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Die Geliebte des französischen Leutnants
82.0/100

Die Geliebte des französischen Leutnants

FILM • 1981 • 1 Std. 59 Min.


Regie: Karel Reisz

Darsteller/-innen: Meryl Streep, Jeremy Irons, Richard Griffiths, Peter Vaughan, Leo McKern, Emily Morgan, Hilton McRae, Charlotte Mitchell, Lynsey Baxter, Jean Faulds, Richard Hope

Genre: Drama, Romanze



In einem britischen Küstenort wird ein Liebesdrama von 1867 verfilmt: Im viktorianischen England verliebt sich der Wissenschaftler Charles in die junge, schöne Sarah. Skandalöserweise soll sie mit einem französischen Leutnant ein Verhältnis haben und wird deshalb von der Dorfgemeinschaft gemieden. Doch plötzlich verschwindet Sarah. Erst drei Jahre später trifft Charles sie wieder...


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8martin

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25.11.18 - 16:30
Den Roman von John Fowles hielten viele für nicht verfilmbar. Karel Reisz hat es dann doch gewagt und sich etwas von der Vorlage entfernt. Er bewies, dass der harte Schnitt aus einem Film zwei machen kann, die, wenn man es geschickt anstellt, am Ende wieder eine Einheit bilden können mit zwei Ausgängen. In den zwei Liebesgeschichten spielen Meryl Streep und Jeremy Irons in Doppelrollen das Pärchen.
Im historischen Film ist sie Sarah, er Charles.
In der Jetzt Zeit, in der gedreht wird, ist sie Anna und er Mike, die Schauspieler die sie darstellen.
Im 19. Jahrhundert wird Sarah als Ausgestoßene gesehen, die sich mit dem Erzfeind (Frankreich) eingelassen hat in eine unziemliche Liaison. Später wird sie zugeben, dass es ein Fake war, selbst als Charles seine Verlobung mit Ernestina (Lynsey Baxter) absagt. Den französischen Leutnant sieht man nie. Sarah taucht unter. Parallel zum Katz und Maus-Spiel im historischen Film kommen sich Anna und Mike auch als Kollegen näher. Beide sind aber liiert. Der Dreh ist zu Ende, die Darsteller feiern. Im Film findet Charles nach Jahren Sarah. Es gibt eine heftige Aussprache... und…
Auf der Film-End-Party steigt Mike Anna hinterher. Er will mehr von ihr…
So gibt es zwei Möglichkeiten für das Ende: ein Schönes (Happy End) und ein Liebloses, wenn es nichts wird.
So ist Karl Reisz ein intelligentes Melodram gelungen und ein angedeutetes Happy End, zwei Optionen also.

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