2 Kommentare

Gangster Squad

DEINE MEINUNG?


2012

Genre: Krimi, Drama

Spieldauer: ~ 108 Minuten

Regie: Ruben Fleischer

Cast: Ryan Gosling, Emma Stone, Sean Penn, Josh Brolin, Giovanni Ribisi, Michael Peña, Anthony Mackie, Robert Patrick, Nick Nolte, Frank Grillo, Derek Mears, Mireille Enos, Josh Pence

Kurzbeschreibung: Mafia-König Mickey Cohen (Sean Penn) herrscht Ende der 40er Jahre über die Unterwelt von Los Angeles. Er bezieht seine Einnahmen nicht nur aus Prostitution, Waffen- und Drogenschmuggel, sondern versucht auch aus dem Wettgeschäft einen Profit zu ziehen. Durch Politiker- und Polizei-„Freunde“ scheint Cohen unantastbar zu sein. Nur eine kleine Randgruppe von Polizisten, die von Sgt. John O´Mara (Josh Brolin) angeführt wird und zu der auch Jerry Wooters (Ryan Gosling) gehört, lässt sich von dem Mafia-Boss nicht einschüchtern und setzt alles daran, ihm Paroli zu bieten. Besonders Jerry hat Interesse daran, Cohen das Handwerk zu legen, da beide ihr Herz an die schöne Jean (Emma Stone) verloren haben…


Filmkommentare (2)


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Butchess
13.08.15 - 21:32
Den ganzen Film über hab ich mich gefragt, was genau Sean Penn mir versucht zu übermitteln. Ich habe Respekt vor ihm und er ist mir sympatisch. Aber irgendwie konnte ich ihm die Rolle an Bösewicht nicht abnehmen. Peter Stormare hätte vielleicht besser gepasst? Ich finde Mr. Penn ist in diesem Streifen eine Fehlbesetzung. Ähnlich geht es mir bei Ryan Gosling, den man eventuell nur genommen hat, um die weiblichen Fans ins Kino zu locken. Wirklich überzeugend war er in seiner Rolle aber nicht. Lediglich Josh Brolin und der Rest des Squad hat mir gefallen. Außerdem fehlte mir ab und zu mal ein längerer Dialog. Irgendwie springt der Film von einer Szene zur nächsten und versucht die Handlung zu schnell durchzuziehen.

Die Kostüme waren dafür aber sehr gut gemacht, die Musik war stimmig und die Kameraführung war angenehm. Ich habe mit diesem Film keine Zeit verschwendet, kam aber hinterher um ein Schulterzucken nicht herum.

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MarcosFilmblog
08.04.14 - 19:31
L.A. war schon immer ein heißes Pflaster, besonders in den 40gern des vergangenen Jahrhunderts kann man das nicht von der Hand weisen. Die Stadt wird von Mafiabossen beherrscht, die durch Korruption und guten Kontakten in die oberen Kreise der zeitgenössischen Gesellschaft nun unantastbar für die Justiz geworden sind. Zu den mächtigsten dieser Sorte Geschäftsmänner zählt Micky Cohen (Sean Penn). Der ehemalige Boxer hat sich in der Hierarchie der Mafia nach oben gearbeitet und ist einer der brutalsten und gefürchteten Gangster der amerikanischen Westküste. Die Polizei und ihr Oberhaupt Chief Bill Parker (Nick Nolte) sind machtlos. Bis der Chief beschließt ein Kampfkommando, das keine ersichtliche Verbindung zur Polizei besitzt, ins Leben zu rufen. Aufgrund persönlicher Motive beschließt der anfangs skeptische Sgt. Jerry Wooters (Ryan Gosling) zusammen mit seinem Kollegen Sgt. John O’ Mara ( Josh Brolin) diese Truppe zu führen. Von diesem Zeitpunkt an heißt es Feuer gegen Feuer und die Straßen von L.A. werden um einiges bleihaltiger…

