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Man of Steel
69.7/100

Man of Steel

FILM • 2013 • 2 Std. 23 Min.


Regie: Zack Snyder

Darsteller/-innen: Laurence Fishburne, Kevin Costner, Richard Schiff, Henry Cavill, Michael Kelly, Russell Crowe, Michael Shannon, Ayelet Zurer, Amy Adams, Diane Lane, Tahmoh Penikett, Christopher Meloni, Jadin Gould, Antje Traue, Dylan Sprayberry

Genre: Abenteuer, Action, Fantasy, Sci-Fi



Ein kleiner Junge erfährt, dass er über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und nicht von der Erde stammt. Als junger Mann will er herausfinden, woher er kommt und welche Aufgabe ihn hier erwartet. Doch er muss zunächst den Helden in sich entdecken, um die Welt vor der Vernichtung zu bewahren und selbst zum Symbol der Hoffnung aller Menschen aufzusteigen.


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Filmkommentare (3)


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Chev

Chev


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19.11.13 - 15:00
Man of steel konnte mich bei weitem nicht so überzeugen wie meine Vorredner hier. Wenn ich an die Superheldenverfilmungen denke, dann immer mit dem Hintergedanken das es ursprünglich um einen Comic ging. Komik allerdings kommt hier eher nicht zum Einsatz. Das heisst doch, eigentlich schon, aber die dürfte wohl unbeabsichtige Ironie sein.

Um nicht nochmal auf alles eingehen zu müssen, lasse ich den Teil den meine Vorredner schon beschrieben haben raus. Ich will bei der Story gar nicht ins Detail gehen, sondern eher meine Empfindungen bei der Sichtung dieses Filmwerkes schildern.

Beginnend damit, das alles sehr stark teathralisch rüberkommt. Anscheind wollte man mit diesem SupermanStreifen auch die Emotionen der Zuschauer berühren und somit den SupermanActionFilm frauentauglich zu gestalten, damit auch die Herzensdame an der Seite im Kino sitzt. Klar, wir alle kennen die eigentliche Hauptschwäche von Clark Kent. Es ist nämlich weniger das Kryptonit als vielmehr Lois Lane. Die ihm sogar den Namen Superman verpasst - zumindest in dieser Verfilmung.

Jedenfalls geht alles auf der Erde zu Bruch. Eine Stadt wird bei den Zweikämpfen mal eben in Schutt und Asche gelegt. Da wird durch mehrere Etagen geflogen oder gleich ganze Wolkenkratzer umgegibt als wären zwei kanadische Baumfäller am Werk. Schön untermalt von den 4 Haupttönen der SupermanTheme via Orchester. Tääätäätääätääääää.
Des Öfteren während der Sichtung dachte ich nur:Oh mein Gott. Das man mit einigen Schwächen in solch einem Film zu kämpfen hat, das habe ich erwartet:
Zum Beispiel findet General Zod heraus das der kleine Superman auf einer Farm in Kansas lebt. Wie es scheint ist diese Farm aber zu fern jeglicher Zivilisation, deswegen finden alle Kämpfe in der Großstadtarena Metropolis statt und nicht auf dem unspektakulärem Lande.
Aber hey, es ist eine Comicverfilmung, da kann man ruhig Zerstörungsorgien feiern und die wilden Katastrophenszenarios aneinanderketten bis keiner mehr weiss was das Ganze überhaupt soll.
Egal - alle(?) Menschen wurden gerettet. Von dem, der Schuld ist an der Misere. Dieser Superman ist in Kansas aufgewachsen und gibt auch noch zu verstehen das er, Superman, so amerikanisch ist, wie man nur sein kann.
(sagt er zumindest zum General.)
Die ganze Action ist für mein Empfinden so total überladen das man keine Chance hat richtig in den Film reinzukommen. Da ist hier ein Szenenwechsel zu anderen Schauspielern, da eine Rückblende die nichts an Informationen liefert und an der nächsten Ecke wartet schon wieder das nächste Spektakel. Das konnte man bei den Batmanfilmen wesentlich besser dosieren. Allgemein scheint es sehr schwierig zu sein einen ordentlichen Supermanfilm zu drehen. Woran das liegt mag man nun spekulieren.

