Godzilla
65.3/100

Filmkommentare (3)


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kurenschaub
02.01.17 - 09:57
Hat mich nicht übermäßig begeistert. War gestern auf ORF 1 zuhause und ich fand´s nur halbwegs gut,. Enttäuschung pur machte sich bei mir breit als Juliette Binoche nur eine 5 Minuten Mini Rolle zu erfüllen hatte. Einige gelungene visuelle Höhepunkte, aber ansonst ist das "Godzilla" Thema samt spannungsarmer Story weitgehend ausgereizt.

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Butchess
27.09.14 - 20:06
Gutes Popcorn-Kino. Mir hat der Film Spaß gemacht, auch wenn ich eigentlich mit Gozilla und Konsorten nichts am Hut habe. Besonders beeindruckt hat mich der Sound und die Kämpfe zwischen den Giganten, die zugegebener Maßen manchmal wie in den Originalfilmen aussahen. Nur realistischer und moderner dargestellt.

Punktabzug gibs es nur, weil ich mehr von den Überbleibseln der Urzeit sehen wollte. Aber stattdessen wurde meiner Ansicht nach viel zu viel Fokus auf die militärischen Gegenangriffe gelegt. Panzer hier, Waffen dort und überall pew pew pew. Auch war die schauspielerische Leistung einiger Protagonisten nicht überzeugend.

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MarcosFilmblog
15.05.14 - 22:38
Joe Brody (Bryan Cranston) lebt glücklich mit seiner Frau Sandra (Juliette Binoche) und dem gemeinsamen Sohn Ford (später Aaron Taylor-Johnson) in Japan, wo er zusammen mit Sandra im ortseigenen Atomkraftwerk arbeitet. An seinem Geburtstag stellt sich am Arbeitsplatz eine Gefahrensituation ein, die letztendlich in der totalen Zerstörung des Gebäudekomplexes endet. Sandra kommt dabei auf tragische Weise ums Leben.
Fünfzehn Jahre später lebt der nun erwachsene Ford in San Francisco und ist ebenfalls Familienvater, wobei er zu seinem eigenen Vater, der sich immer noch in Japan aufhält, um von Selbstvorwürfen zerfressen den Behörden zu beweisen, dass an jenem verhängnisvollen Tag etwas stattgefunden hat, was die japanische Regierung um jeden Preis geheim halten möchte, keinen Kontakt mehr hat. Nachdem Joe versucht hat, in das abgesperrte Areal rund um den Reaktor zu gelangen, wird er von den Behörden verhaftet. Ford beschließt seinen Urlaub von der Army damit zu verbringen, seinen Vater zu überzeugen, die Vergangenheit ruhen zu lassen und mit ihm in den Vereinigten Staaten ein neues Leben zu beginnen. Allerdings bewegt der Vater den Sohn dazu, in das alte Wohnhaus der beiden zurückzukehren, das alte Aufzeichnungen, die für das Belegen von Joes Theorien von essentieller Bedeutung sind, beherbergt, denn die Messungen, die der alte Sicherheitsinspektor jeden Tag durchführt, sind jetzt deckungsgleich mit denen, die er kurz vor der Katastrophe empfangen hatte. In der Sicherheitszone angelangt muss das Duo feststellen, dass es erstaunlicherweise keine gesundheitsgefährdende radioaktive Strahlung im gesamten Gebiet zu befürchten gibt. Das Areal ist außerdem mit zahlreichen Regierungsbeamten und Soldaten bevölkert, die in der Tat etwas Monströses im stillgelegten Kraftwerk verbergen…

