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Mörderischer Engel
82.5/100

Mörderischer Engel

FILM • 1985 • 1 Std. 30 Min.


Regie: Jacques Deray

Darsteller/-innen: Charlotte Rampling, Michel Serrault, Albert Delpy, Jean-Pierre Bacri, Jean-Paul Roussillon, Jean-Pierre Darroussin, Luc Florian, Maurice Barrier, Julie Jezequel, Xavier Deluc, Elisabeth Depardieu, Jean Leuvrais, Riton Liebman, Gerard Darmon, Philippe Helies

Genre: Krimi, Mystery, Thriller



"Er ist ein Bulle, ein zynischer Einzelgänger, erfahren, knallhart, abgebrüht. Doch der Tote neben den Gleisen schockt auch ihn. Denn man hat ihn jeden Knochen im Leib gebrochen, bevor er ins Jenseits befördert wurde. Schnell stößt der Inspektor auf die Hauptverdächtige. Barbara: Schön, begehrenswert, eiskalt und skrupellos. Inspektor Staniland glaubt, daß sie und ihr seltsamer Bruder die Mörder sind. Und doch erliegt er immer mehr der Faszination dieser Frau ohne Selbstachtung. Sie ist fähig alles zu tun, und mit jedem. Mal vulgär-billiges Flittchen mal unersättlicher erotischer Vulkan - er verfällt der perversen Ausstrahlung der sexuellen Begierde, den fantastischen Bettqualitäten. Der Inspektor versetzt sich in die Welt des toten Mannes neben den Gleisen, und der Mittelpunkt dieser Welt heißt Barbara. Er geht in das Netz des mörderischen Engels."


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8martin

8martin


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27.08.19 - 16:31
Ein außergewöhnlicher Thriller aus Frankreich, der leider einen unpassenden Titel hat, denn auf die Hauptfigur Barbara (Charlotte Rampling) trifft nur der erste Teil zu. Barbara ist alles andere als ein Engel. (Soll das etwa ein Iron sein?) Der Originaltitel lehnt sich etwas an 007 an ‘Man stirbt nur zweimal‘. Und auf die Romanvorlage wird im Film Bezug genommen. Da wird der Titel erklärt ‘Er starb mit offenen Augen‘.
Der Pianist Berliner wird ermordet aufgefunden. Eine Spur führt zur Edelnutte Barbara.
Sie ist mysteriös, sexy und eiskalt und legt sogar den ermittelnden Inspektor Staniland (Michel Serrault) flach, indem sie ihn im Anzug unter die Dusche kriegt. Wenn er sich mit der Edelnutte unterhält, fliegen die Fetzen oder es knistert. Bei Berliners Ehefrau Margo (Élisabeth Guignot, Ex Ehefrau von Gerard Depardieu) kann sich Staniland noch beherrschen. Seine Ermittlungsmethoden sind wirklich ganz anders als man es erwartet. Wenn er z.B. einen Barkeeper (Jean-Pierre Bacri) in die Verhörmangel nimmt, spuckt er ihm die Olivenkerne ins Gesicht, das Glas Wasser, das er für seine Tropfen braucht, schmeckt ihm nicht, er wirft es an die Wand. Staniland kann zum Rüpel oder Schläger werden. Muss aber auch einstecken. Ebenso ergeht es Barbara. Sie glaubt alle Männer um den Finger wickeln zu können und bleibt doch Opfer ihrer Sexsucht. Bis zum Finale, als sich ihr junger Lover Mark (Xavier Deluc) als ihr Bruder outet, mit dem sie es treibt, während Staniland wie das erste Opfer Charley Berliner zuschaut. Der Inspektor kann allerdings entkommen, Mark nicht. Er war Barbara zu gefährlich geworden.(Brudermord!?)
Das Ende ist offen, obwohl klar ist, wie Staniland reagieren wird: theoretisch kann er gegen die Edelnutte aussagen, er kann sie damit vernichten oder er kann sie vergessen. Das mit Charley könnte ein Unfall geschehen sein, das mit Mark Notwehr. Staniland hat es in der Hand… Großartig bis zum Schluss.

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kurenschaub

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16.07.12 - 11:22
Ein feiner Frankreich Erotikkrimi aus der Mitte der Achziger Jahre, mit coolem Plot und zwei first class Hauptdarstellern. Michel Serrault gibt den cleveren, durch nichts zu erschütternen Ermittler, welcher dann trotzdem in die (sex) Falle der Edelprostituierten Barbara (Charlotte Rampling) tappt...
Und die sah auch noch echt toll aus, anno 1985 und zeigt in diesem stillistisch einwandfreien Reißer das sie auch nackt ( als 39 jährige) einiges an Ausstrahlung
besaß. Gespielt hat sie in "Mörderischer Engel" sowieso wieder bravourös.
Auf jeden Fall ist`s es für mich echt ein lohnenswerter Streifen gewesen, Rampling und der gewiffte Regisseur Jacques Deray waren Cesar nominiert, welchen es schlußendlich auch für die raffinierte Cameraführung von Jean Penzer gab.
Pikant!

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