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Das Spiel der Macht

DEINE MEINUNG?


2006

Genre: Drama, Thriller

Spieldauer: ~ 123 Minuten

Regie: Steven Zaillian

Cast: Anthony Hopkins, Kate Winslet, Sean Penn, Jude Law, Mark Ruffalo, Patricia Clarkson, Kevin Dunn, Jackie Earle Haley, James Gandolfini, Kathy Baker, Tom McCarthy, Frederic Forrest, Talia Balsam, Paul Desmond, Travis Champagne

Kurzbeschreibung: Der charismatische Südstaatenpolitiker "Boss" Willie Stark hat es weit gebracht. Unaufhörlich steigt der populäre Demagoge die Karriereleiter immer weiter hinauf und tritt mehr und mehr ins Rampenlicht. Der einst nicht minder idealistische, nun aber verbitterte Ex-Reporter Jack Burden ist Stark dabei unfreiwillig eine große Hilfe auf seinem steilen Weg nach oben. Doch dort "oben" herrschen Korruption und Verrat, ist kein Platz für Idealismus. Das muss Willie Stark am eigenen Leib erfahren. Zunehmend verliert er seine anfängliche Unschuld und wird genauso korrupt wie all diejenigen, die er zuvor so vehement verfolgt hat. Nach seinem spektakulären Aufstieg erlebt der Politiker einen tiefen Fall. Absolute Macht korrumpiert absolut - eine Erkenntnis, die bald zur bitteren Wahrheit für Willie wird ...


Filmkommentare (1)


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Filmfreak
27.03.09 - 02:16
So nun also totales Kontrastprogramm,eben noch Nie wieder Sex mit der Ex gesehen und nun dieser politische und trockene Film - was jetzt nicht gleich heißen soll das dieser schlecht ist!
Bei diesem Film handelt es sich ja um ein deutsch-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahre 2006.
Der Zuschauer wird bei diesem Film mit der Gegenwart des Willie Stark (wunderbar von Sean Penn verkörpert) konfrontiert,diese dauert ungefähr ganze 5 Minuten und dann geht es in die Vergangenheit des Willie Stark,so wird dem Zuschauer dann der Aufstieg dieses Mannes erzählt und geschildert wie er von seinem Lehrerposten es bis hoch in die Politik geschafft hatte und warum?
Weil er eben das herrschende korrupte politische System kritisierte und anzweifelte und dies zu Recht meiner Meinung nach.Nach so ca.30 Minuten gewinnt dieser Film dann etwas an Fahrt und Bedeutung durch die Reden von Willie Stark zu denen er in seinem Wahlkampf zu den Bürgern spricht und so gewinnt dieser immer mehr und mehr an Popularität und die Menschen schenken ihm sein Gehör.Das faszinierende an diesem Willie Stark ist die Tatsache gewesen,das dies was er den Bürgern versprochen hatte,später nach seiner Wahl auch umgesetzt und somit durchgesetzt hatte,davon könnten sich heute viele Politiker in Deutschland eine Scheibe abschneiden,dies machte ihn eben auch so sympathisch,bei den Bürgern.Hier einmal 2 Beispiele aus dem Film bzw.2 Sätze die er u.a.gesprochen hatte:
"Die Menschen sollen den Glauben nicht verlieren" & "Die Zeit bringt alles ans Licht". Nach einer Laufzeit von ca.45 Minuten befindet sich dann der Zuschauer wieder in der Gegenwart des Geschehens,nachdem die Geschichte und der Aufstieg des Willie Stark somit dem Zuschauer näher gebracht wurde.
Die Crux des Filmes ist einfach die:
Das die Regierung schon viel früher etwas für das Volk hätte tun sollen,dies geschah nicht und dann kam Willie Stark an die Macht in einem Staate und gewisse Dinge sollten sich ändern,nach seinen Aussagen und dies machte er in seine Reden unmissverständlich gegenüber dem Volk klar.Endlich wieder einmal ein Mann in der Politik welcher nicht schwieg und tatenlos zu sah,einer wo etwas bewegt hatte für das Volk,einer der versucht hatte die Korruption an den Pranger zu stellen,das System welches er zu Beginn noch kritisierte,diesem bediente er sich dann selbst,um eben seinen persönlichen Erfolg weiter ausbauen zu können,im Prinzip zu seinem Denken,Handeln & Tun sehr widersprüchlich,er erkannte das er anders aber kein Erfolg haben würde,was auch irgendwo wieder die Realität spiegelt,das Ganze ging dann so weit in diesem Film bis zu dem Versuch der Amtsenthebung von Willie Stark...
Betrachtet man einmal diesen Cast bei jenem Film,dann könnte man meinen hier sei ein sog.Blockbuster am Start,doch weit gefehlt,ich denke einmal es liegt einfach an der Thematik dieses Filmes.Der Film kommt recht ruhig auf den Zuschauer daher,ohne irgendwelche Action-oder Prügelszenen,oder gar Schießereien - nein,weil sich eben der Film auf die politischen Dinge und Ansichten des Willie Stark konzentriert.Kritiker schrieben sogar davon das der Film fatal fehlbesetzt sei,aufgrund der Tatsache das drei von den sieben größten Rollen von britischen Schauspielern verkörpert werden würden,dies störte mich so gar nicht daran.Klar die Kritiker haben immer etwas zu kritisieren an einem Film,sonst wären diese arbeitslos,es muss ja jemand immer das Haar in der Suppe finden.Das Hauptaugenmerk lag für mich bei Sean Penn & Jude Law,denn diese beiden Darsteller sah man doch die meiste Zeit im Film,die anderen füllten ihre Rollen sehr gut aus,meines Erachtens,sie kamen und gingen halt immer wieder bei dem Film,wunderte mich bei diesem Cast auch nicht,somit kann ich die Darstellung aller Schauspieler nur loben allen voran natürlich Sean Penn & Jude Law.
Weil ich einfach ergriffen war von dieser Geschichte sowie der Inszenierung gebe ich diesem Film auf jeden Fall ein Sehenswert,es passte alles für mich,auch der Schluss.Ich kann diesen Film jedem Politikfan oder auch Sean Penn-Fan nur empfehlen und somit freue ich mich schon riesig auf den Film Milk.Alle anderen Filmfans welche sich nicht so sehr für Politik interessieren,sollten hier ihre Finger weglassen,da diese vermutlich enttäuscht werden würden,was die Handlung angeht und wahrscheinlich nach einer halben Stunde sich langweilen würden,es ist eben ein Film den man in aller Ruhe und besonnen genießen sollte.Ein Film bei dem man einmal 2 Stunden z.T.ruhig im Sessel sitzen wird,ich tat es nicht immer und bei so manchem Satz von Sean Penn ging mir ein Lächeln über meine Lippen und dachte nur:"Wie recht er doch hat!"

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