Die Monsterechse „Gojira“, wie das Filmmonster im japanischen Original benannt ist, hat schon einiges auf der Kinoleinwand erlebt. Sagenhafte 28 Filme rund um die Ikone der Häuserzerstörung wurden in Japan produziert und auch ein gewisser Roland Emmerich hat sich im Jahre 1998 die Popularität des gigantischen Protagonisten zu Nutze gemacht, allerdings wird seine Interpretation in Fankreisen eher als negativ bewertet. Die Zeit heilt alle Wunden hat sich Hollywood gedacht und man hat wieder einen Anlauf gestartet den Kultfilm, der damals die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki künstlerisch verarbeitete, neu aufzulegen. Mit dieser Monsteraufgabe wurde der Brite Gareth Edwards, der mit seiner ersten Kinoproduktion „Monsters“, die 2010 veröffentlicht wurde, bereits Genreerfahrung sammelte, bedacht. Man nehme weiterhin namhafte Darsteller, wie z.B. Bryan Cranston, Juliette Binoche, die bereits oscar prämiert ist, und den asiatischen Kinostar Ken Watanabe, um auch der asiatischen Zielgruppe etwas die Skepsis am Projekt zu nehmen. Mit den heutigen Möglichkeiten, die CGI und die Technik im Allgemeinen bieten, sollte auch die Zerstörungsorgie, sowie die Gestaltung der Hauptstars, kein Problem mehr sein. „Godzilla“ sieht in der Tat beeindruckend aus, aber seine Gegenspieler, über die an dieser Stelle nicht zu viele Worte verloren werden, sind im Design doch sehr unglücklich geworden, was den Gesamteindruck der Begegnungen der modernen Urgewalten mit meist dicht besiedelten Regionen doch schmälert und den Szenen einen faden Beigeschmack verleiht. Die Story überzeugt mit der langsamen Einführung in die Thematik anfangs, wird jedoch nach dem ersten Drittel unnötig in die Länge gezogen, sodass der Film mit Sicherheit fünfzehn Minuten zu lange geraten ist. Die meiste Zeit über bekommen wir weite Panoramaaufnahmen von tropischen Inseln, dem Meer oder Metropolen, die zum Spielplatz für große Kinder verkommen, zu sehen. Auch scheinen es Hubschrauber, die mehr Screentime als manche Schauspieler bekommen, dem Briten angetan zu haben, aber eine Erzählung kann ja, falls andere filmische Ebenen den Verlust der Sprache vergessen lassen, auch ohne Dialoge gut aufgebaut werden, was hier nicht der Fall ist. Der gegen Beginn ernste Erzählton verkommt im Laufe des Films vollkommen zu einer Farce, wenn jegliche Konsequenzen der überdimensionalen Auseinandersetzungen mit den Füßen getreten werden. Es findet auch keine Variabilität im Auftreten der gigantischen Stars statt. Jeder Auftritt wird mit einer ähnlichen Einstellung angekündigt. Überraschungen bleiben aus, es sei denn, man sieht es als Überraschung an, dass der Film eine komplett andere Richtung einschlägt, als der Trailer beim Ansehen vermittelt. Auch Aaron Taylor-Johnson verblasst neben seinem Filmvater und kann keine positiven Akzente setzen. Man wird sich jedenfalls nicht an seine Rolle erinnern. Wie bereits erwähnt, leiden die ansonsten schön inszenierten Kämpfe an der nicht durchgehend guten Gestaltung der Beteiligten. Aber es ist schön zu wissen, dass man geliebte Menschen in ausweglosen Situation doch sehr schnell wiederfindet und außerdem weiß man die Auftritte Godzillas sehr zu schätzen, weil sie uns etwas von dem restlichen Leid erlösen.

Fazit: Neuinterpretation eines klassischen Stoffes, die den starken Beginn nicht konsequent hält und zeigt, dass monumentale Kämpfe von überdimensionalen Ungetümen es nicht immer wert sind, einen Kinobesuch zu unternehmen. Ein Film der sich viel zu ernst nimmt und gemessen an den Erwartungen stark zurückbleibt. Schaut Euch lieber nochmal “Pacific Rim”, der neben zerstörten Städten auch noch eine unterhaltsame Geschichte, die das Genre mit einem Augenzwinkern bedacht hat, an!

Bewertung: 4/10
Genre: Action, Monsterfilm
FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 123 Minuten

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