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Moonrise Kingdom
86.4/100

Moonrise Kingdom

FILM • 2012 • 1 Std. 34 Min.


Regie: Wes Anderson

Darsteller/-innen: Bruce Willis, Harvey Keitel, Edward Norton, Frances McDormand, Jason Schwartzman, Bill Murray, Bob Balaban, Tilda Swinton, Larry Pine, Tommy Nelson, Kevin DeCoste, Neal Huff, Kara Hayward, Jared Gilman, Lindsay MacDonald, Jake Ryan, Gabriel Rush, Lucas Hedges, Seamus Davey-Fitzpatrick, Chandler Frantz, L.J. Foley, James Wilcox, Wyatt Ralff, Christopher S. Porter, George J. Vezina, Jodie Brunelle, John Franchi, Tanner Flood, Chris O'Brien, Coledyn Garrow, Jed Griswold, Jordan Puzzo, David Boston, Brina, Charlie Kilgore, Andreas Sheikh, Rob H. Campbell, Marianna Bassham, Eric Chase Anderson, Max Derderian, Hugo DeAscentis, Liz Callahan, James Demler, Christine Noel, Jean-Michael Pion, John Peet, Carolyn Pickman, Ada-Nicole Sanger, Isabella Guinness, Violet Guinness, Caris Yeoman, Lily Tiger McEnerney, Tyler Metivier, Cooper Murray, Ben Haffner, Michael Malvesti, Richie Conant, Johnathon Deneault, Jack Hartman, Preston Hatch, Alex Milne, Steve Smith, Dakota Pimentel, Roman Keitel, Derek Sardella, Christopher Alan, Alecia Batson, Jesse Burke, Charles L. Campbell, Benjamin Flynn, Shawn Fogarty, Adam J. Freeman, Julianne Freeman, Conor Healy, Andrew Horowitz, Krystal Kenville, John Joseph Lindsey, Debra Vierra Murphy, Mark Perrone, Joshua Prevost, Donna Glee Reim, Gary Roscoe, Salvatore Santone, Aingea Venuto, Mary Wexler, Dorothea White, Luke Young

Genre: Abenteuer, Drama, Komödie



1965, irgendwo vor der Küste Neuenglands. Captain Sharp (Bruce Willis), Sheriff einer kleinen beschaulichen Inselgemeinde, steckt in Schwierigkeiten: Suzy, die Tochter des neurotischen Ehepaars Bishop, ist spurlos verschwunden, und die Affäre des Sheriffs mit Mrs. Bishop (Frances McDormand) droht aufzufliegen, was Mr. Bishop (Bill Murray) gar nicht gefallen dürfte. Obendrein türmt der junge Pfadfinder Sam zur gleichen Zeit auf der anderen Seite der Insel aus dem Sommercamp. Und der etwas desorientierte Oberpfadfinder Ward (Edward Norton) hat keine Ahnung wohin. Was noch niemand weiß: Die beiden Ausreißer sind heimlich ineinander verliebt und wollen zusammen durchbrennen. Hals über Kopf stürzen sich der überforderte Sheriff und das ganze Pfadfindercamp in eine chaotische Suchaktion, bei der die aufgeschreckten Erziehungsberechtigten wenig hilfreich sind und vor allem über ihre eigenen Fallstricke stolpern. Als dann auch noch das alarmierte Jugendamt (Tilda Swinton) seinen Besuch ankündigt, droht die ohnehin heikle Situation zu eskalieren. Bis plötzlich ein herannahendes Gewitter die erhitzten Gemüter zur Abkühlung zwingt...


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8martin

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19.06.18 - 17:55
An Wes Anderson scheiden sich die Geister. Die einen sehen in ihm den Totengräber des Kinos, die anderen die Zukunft des Films.
Hier hat er einen Abenteuerfilm für Jugendliche gemacht (für und über 12 Jährige), mit Sam (Jared Gilman) und Suzy (Kara Hayward). Und mit Ferienlager, Flucht aus dem Elternhaus und erste Liebesbeziehungen durch Petting und Küsschen. Mit Retro und Animation und natürlich den hilflosen Erwachsenen. Und mit einer Promi-Riege: Bruce Willis, als Inselpolizist Sharp mit Verhältnis, Bob Balaban als Erzähler, Bill Murray und Francis McDormand als Suzys Eltern und Ed Norton als Oberpfandfinder. Tilda Swinton ist ‘das Jugendamt‘ und wird auch so angeredet. Harvey Keitel irrlichtert durchs Gebüsch und fragt sich und uns, was er hier eigentlich sucht.
Wir sehen wieder die typischen Wes-Anderson-Merkmale:
die quietschebunte Kulisse erinnert an ein Märchen, in den Dialogen schimmert hin und wieder ‘Schwarzer Humor‘ durch und die Handlung kommt aus der Abteilung ‘Absurdes Theater‘.
Dabei ruht die Kamera fast nie. Sie umkreist der Personen oder macht lange Fahrten z.B. wenn ein Segelboot bei Windstille mit einem Affenzahn durch das Bild rauscht, fährt sie mit.
Wenn einen nicht die Kindertrauung stört oder die Sintflut und wenn man Sätze wie ‘Ich liebe dich, aber du weißt nicht wovon du sprichst‘, kann man sich gut unterhalten fühlen.
Es ist kein richtiges Märchen und auch nicht durchweg komisch, höchstens teilweise skurril. Wes Anderson eben. Und der bewegt sich in einem Königreich, in dem der Mond aufgeht…

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