The Raven - Prophet des Teufels
78.2/100

The Raven - Prophet des Teufels

FILM • 2012 • 1 Std. 50 Min.


Regie: James McTeigue

Darsteller/-innen: Brendan Gleeson, John Cusack, Sam Hazeldine, Alice Eve, Dave Legeno, Luke Evans, Oliver Jackson-Cohen, Pam Ferris, Jimmy Yuill, Brendan Coyle, Adrian Rawlins, Aidan Feore, Michael Cronin, Michael Poole

Genre: Krimi, Mystery, Thriller



Großbritannien im 19. Jahrhundert. Als eine Mutter und ihre Tochter brutal ermordet aufgefunden werden, erkennt der ermittelnde Detective Emmett Fields (Luke Evans), dass die Tat einer fiktiven, detailliert-blutigen Mordgeschichte, die zu einer ganzen Sammlung ähnlicher Erzählungen gehört, ähnelt. Während der Autor der brutalen Geschichten, ein sozial geächteter Schreiberling namens Edgar Allen Poe (John Cusack) von der Polizei als Tatverdächtiger vernommen wird, geschieht ein weiter Mord wieder eine Poe-Geschichte imitierend. Fields wird klar, dass ein Serienkiller sein Unwesen treibt, der weiter Poes Geschichten als Vorlage für seinen blutigen Feldzug nutzen wird. Er bittet den Autor um Mithilfe, der bald erkennen muss, dass der mysteriöse Killer eine Person aus seinem näheren Umfeld ins Visier genommen hat.


Filmkommentare (2)


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kurenschaub
03.05.19 - 12:31
Atmosphärisch und stylisch dicht- mit teilweiser auch brutaler Szenerie. (Schlangengrube und das Pendel.) Künstlerisch nicht herausragend, aber mit solider Darstellerleistung von John Cusack als Edgar Alan Poe. Wer mehr hinein interpretiert ist selber schuld, ich habe einiges an Poe Romanen gelesen und die waren dann doch um Längen besser. Vor allem schauerlicher und gruselig.

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8martin
16.07.14 - 18:20
Da man nichts Genaues über das Ende von Edgar Allen Poe weiß, ist es legitim, wenn man eins erfindet. Und wenn das ein Gruselschocker ist, passt es ins Bild. Das hat Regisseur James McTeigue grandios umgesetzt. Neben vielen Beispielen aus Poes Werk beginnt er mit der bekanntesten Figur des Meisters: dem Raben, der immer ‘Nevermore‘ sagte. Es gibt Vergleiche mit zeitgenössischen Kollegen wie Longfellow und Verne. In düsteren Farben gezeichnet entsteht eine Mordserie und eine Liebesgeschichte. Beides durchaus legitim. Der Mörder nimmt sich Poes Kurzgeschichten als Vorlage und eine unglückliche Liebe zu Emily (Alice Eve) ohne Happy End bildet den Motor (Wo ist Emily?) der Handlung. Auch E.A.P. war nicht unbedingt ein Womanizer.
Die polizeilichen Ermittlungen unter Detective Fields (Luke Evans) sind nachvollziehbar und dennoch spannend erzählt. John Cusack gibt den Poe beeindruckend echt. Er ähnelt ihm sogar. Der Schwiegervater in spe Brendan Gleeson dient mit seinem Reichtum nur als Kulisse, der den armen Schlucker anfangs nicht leiden kann.

So ist es nur konsequent, wenn der Mörder am Ende für Zuschauer und die Filmwelt ein völlig Unbekannter ist. Aber er ist Poes größter Bewunderer: ein Schriftsetzer (Sam Hazeldine): ‘Ich bin ihr Meisterwerk.‘ Ein paar Wendungen drehen noch an der Spannungsspirale bis Poe Emily rettet und stirbt und dann entkommt der Serienmörder…doch nicht.

Nettes optisch ansprechendes Schlussbild und ein Zurück zur ersten Einstellung. So macht Grusel Spaß, angelehnt an eine Figur der Literatur.

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