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1 Kritik   3 Kommentare

Planet der Affen: Revolution

DEINE MEINUNG?


Die letzte Chance auf Frieden.Planet der Affen: Revolution

2014

Genre: Action, Drama, Sci-Fi, Thriller

Spieldauer: ~ 126 Minuten

Regie: Matt Reeves

Cast: Andy Serkis, Jason Clarke, Gary Oldman, Keri Russell, Toby Kebbell, Kodi Smit-McPhee, Kirk Acevedo, Nick Thurston, Terry Notary, Karin Konoval, Judy Greer, Jon Eyez, Enrique Murciano, Larramie Doc Shaw, Lee Ross


Trailer:

Kurzbeschreibung: Der vor zehn Jahren freigesetzte Virus hat den größten Teil der Menschen ausgerottet und die wenigen Überlebenden stehen dem neu entstandenen Volk der intelligenten Affen unter der Führung von Caesar gegenüber. Die Affen beherrschen den Wald während die Menschen in den städtischen Ruinen der Zivilisation hausen. Sie haben gemeinsam ein Friedensabkommen beschlossen, welches sich aber als so fragil erweist, dass ein letzter Eklat unausweichlich scheint - es kommt zum Kampf, der die Vorherrschaft über die Erde endgültig entscheiden soll.


Filmkommentare (3)


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kurenschaub
29.08.14 - 08:58
Coole Affenfilmfortsetzung und sogar noch um einen Deut besser als Prevolution! Der große Kampf Affen gegen die Menschen bleibt lange Zeit im Plätschermodus hängen, wobei man beruhigt sagen darf. er ist dennoch nie langweilig.
Caesar, der superkluge Affe ist jetzt Anführer derselben, hast aber mit Koga einen heimtückischen Feind in den eigenen Reihen und findet ausgerechnet bei den Menschen einen neuen Freund. großartiger Schluß, die letzten zwanzig Minuten sind heftig, tolle special Effekts und 3 D kommt da besonders gut.
Nun ist der Streifen total stark und mein Sohn und ich waren so richtig angetan als wir das Kino mit einem (ca. 30 Leute Besuch) wieder verließen. Auch das nächste Affentheater werden wir uns geben!

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Chev
17.08.14 - 10:30
Spontan habe ich gestern den Weg ins Kino bestritten. In ein Kino meiner Jugend, das zu meiner Überraschung noch immer existiert. Mehr oder weniger aus Neugierde zum Lichtspielhaus betrat ich die Räumlichkeiten und fand noch alles genauso vor wie damals. Nur eben mit den Zeugnissen der vergangenen Tage. Die Decke leicht ramponiert, die ursprüngliche Kasse längst ein Opfer des Verfalls. Stattdessen eine Art Tapeziertisch mit Tischdecke und ein veraltes Kassensystem. Irgendwie urig und irgendwie mit einem gewissen Charme. Nichts desto trotz zeigte dieses Kino Planet der Affen Revolution in 3D. Mit ganzen 35 Leuten teilte ich mir den Kinosaal. Die Sitze zwar gemütlich, aber mit dem Hang, vorne über die Sitzfläche abzurutschen und auf dem Fußboden zu landen. Brille aufgesetzt und schon starten die ersten Trailer. Hercules und Lucy wird im Vorspann gezeigt.... durchaus interessant.

Nun aber zum Film.
Ich war schon ein wenig auf Planet der Affen Revolution gespannt. Meine Erwartungen hielten sich jedoch sehr in Grenzen, denn sind wir mal ehrlich... was kann schon groß passieren? Da ich im Vorfeld selbstverständlich Prevolution gesichtet hatte, erwarte ich von Revolution eine ähnlich unspektakuläre Handlung, eher etwas Tiefgang und eine ausgefeilte Animationstechnik, sowie beeindruckende Bilder. Zumal das Ganze in allen Kino´s ausschließlich in der 3D Version zu sehen ist, drängt sich förmlich der Gedanke auf, dass es wohl lohnenswert werden könnte.
Fehlanzeige. Vorab sei schon einmal verraten, dass man PdA-Revolution nicht zwingend in 3D sehen muss. Einige Szenen sind durchaus vorteilhaft, wenn die Handlung zum Beispiel auf dem riesigen Menschenturm spielt und man durch den 3D-Effekt ein Feeling für die schwindelnde Höhe erlangt. Auch ganz passable sind die Bilder, die größtenteils im Wald spielen, aber hier schon nicht unbedingt 3D erforderlich.
Die Laufzeit des Werkes beträgt 131 Min. Obwohl eine Spiellänge von 2 Std keine Seltenheit mehr ist, ist es auch immer eine lange Zeit, die es zu unterhalten gilt. Das Interesse des Zuschauers darf keinesfalls in Langeweile abdriften. Während der Sichtung habe ich schon deutlich gemerkt, dass ordentlich geschnitten wurde. Insgesamt ist die gesamte Story sehr detailliert ausgearbeitet worden. Facettenreich wird jeder kleinste Schritt, den die Handlung macht, ausgeschmückt und zelebriert. Dann jedoch, gibt es auch Passagen, bei denen sie recht schnell fortschreitet und auf einige Szenen, wohl zugunsten der Laufzeit, verzichtet wurde.

