DEINE Topfilme des vergangenen Kinojahres! Jetzt Abstimmen
 

1 Kommentar

Guardians of the Galaxy

DEINE MEINUNG?

Dazu passend:
85
Guardians of the Galaxy 2, 2017

2014

Genre: Action, Abenteuer, Sci-Fi

Spieldauer: ~ 121 Minuten

Regie: James Gunn

Cast: Vin Diesel, Dave Bautista, Zoe Saldana, Bradley Cooper, Benicio Del Toro, John C. Reilly, Djimon Hounsou, Chris Pratt, Lee Pace, Glenn Close, Michael Rooker, Ophelia Lovibond, Karen Gillan, Peter Serafinowicz, Spencer Wilding, Laura Haddock

Kurzbeschreibung: Der Pilot und intergalaktische Vagabund Peter Quill (Chris Pratt), als „Star-Lord“ bekannt und immer auf der Suche nach kostbaren Relikten, gerät durch einen dummen Zufall zwischen die Fronten eines (welt-)allumfassenden Konfliktes. Bei seinem letzten Beutezug stiehlt er ohne es zu ahnen eine mysteriöse Super-Waffe, auf die offensichtlich das ganze Universum scharf ist, und macht sich damit nicht nur zum neuen Lieblingsfeind des gewieften Schurken Ronan. Denn wer immer diese Waffe besitzt, ist in der Lage, den gesamten Kosmos zu unterwerfen. Auf seiner wilden Flucht verbündet sich Quill notgedrungen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Außenseiter: dem waffenschwingenden Waschbären Rocket Racoon, dem intelligenten Baummenschen Groot, der ebenso rätselhaften wie tödlichen Gamora (Zoe Saldana) und dem raffinierten Drax the Destroyer (Dave Bautista). Unter dem Namen GUARDIANS OF THE GALAXY zieht diese ziemlich spezielle Heldentruppe gemeinsam in den Kampf um das Schicksal des gesamten Universums. Irgendjemand muss den Job ja erledigen!


Filmkommentare (1)


Beitrag schreiben


MarcosFilmblog
01.09.14 - 20:44
Peter Quill (Chris Pratt) nennt sich selbst “Starlord”! Als kleiner Junge wurde er von Outlaws von der Erde entführt und verbringt jetzt die meiste Zeit seines Lebens mit der Suche nach Relikten, die er an Sammler für teures Geld verkaufen kann. Nachdem er in die Hände eines geheimnisvollen Orbs gelangt ist, bekommt er schlagartig mehr Aufmerksamkeit. Die Kopfgeldjäger Rocket (synchronisiert von Bradley Cooper), ein Waschbär, der in laboren zahlreiche Modifizierungen seiner gene über sich ergehen lassen musste und Groot (synchronisiert von Vin Diesel), eine intelligente, pflanzliche Lebensform, möchten sich mit der Gefangennahme des Outlaws eine goldene Nase verdienen. Neben dem exotischen Duo gibt es auch noch die Kriegerin Gamora (Zoe Saldana), die scheinbar im Auftrag des machthungrigen Ronan (Lee Pace) das Artefakt in ihren Besitz bringen soll. Das erste Aufeinandertreffen der Truppe endet mit der Verhaftung aller Beteiligten durch die Sicherheitsorganisation Nova, die in der Galaxie für Recht und Ordnung sorgt. Im Gefängnis gibt Gamora zu, dass sie sich von Ihrem Auftraggeber losgesagt hat. Sie hat bereits Kontakt zum exzentrischen Collector (Benicio Del Toro) aufgenommen, der ein Vermögen für den Orb bezahlen würde. Ab diesem Zeitpunkt steht für die vier Inhaftierten fest, dass eine Zusammenarbeit sich für eine immense Summe durchaus arrangieren lassen könnte. Einen weiteren Verbündeten finden sie im muskulösen Drax (Dave Bautista), der sich für den Tod seiner Familie an Ronan rächen möchte. Perfekte Voraussetzungen für eine Menge Abenteuer…

