Hosted by World4YouDonnerstag, 16. August 2018 2 News 2 Filme 1 Serie 7 Staffeln 1 Gewinnspiel 2 Bilder 3 Poster
 

1 Kommentar

Sag, dass du mich liebst

DEINE MEINUNG?


2012

Genre: Drama

Spieldauer: ~ 89 Minuten

Regie: Pierre Pinaud

Cast: Nicolas Duvauchelle, Karin Viard, Catherine Hosmalin, Charline Paul, Patrick Fierry

Kurzbeschreibung: Mélina (Karin Viard) führt ein Doppelleben: Mit 40 Jahren ist sie die bekannteste Stimme Frankreichs. Als Radiomoderatorin ist sie spätabends auf Sendung und Vertraute sowie Freundin für Tausende. Privat allerdings vermeidet sie jeglichen Kontakt mit anderen Menschen. So kennt zwar jeder ihre Stimme, aber niemand ihr Gesicht. Was Mélina antreibt, ist die Suche nach ihrer Mutter (Nadia Barentin), von der sie als Kleinkind verlassen worden ist. Und endlich bekommt sie den entscheidenden Hinweis: Ihre Mutter Joelle wohnt mit ihrer Familie ganz in der Nähe. Sofort macht Mélina sich auf den Weg, schleicht um Joelles Haus herum, unentschlossen, aber doch wie magisch angezogen. Durch einen Zufall wird sie in ihr Haus eingeladen und findet sich plötzlich mitten im turbulenten Leben ihrer Mutter wieder. Wird Joelle sie erkennen und die Tochter die Mutter wiederfinden?


Filmkommentare (1)


Beitrag schreiben


8martin
19.02.15 - 18:22
Der deutsche Titel und der des französischen Originals verdeutlichen zwei unterschiedliche Ansätze zum Verständnis des Films. Wir betonen den Wunsch der Tochter Mélina (eindrucksvoll Karin Viard), den Titelsatz von ihrer wiedergefundenen Mutter (Nadine Barentin†) zu hören. Regisseur Pineau verweist auf Mélinas Rolle als Kummerkastentante in einer Radioshow. (ein weiblicher Domian)
Es entwickelt sich ein emotionales Spiel in zwei Welten um Anonymität und vertrauter Verwandtschaft. Mélina taucht als Unbekannte bei der Familie ihrer Mutter auf und nach und nach erkennen alle wer Mélina wirklich ist. Damit ist ihre Rolle beim Radio dahin und die Mutter ist nicht gerade außer sich vor Freude, ob der aufgetauchten Tochter.
Karin Viard spielt diese Mélina, die hart am Autismus anzusiedeln ist mit klaustrophobischer Intensität. Selbst in ihrer eigenen Wohnung flüchtet sie sich in die Besenkammer als sicheren Ort. Ihre Unfähigkeit Beziehungen aufzubauen steigert sich immer mehr und es gibt anscheinend keine Möglichkeit davon wegzukommen. Als ihre Mutter den Titelsatz nicht sagen will, droht sie ihr, die medizinischen Geräte abzuschalten. Die Zuneigung von Lucas (Nicolas Duvauchelle), eines Mitglieds der Familie, macht sie kopflos. Aber sie ist lernfähig. Als ihr eine Anruferin von ihrer Heimerfahrung erzählt (eigentlich ist es die eigene von Mélina), rät sie ihr das Gleiche, was ihr ihre Putzfrau geraten hat ‘Du musst auf die Leute zugehen.‘ Etwas, das sie selbst nie schafft. Es gibt keine Lösung, nur die Erkenntnis, dass etwas geändert werden muss. Nichts für Ratsuchende.

Antwort abgeben


Angemeldet bleiben?
Amazon Prime Unbegrenzter Seriengenuss