gründe sprechen für eine Sichtung. Die erste halbe Stunde des Filmes spricht dann wiederum gegen die Sichtung - was Spielberg auf die Leindwand "zauberte", ist ein astrein-kitischiger Pferdefilm aus der Sicht des Pferdes und eines Jugendlichen.
Fahrt nimmt der Film erst dann auf, wenn er sich dem eigentlichen (englischen) Filmtitel nähert: Pferde und der erste Weltkrieg. Und hier schlachtete Spielberg ohne Zweifel sein ganzes Budget aus und das überaus beeindruckend. Die Materialschlacht dieser Urkatastrophe des 20. Jh.s wird beeindruckend wie selten zuvor dargestellt. Doch dann immer wieder die wohl durch die vorgegebene Story bedingten, aber dem Erzählfluss kaum zuträglichen Zäsuren im Geschehen auf der Leinwand. Plötzlich findet man sich bei einem Marmeladen-Macher in Frankreich wieder und Spielberg nimmt wieder merklich das Tempo raus. Schade.
Noch viel schader ist es, dass ein Gutteil der reinen Pferdeszenen dermaßen überkitscht sind, dass es kaum zu ertragen ist - man denke an den Schluss, der freilich nicht nur unrealistisch ist, sondern auch höchst übertrieben. Weiters muss man noch kritisch einwenden, dass es nicht nur im Weltkrieg wohl kaum möglich ist, dass scheinbar fast die ganze Umgebung einem Pferd derart wohlgesinnt ist. Das Warhorse wird zum eigentlichen Protagonisten des Krieges - wer ist bereit dies zu schlucken? Dies hätte vielleicht gelingen können, wenn Spielberg tatsächlich immer aus der Sicht des Pferdes erzählt hätte, was er aber unterlässt. Weniger Kitsch wäre deutlich mehr gewesen.

Was bleibt: Teilweise starke Kriegsbilder, aber kaum zu ertragener Pferdekitsch.

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