Dann hätten wir da noch einige Kritikpunkte:
Schwache Dialoge sind das Grundgreuel von Man of Steel.
Der Weltumwandler aus der Story.... hmmm... kam mir irgendwie bekannt vor aus anderen Filmen. Glaube in Transformers hatte man auch einen? Star Trek ebenso?
Kleine Unstimmigkeiten die Fragen aufkommen lassen wie zum Beispiel: Warum hat Superman´s Vater extra eine HighTech Rüstung angelegt, wenn diese nicht einmal vor einem Messerstoss schützt? Doch eher eine Art Uniform?
Warum sind sie auf Krypton technisch so versiert das sie andere Planeten bevölkern können, aber zapfen dann ihrem eigenen Planeten die Energie ab. Obwohl gleich nebenan zig andere Planeten sind? So weit weg scheint die Erde ja nicht zu sein...
Dann wäre da noch Amy Adams die einfach nicht so ausschaut wie Lois Lane. Die Art wie wir die taffe Reporterin kennen bringt Adams ebenfalls nicht rüber. Sie mag eine gute Schauspielerin sein - aber eine schlechte Lois Lane.

Superman und Lois Lane sind einfach Kultfiguren. Da ist der Anspruch an solch einen Film und dessen Darsteller natürlich viel höher und das Drahtseil auf dem der Regisseur sich bewegt ist dünn.


Fazit:

Alles in allem bleibt Man of steel noch weit hinter seinen Möglichkeiten. Ihm mehr als 70% zu geben wäre eine ungerechtfertigte Abwertung der BatmanTrilogie (allen voran The Dark Knight Rises) oder auch der Iron Man Trilogie. Dem Vergleich hält Man of steel nicht meiner Meinung nicht stand.

Nichts desto trotz ist es ein sehenswerter Actionstreifen und entgegen kleinerer Mängel hat er auch viel positives, wie meine Vorredner schon zu beschreiben wußten.
Ich hoffe das es irgendwann gelingt mal wieder einen richtig guten Supermanfilm auf die Leinwand zu bringen, der zu packen weiß und den Zusschauer mitnehmen kann.

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Filmosoph

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11.07.13 - 17:59
Da geht man in einen Film, von dem man vorher bereits glaubt, alles zu wissen. Und dann wird man erst wieder überrascht: Man of Steel hält sich zwar an die bekannte Superman-Geschichte, er setzt aber deutlich andere Schwerpunkte als die bisherigen Filme.

Ungewöhnlich viel Platz nimmt bspw. Krypton und dessen Untergang ein. Superman nennt sich nicht selbst so, sondern wird so genannt. Auch hat er sich den Anzug nicht selbst geschneidert etc. Und dann ist auch noch die Geschichte mit Lois Lane, die zwar noch ausbaufähig ist, aber auch in gewisser Weise überrascht.

Dass Christpher Nolan seine Finger im Spiel hatte, ist merklich. Und es hat dem Film gut getan: Man of Steel ist so weit entfernt vom picksüßen Superman Returns, wie es für einen Film über diesen Charakter möglich ist. Dieser Superman ist zwar ein Mann aus Stahl, hat aber seine Schwächen, und zwar nicht nur Kryptonit. Ein Batman wird aus Superman aber nie werden, das würde ihm auch nicht guttun.

Und dann ist Man of Steel auch noch so ziemlich der größte Actionkracher den ich je im Kino bewundern durfte. Kolportierte 240 Mio. $ Produktionsbudget lassen herzlich grüßen. Was hier an effektvollen Szenerien abgefeuert wird, ist schlichtweg sagenhaft!