Marvel erweitert das eigene Universum konsequent weiter. Jetzt hat es die zweite Gruppe an Helden in die Kinosäle geschafft. Einen starken Kontrast zu den beinahe aalglatten “Avengers” bildet die Gruppierung, die es hier zu bestaunen gibt. Bei den “Guardians of the Galaxy” handelt es sich um einen bunt zusammengewürfelten Haufen an liebenswerten und teilweise auch chaotischen Antihelden, die nicht mit oft zitierten Phrasen von Gerechtigkeit um sich werfen. Vielmehr handelt es sich um Charaktere, die Ecken und Kanten aufweisen, die eine willkommene Abwechslung im Dschungel an Superhelden bieten. Der Film lebt von einem Großmaul, einem baumähnlichen Wesen, das sich fast ausschließlich mit nur einem Satz zu artikulieren weis, einem philosophisch angehauchtem Muskelprotz, der trotz seinen Formulierungen nicht gerade als hellste Leuchte im Lampengeschäft beworben werden dürfte und einem frechen Waschbären, der eine Affinität zu hochexplosiven Waffen sein Eigen nennen darf. Auf dem Papier mag das nicht gerade nach einem vorgezeichneten Konzept zum Erfolg angesehen werden, aber Starlord und Co. würden es mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit schaffen jeden Skeptiker eines besseren zu belehren. Der Grund hierfür ist die Chemie die zwischen den einzelnen Figuren, die durchgehend in ausgezeichneter Art und Weise von ihren Darstellern zum Leben erweckt werden, herrscht. So sind die Höhepunkte in der von James Gunn flott inszenierten Comicverfilmung nicht unbedingt die Verfolgungsjagden und Actionszenen, die ebenfalls zu überzeugen wissen, sondern die Dialoge zwischen den selbsternannten Rettern der Galaxis selbst. Die Geschichte orientiert sich an den klassischen Grundlagen des Genrefilms, in dem mehrere Parteien um ein Objekt konkurrieren und baut gekonnt Parallelen zu anderen Marvel-Verfilmungen. Ein Crossover zwischen den “Avengers” und den “Guardians” ist im Drehplan des Studios ja schon fest eingeplant. Großartig funktioniert auch der “Awesome Mix” von Peter Quill, der musikalische Klassiker der 70er Jahre in neue Sphären befördert. Während der zahlreichen Sequenzen, in denen die Musik einer anderen Generation aus den Lautsprechern ertönt, kann man sich schon einmal dabei ertappen, wie man fröhlich mit dem Fuß rhythmische Bewegungen vollführt. Der Soundtrack garantiert einen hohen Ohrwurmfaktor! Dass der Film auf visueller Ebene überzeugt, braucht bei dem konstant hohen Level an Qualität in diesem Bereich, den Marvel seit seiner Existenz abliefert, nicht mehr erwähnt werden. Der Bösewicht Ronan verblasst im Schatten seiner Gegenspieler zwar etwas, aber für einen Film mit Superhelden ist ein Gegenpol, auch wenn dieser nicht gerade einen Preis für Originalität gewinnen würde,von Natur aus essentiell für die Story.

Fazit: “Guardians of the Galaxy” ist ein liebevoll gestalteter Science-Fiction-Film, der mit erstklassigen Charakteren einem breiten Spektrum an Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollte. Marvels neuester Streich hat das Potential zum Kultfilm zu avancieren und ist somit eine uneingeschränkte Empfehlung und eventuell sogar der Höhepunkt im auslaufenden Kinosommer 2014.

Bewertung: 9/10
Genre: Comicverfilmung, Science-Fiction
FSK: Ab 12 jahren
Laufzeit: 121 Minuten

Antwort abgeben


Dauerhaft
Amazon Prime Unbegrenzter Seriengenuss
FE-Punkte:

eichi

eichi
154.695 FE-Punkte

  • kurenschaub kurenschaub129.727
  • Filmfreak Filmfreak121.464
  • Chev Chev54.640
  • Filmosoph Filmosoph51.944
  • brittlover brittlover28.546
  • 8martin 8martin23.498
  • Anti78 Anti7820.212
  • Seth0487 Seth048719.918
  • Kiddow Kiddow15.989