Die Handlung ist gut und fesselnd. Sie konnte mich jedoch nicht groß überraschen. Etwas in dieser Art hatte ich auch erwartet. Die Affen leben für sich im Wald. Ihr Leben ist primitiv. Sie hausen in einer Art Kolonie. Als Schutz dient ihnen der Berg, sowie eine Art Fort aus Baumstämmen. Seit 3 Wintern haben sie keine Menschen mehr gesehen und man fragt sich, ob diese den grassierenden Virus überlebt haben.
Doch dann treffen zwei Affen, beim Fischen auf eine kleine Gruppe menschlicher Kundschafter. Natürlich bewaffnet. Von der Angst getrieben erschießt (so vermutet man zumindest zu dem Zeitpunkt) einer der Menschen einen Affen. Der Schuss hallt durch den Wald und schnell ist klar, hier beginnt das Zusammentreffen und der Konflikt zwischen Mensch und Affe. Ceasar ist noch immer der Oberhäuptling der Affenbande und noch weiser als je zuvor. Er lässt die Menschen ziehen und verteilt auch gleich eine Warnung, nie wieder das Waldgebiet zu betreten.
Anders als die Affen hängen die Menschen jedoch an ihre Zivilisation und diese kann nur aufrecht erhalten werden, wenn es auch Strom gibt. Strom, der eben nur von dem Staudamm erzeugt werden kann, welcher sich eben im Hoheitsgebiet der Affen befindet. Letztlich kommt es wie es kommen muss...

Mein Fazit:
Ich fand den Film gut - mehr aber auch nicht. Den Weg in meine Filmsammlung wird er nur finden, weil ich auch alle anderen Teile besitze. Das ich ihn mir ein weiteres Mal anschauen werde, wird einige Zeit dauern.

Die Story rund um Ceasar und seinen Sohn, sowie dem einstigen Freund und Vertrauten Kobar, erinnert mich an die Zeit, in der meine Tochter noch sehr klein war und ich mir zum 50sten Male König der Löwen anschauen musste. In etwa kommt der Konflikt innerhalb der Affenbande diesem sehr Nahe.
Als die Affen die letzte Festung der Menschen erobern wollen, musste ich das erste Mal den Kopfschütteln und schon ein wenig lachen. Wenn Kobar, auf dem Pferd in Richtung Betonwall reitet, in der einen Hand ein Kettenmaschinengewehr, in der anderen das M4(A1), die Hauptwaffe der US Army. Wie einst Rambo reitet er duch die Feuerwand, dem Feind entgegen und feuert unkontrolliert Richtung Feind. OH MEIN GOTT.
Den gesamten Angriff hätte ich mir wesentlich subtiler gewünscht. Mit den vordergründigen Fähigkeiten der Affen. Nämlich das Klettern und die Schnelligkeit, welche sie zu Beginn bei der Jagd demonstrierten. Ihre geradezu ninjamäßige Kunst, die sie beim Ausspionieren des Waffenlagers einsetzten, etc. Stattdessen wildes MG-Feuer und ein Sturm auf das Haupttor. Herrje.
Der Endkampf auf dem Turm hingegen ist wieder sehr gut und absolut sehenswert.

Man sollte sich den Film auf jeden Fall einmal gönnen. Nur nur als Planet der Affen - Fan, sondern auch einzeln betrachtet ist es eine lohnende Investition. Wenn man es nicht ganz so sehr mit dem Kritikerauge betrachtet ist es sicher von Vorteil und verspricht einen tollen Filmgenuß. 3D ist hier eher unangebracht, da oftmals störend und wenig, bis gar nicht, erforderlich. Eine Sichtung daheim wird ausreichend sein.

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MarcosFilmblog
09.08.14 - 20:47
10 Jahre sind seit dem Massenausbruch einer Schimpansengruppe aus einem pharmazeutischen Labor in San Francisco vergangen. Mittlerweile hat das gefährliche Virus ALZ-113, das die sogenannte Affengrippe auslöst und aus den Forschungen an Medikamenten,die die Alzheimerkrankheit heilen sollten, entstanden ist, den Großteil der Weltbevölkerung eliminiert. Der Schimpanse Caesar (Andy Serkis) hat sich mittlerweile zum weisen Anführer einer Affenkolonie, die sich in den Wäldern, die San Francisco umgeben, befindet, gemausert. In der heruntergekommenen Stadt hat sich zeitgleich ebenfalls eine Siedlung gebildet, in der sich Menschen, die gegen die tödliche Krankheit immun sind, angesiedelt haben. Bei der Expedition eines Teams, das den lokalen Staudamm auf Vordermann bringen soll, um die Stromversorgung für die kleine Stadt zu sichern, treffen zwei Welten erneut aufeinander. Der besonnene Malcom (Jason Clarke) tritt für eine friedliche Lösung des Konflikts ein, während besonders bei den Affen der verbitterte Koba (Toby Kebbell) symbolische Rache an den Menschen für seine Wunden, die bei den Tierversuchen des Pharmaunternehmens verursacht wurden, nehmen möchte und eine Eskalation immer mehr provoziert…