“Gangster Squad” ist vergleichbar mit der Attrappe einer Geburtstagstorte: Außen hui , innen eher nicht meisterhaft. Der Film besticht mit seinen fantastischen Kostümen und Settings, die uns auf eine Zeitreise in die Mitte des 20. Jahrhunderts mitnehmen. Der Look erinnert an das fantastische Videogame L.A. Noire und man kann wirklich nicht die geringste Kleinigkeit an diesem Bestandteil von Gangster Squad” aussetzen. Auf der Habenseite hat “Gangster Squad” einen charismatischen Sean Penn, der in der Rolle des skrupellosen Gangsterbosses unglaublich viel Spaß macht. Schon in der Eröffnungsszene merken wir, dass man sich diesen mann lieber nicht zum Feind machen sollte. Ryan Gosling, der in letzter Zeit eher in anspruchsvollen Dramen, mitgewirkt und dort auch hartgesottene Kritiker von sich überzeugt hat, wirkt in diesem Film ein wenig unterfordert und gelangweilt, weil seine Rolle einfach ein von Rache getriebener Standardactionheld ist und eben nicht ein komplexer Charakter, dem es Tiefe zu verleihen gilt. das ist wirklich nicht verwunderlich. Josh Brolin spult ebenfalls ein ein reines Actionprogramm ab und kann schauspielerisch keine Akzente setzten. Das würde ja auch nicht stören, wenn das Drehbuch nicht einige Schwächen hätte und wir einen unterhaltsamen Film zu sehen bekämen, der sich selbst nicht ernst nimmt. In den traurigen Momenten wirkt das Dargebotene zwar traurig, aber spätestens nach einer Minute sind diese Ereignisse vergessen und bleiben für die weitere Laufzeit ohne seriöse Konsequenzen für die Charaktere. Sie durchlaufen einfach keine Entwicklung. Auch die Actionszenen kann man in ein stereotypisches Schema einordnen: Attackieren wir die Bösen mit Kugeln und kassieren dann die Vergeltung. Das Ganze schaukelt sich so weit hoch, bis man in eine Feuergefechtsorgie abschweift, die sich unglaublich zieht und nicht unbedingt unterhält.Auch die fragwürdige Aussage, die besagt, dass Selbstjustiz der Weg zum Erfolg ist, mögen Manche nicht als positiv bewerten, aber in wegen seinen eigenen Anspruch ist das nur ein kleines Haar in der Suppe, die uns der Thriller serviert. .Hervorzuheben ist hier aber wieder das Design der Waffen und der Fahrzeuge, die die Action das Prädikat”Oldschool” verleihen. Emma Stone ist eben einfach eine nett anzusehende Gespielin, die aus den Fängen der Unterwelt zu befreien gilt, nicht mehr und nicht weniger. Irgendwie freut man sich dann doch , wenn das Gute , wie zu erwarten ist, mit ordentlich Wumms triumphiert. Schlagzeilen hat das Werk des Regisseurs Ruben Fleischers übrigens wegen einer Amoklaufsequenz in einem Kino gemacht. Wegen den schrecklichen Ereignissen in Aurora, wo während der Premiere von “The Dark Knight Rises” ein junger Mann zahlreiche Menschen tötete, muss Chinatown für Ersatz sorgen. Aus meiner Sicht eine richtige und zu respektierende Entscheidung, weil das Studio den Kinostart verschieben musste und damit finanzielle Verluste in kauf nahm. In einer Welt , die voller Profitgier ist, handelt es sich dabei um eine nicht selbstverständliche Entscheidung. Hut ab!

Fazit: “Gangster Squad” ist keine bereicherung, aber auch keine Beleidigung für das Genre des Noirthrillers, allerdings wäre hier weitaus mehr drin gewesen. Für Leute, die ein perfektes Setdesign und Kostüme zu schätzen wissen ist dieser Film mit Sicherheit einen Blick wert. . Der Film ist brutal, simpel und visuell blendend. Der Look und ein übertreibender Sean Penn retten die brutale Vorstellung in das passable Mittelfeld.

Bewertung: 5/10
Genre Noirthriller, Action
FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit: 113 Minuten

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