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2 Kommentare

Dancer in the Dark

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2000

Genre: Krimi, Drama, Musical

Spieldauer: ~ 140 Minuten

Regie: Lars von Trier

Cast: David Morse, Peter Stormare, Udo Kier, Catherine Deneuve, Zeljko Ivanek, Joel Grey, Cara Seymour, Jean-Marc Barr, Reathel Bean, Jens Albinus

Kurzbeschreibung: Zwei Dinge liebt Selma über alles: amerikanische Musicals und ihren kleinen Sohn. Die Musik erleichtert ihr die harte Arbeit in der Fabrik und bringt Leben in ihre Welt, aus der langsam das Licht schwindet. Denn Selma hat ein trauriges Geheimnis: Sie wird blind. Um ihren Sohn vor dem gleichen Schicksal zu bewahren, spart sie sich für dessen Operation das Geld vom Munde ab. Doch dann stiehlt ein verschuldeter Nachbar in seiner Verzweiflung Selmas Vermögen und löst damit eine Kette unglücklicher Ereignisse aus, die Selma schließlich in eine aussichtslose Situation treiben...


Filmkommentare (2)


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8martin
14.05.14 - 16:17
Einer der wenigen Filme des Lars von Trier, die keinen Skandal provozieren. Und er ist trotzdem Klasse. Spannend, in sich schlüssig und mit großartigen Hauptdarstellern. Er gliedert sich in drei Teile: beginnend mit einer Art Seifenoper geht es in einen Film der Arbeiterklasse mit Musical Einlagen, die sich völlig unaufdringlich nicht nur in die Handlung einfügen, sondern noch eine Art Verstärkung darstellen. Es folgt ein Krimi mit einem ungewöhnlichen Mord. Musik und Tanz sind ein Palliativ zur derben Realität. Mit Prozess und Hinrichtung zeigt der Film seinen erschütternden Höhepunkt und Abschluss.
Im Mittelpunkt steht Selma (Björk). Sie dominiert mit Gesang (‘Time it takes a tear to fall, a heart to miss a beat…‘). Überzeugend ihre allmähliche Erblindung. Sie ist etwas schlicht, nicht besonders hübsch und krank. Erstaunlich unaufgeregt fügt sich Catherine Deneuve ins Ensemble ein und bildet die Antipode zu Selma. Sie ist schön, klug, eine reife Frau. Zwei Promis umrahmen Björk: der gute Jeff (Peter Stormare) ist fast selbstlos verliebt in das ‘häßliche Entlein‘ und Bill der geldgierige Polizist (David Morse). Er eröffnet das Drama. Genau genommen sind es zwei: ein menschliches und ein juristisches. Im letzteren gibt es sogar noch Überraschungen.
Die unterschiedlichen Teile bieten Abwechslung und die dramatische Steigerung bringt die Spannung. Der Schluss schockiert. Musik und Tanz unterstreichen den poetischen Titel. Wunderbar.

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kurenschaub
10.11.12 - 18:31
Ein hochqualitativer Film vom umstrittenen Regisseur Lars von Trier, welcher zumeist extreme und gute Filmkunst hervorbringt, der aber auch eigene, seiner depressiven Krankheit zuzuschreibende Stimmungsbilder in seinen Werken verarbeitet und dafür auch vielfach verkannt wird.
Auch hier hat er ein gediegenes und achtbares Drehbuch voller klugen Einfälle verfasst und Dancer in the Dark ist bereits der dritte Streifen einer Golden Heart Trilogy.
Die ersten beiden Werke waren "Breaking the waves" und "Idioten". In jedem der Movies steht eine tragische Frauengestalt im Vordergrund, die sich für andere aufopfert und deren Liebe nicht davon abhängt wie das Schicksal oder die andere Menschen mit ihr umgehen.
Die isländische Darstellerin und Sängerin Björk spielte mit viel Hingabe die kräftezerrende Rolle der tschechischen Einwanderin Selma Jezkova und steuerte auch den erstklassigen Soundtrack Selma Songs bei.
Lars von Trier melangt in Dancer in the dark einen wohlfeilen, anspruchsvollen Cocktail aus dem dänischen Dogma Film mit Anleihen aus US Musicals der 50ziger und sechziger Jahre.
Das bestechend gut gelungene Musical Drama erhielt rund zwanzig Auszeichnungen und 32 Nominierungen, so auch die goldene Palme in Cannes 2000. Björk erhielt die Auszeichnung als beste Darstellerin.

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