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Die vier Musketiere
78.5/100

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Die vier Musketiere

FILM • 1974 • 1 Std. 42 Min.


Regie: Richard Lester

Darsteller/-innen: Christopher Lee, Richard Chamberlain, Faye Dunaway, Oliver Reed, Charlton Heston, Michael York, Geraldine Chaplin, Jean-Pierre Cassel, Frank Finlay, Michael Gothard, Raquel Welch, Roy Kinnear, Simon Ward, Sybil Danning, Nicole Calfan

Genre: Abenteuer, Action, Romanze



Lady de Winter ist zu allem bereit, damit Frankreichs König vom Thron gestürzt wird und Kardinal Richelieu die Regierungsgeschäfte übernehmen kann. Ihre intriganten Machenschaften im dramatischen Machtkampf um die Krone rufen die vier Musketiere Athos, Aramis, Porthos und den jungen dArtagnan auf den Plan. Doch Lady de Winters Pläne sind finsterer und ihre Mittel gemeiner als je zuvor...


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8martin

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18.02.19 - 19:36
Meistens ist der Mittelteil einer Trilogie ein ungeliebtes Teilstück des Plots, das so zwischen den ersten und den dritten Teil geklemmt wird wie die Truthahnfüllung zwischen die beiden Keulen.
Hier nicht. Richard Lester hat hier einen besseren Film als Teil eins gemacht. Der Plot ist übersichtlicher, die Dialoge und der Off Kommentar spritziger und so wurde das Ganze spannender. Wir sehen die gleichen Darsteller wie im ersten Teil, dabei ist es eine bewusste Fortsetzung mit einem Schluss, der das Motto der Drei nochmal betont und im Schnelldurchlauf D’Artagnans (Michael York) Weg zum Trio wiederholt. Dafür
wird uns das Ende der beiden Bösewichter Spion Rochefort (Christopher Lee) und Mylady de Winter (Faye Dunaway) vorenthalten. Nicht so ihren Mord an der schönen Constance (Raquel Welch). Über den Verlust wird D’Artagnan allerdings hinwegkommen, nachdem er sich zuvor mit ihrer possierlichen Zofe Kitty (Nicole Calfan) getröstet hatte.
Die Stunts der Fechtkünste haben fast eine Hill/Spencer Qualität genauso wie die lockeren Sprüche dazu: wenn es brennt und einer springt vom Dach: ‘Oh ist das heiß hier!‘ oder ‘Gebranntes Kind scheut den Ofen!‘ Es werden verbal Nutten mit Nonnen verwechselt und beim bevorstehenden Klosterbesuch heißt es ‘Auf in den Nonnenkäfig!‘ Unvergesslich das Fechtduell auf dem Eis – zu erwartender Einbruch mit eingeschlossen oder das Erschießungskommando, das kein Zielwasser getrunken hat und deshalb den Delinquenten nicht trifft. Ein Dauerbrenner für die Komik ist hier der korpulente Knappe Planchet (Roy Kinnear), der Speise und Trank herbeischaffen – auch aufs Schlachtfeld - sowie die Musketen tragen muss. Munterer temporeicher Spaß mit Niveau.

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