Fazit
Man of Steel stellt den altbekannten Superman gewissermaßen neu vor; eingewoben in bombastische Spezialeffekte wird eine stimmige Geschichte erzählt, bei dem nur die Beziehung zu Lois Lane etwas zu kurz kommt. Aber es kommen ja noch zwei Teile. Super!

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19.06.13 - 09:53
Und wieder ein Reboot. Mittlerweile schon das zweite von Superman.
Die Trailer und die vorab veröffentlichten Bilder zeigten einen düsteren aber auch Actionreichen Ableger.

Irgendwann habe ich aufgehört, die neuen Trailer und Bilder anzuschauen. Sonst hätte man schon den kompletten Film gesehen bevor man überhaupt ins Kino geht.

Gestern war es dann soweit. o2 Preview von 142 Minuten Man of Steel. Endlich mal ein Hauptdarsteller, der auch Muskeln hat wie man es von Superman erwartet.

Den Anfang mach Jor'el auf Kypton. Zusammen mit viel Bildern von Krypton, dem Ältestenrat und General Zod. Ein bisschen Technik, Raumschiffe und Haustiere runden das Bild der Welt ab. Es wird erzählt, wie und warum Kal'el zur Erde geschickt wurde und warum General Zod ihn vernichten will.

Die Entwicklung des kleinen Clark Kent auf der Erde wird zum Glück nicht lange erzählt und ausgerollt. Das hatte man in den vorhergehenden Filmen schon zur Genüge. Hier ist es so gelöst, dass es immer wieder mal Rückblicke auf Clarks Kindheit gibt. So hat man Zeit um das Erwachsenenleben genauer zu beleuchten. Wie Clark probiert, seine Kräfte nicht zu offenbaren aber trotzdem immer wieder gezwungen ist, sie anzuwenden um Menschenleben zu retten. Und er deswegen immer wieder seine Identität wechselt.

Irgendwann findet General Zod heraus, dass Kal'el auf der Erde ist. Daraufhin droht er der Menschheit, sie zu vernichten, wenn sich Kal'el ihm nicht ergibt. Mehr möchte ich eigentlich nicht sagen, man muss es sich selbst anschauen wie es weiter geht. Aber nur so viel. Natürlich artet das in recht großen Kämpfen aus, die durchgehend spannend anzusehen sind. Auch wenn an manchen Stellen der typische amerikanische Patriotismus zu stark durchblitzt.

Ich mag Russel Crowe eigentlich gar nicht. Und aufgrund seinem Mitwirken an dem Film habe ich lange überlegt, ob ich ihn mir überhaupt anschaue. Aber die Liebe zu Comics war dann doch größer.
Und ich muss sagen, nach dem Film finde ich Mr. Crowe gar nicht mehr so schlimm. Er hat sehr gut in die
Rolle von Kal'els Vater gepasst und macht seine Arbeit echt gut.

Kevin Costner als Clarks Vater kommt auch authentisch rüber. Schade, dass man ihn nur noch selten auf der Leinwand bewundern kann.

Michael Shannon als General Zod. Echt sehr gut gewählt. Er spielt den General, der dazu erschaffen wurde Krypton zu verteidigen, extrem gut. Man nimmt ihm alles ab. Seine Verbundenheit zu Krypton. Warum er auf die Erde kommt und einiges mehr.

Amy Adams ist Louis Lane. Die Geschichte zwischen ihr und Clark wird hier ein bisschen anders erzählt als in den Filmen, Comics und der Serie. Aber ich fand es gut. Dadurch wird ein großer Punkt vermieden der mir schon immer negativ aufgefallen ist. Könnte noch interessant werden.


Fazit: Ich kann den Film allen empfehlen, die Superman mögen. Und auch auf Action stehen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil. Der erste wird auf jeden Fall als Blu-ray in meine Sammlung wandern.

Von mir bekommt er 8 von 10 Popcornbecher

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