Motion-Capture ist in Hollywood nun ja kein unbekanntes Terrain mehr und der technische Fortschritt verleiht Filmemachern nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Mit einem Mann ist dieser Begriff auf praktischer Ebene eng verknüpft. Die Rede ist vom Briten Andy Serkis, der als Koryphäe dieser Art des Schauspielens gilt. Er verleiht dem wohl wichtigsten Protagonisten der Filmreihe, die die Vorgeschichte zum Kultfilm aus den 60-er Jahren erzählt und von Matt Reeves inszeniert wird, Leben und verkörpert die Rolle mit einer begnadeten Mimik. Es ist verblüffend wie Emotionen mit den Primaten auf die Leinwand gezaubert werden. In dieser wird auch der überragende Vorgänger deutlich in den Schatten gestellt .Die Geburt von Caesars zweitem Kind .Daran haben alle Darsteller einen großen Anteil, auch wenn der Name Serkis natürlich über dem Rest der Affenbande schwebt. Die Animationen sind fantastisch, die Designs der Settings sind ohne Ausnahme sehr schön und mit Liebe zum Detail gestaltet und die Wirkung einer ganzen Armee, die aus Affen besteht, ist ja praktisch schon ein Selbstläufer. Zu einer bloßen Zelebrierung der kämpferischen Auseinadersetzung verkommt der Film zu keiner Sekunde. Besonders hervorzuheben ist im Bereich des Produktionsdesigns der Wohnort der Affen, der besonders in den Sequenzen, die sich im Dunkeln abspielen, einfach malerisch aussieht! Auf der Ebene des visuellen ist “Plante der Affen: Revolution” ganz weit oben anzusiedeln, aber auch die inhaltliche Ebene weiß zu überzeugen und bewahrt den Film vor einer Einstufung in die Kategorie “mehr schein als sein”. Die Geschichte wird logisch fortgeführt und hält sich nicht mit Banalitäten auf. Jede Sequenz und jede Szene zeichnen die Charaktere sorgsam weiter und machen ihre Entscheidungen, die sie im späteren Handlungsverlauf treffen nachvollziehbar. Dadurch, dass die Action wie im Vorgänger im Hintergrund steht, kann Matt Reeves mit seinem Team behutsam die Geschichte zweier unterschiedlicher Familien erzählen. Der Mensch, Malcom, und der Affe ,Caesar, müssen beide Stationen mit ihren Lieben bewältigen. Sei es auf der einen Seite die Integration der neuen Freundin Malcoms Ellie (Keri Russell) oder die sich immer schwieriger gestaltende Beziehung zwischen Casear und seinem Sohn. Eine Bereicherung ist ohne Zweifel der Antagonist Koba, der nicht nur beängstigend aussieht, sondern auch zu einem waschechten Bösewicht, der auch vor den noch so durchtriebenen Handlungen nicht zurückschreckt, aufsteigt. Die Schlachten zwischen den zwei Gruppen sind schnell komponiert und werden Freunde von Feuergefechten vollends befriedigen. Der Fokus im Kampfgeschehen liegt hier besonders auf Koba, der sozusagen als Feldherr die Affen anführt und zahlreiche Hindernisse überwinden muss. Man kann aus den vorherigen Sätzen schließen, dass diesmal nicht der Mensch die entscheidende Rolle für das Entstehen der Katastrophe bildet. Es gibt zwar den zu allem entschlossenen Dreyfus (Gary Oldman), der jede verfügbare Waffengewalt, die das Überleben seiner Mitmenschen sichert, nutzt, aber für die Katastrophe ist hauptsächlich das Tier Koba verantwortlich. Dramaturgisch läuft also vieles nach einem klassischen Muster ab. Durch eine Verkettung zahlreicher unglücklicher Umstände wird der Weg zum großen Finale in zwei Jahren gezeichnet. Es wird auch Bezug zum ersten Teil genommen, indem Caesar für kurze Zeit in sein altes Zuhause zurückkehren darf. Ein versöhnlicher Abschluss für Fans, die das Fehlen von James Franco in diesem Film bedauern. Den Showdown kann man vermutlich als kleine Hommage an einen der wohl bekanntesten Filme, der einen Affen als Hauptmotiv hatte, verstehen und liefert ein rasantes Ende für das neueste Kapitel der Science-Fiction-Reihe. Ein Ärgernis ist bei all dem Lob der Vertrieb in 3-D, der keine Bereicherung für die Seherfahrung ist und teilweise an der makellosen Bildgestaltung kratzt, da es an den Bildrändern oft störende Unschärfen zu beobachten gibt.

Fazit: In der Anwendung des Motion-Capture-Prinzips im Film werden neue Maßstäbe gesetzt und der Film ist insgesamt im Bereich des Composting-Editings eine Klasse für sich. Inhaltlich konsequent und fast ohne unnötiges Füllmaterial bereitet er den Zuschauer perfekt auf das letzte Glied der Trilogie vor. Unbedingt ansehen!

Bewertung: 8/10
Genre: Science-Fiction
FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 130 Minuten

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