Der Dieb der Worte
77.8/100

Der Dieb der Worte

FILM • 2012 • 1 Std. 44 Min.


Regie: Brian Klugman, Lee Sternthal

Darsteller/-innen: Dennis Quaid, Ron Rifkin, Zoe Saldana, James Babson, Jeremy Irons, John Hannah, Michael McKean, Liz Stauber, Bradley Cooper, Olivia Wilde, Vito DeFilippo, Brian Klugman, Lucinda Davis, J.K. Simmons, Kevin Desfosses

Genre: Drama, Mystery, Romanze



Der junge Autor Rory Jansen (Bradley Cooper) hat sein erstes Buch geschrieben, und es ist ihm damit jener große Wurf gelungen, der vielleicht nur ein Mal in jeder Generation vorkommt: Er erobert die literarische Welt und die Phantasie der Leser im Sturm. Die Kritiker sind begeistert, Freunde empfehlen einander das Buch und überall wird es gelesen. Rory wird über Nacht zum Star. Es scheint, als habe er alles, was ein Autor ersehnt: Formale Frische und inhaltliche Tiefe, Intelligenz und einen klaren Blick für das Leben um ihn herum. Zu diesen kreativen Talenten kommt noch der finanzielle Erfolg und sei...


Filmkommentare (1)


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8martin
02.02.19 - 22:49
Ein literaturträchtiger Film, um geistigen Diebstahl und den Mut zur Wahrheit. Ein erfolgloser Schriftsteller Rory Jansen (Bradley Cooper) findet in einer alten Aktentasche das Manuskript für einen Roman. Er tippt es ab, veröffentlich es und wird erfolgreich. Der wahre Autor (Jeremy Irons), ein alter Mann (ohne Namen!), sucht Rory auf und erzählt ihm seine Lebensgeschichte, die der ja bereits kennt.
Als Rorys Frau Dora (Zoe Saldana) von dem Plagiat erfährt, trennt sie sich von ihm.
Ein Gespräch zwischen Rory und dem Alten macht deutlich, dass Rory ihm seinen Schmerz und sein Leben gestohlen hat. Etwas, dass man nicht wieder gut machen kann. Der Alte will keine Entschädigung, wird Rory auch nicht verklagen. Er stirbt einfach.
Rory wirft das Manuskript in sein Grab. Damit wird ein komplexes Verwirrspiel fortgesetzt, in dem ein ominöser Schriftsteller Hammond (Dennis Quaid) auftaucht, und aus seinem Roman vorliest. Er wird von einer ebenso ominösen Reporterin Daniela (Olivia Wilde) vergebens angebaggert, die alles und nichts über ihn weiß.
Logische Lücken stören die Wertschätzung der emotional ausdrucksstarken Darsteller und die Verschachtelung der Handlung ist völlig überflüssig, denn der Ortwechsel: Paris – USA sowie einem Zeitenwechsel: Weltkrieg – Jetzt-Zeit bieten doch ausreichend Stoff.
Mit den zwei Regisseuren Klugman und Sternthal ist es wohl wie mit den vielen Köchen. Ein überzogenes Konstrukt, das sich selbst ins Knie schießt. Schade.

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