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Vergiss mein nicht

DEINE MEINUNG?


2013

Genre: Dokumentation, Biographie, Familie

Spieldauer: ~ 88 Minuten

Regie: David Sieveking

Cast: David Sieveking, Malte Sieveking, Margarete Sieveking

Kurzbeschreibung: „Aus der Tragödie meiner Mutter ist kein Krankheits-, sondern ein Liebesfilm entstanden, der mit melancholischer Heiterkeit erfüllt ist.“ David Sieveking David zieht wieder zu Hause ein und übernimmt für einige Wochen die Pflege seiner demenzerkrankten Mutter Gretel,um seinen Vater Malte zu entlasten, der sich seit seiner Pension vor fünf Jahren um seine Frau kümmert. Während Malte in der Schweiz für ein paar Wochen neue Kraft tankt, versucht sich David als Pfleger seiner Mutter. Mit dem Einverständnis der Familie dokumentiert er seine Zeit mit Gretel: David ist plötzlich Sohn, Betreuer und Dokumentarfilmer in einer Person. Seine Gegenwart und die Anwesenheit des Filmteams wirken erfrischend auf die Mutter,die endlich wieder Eigeninitiative entwickelt und neue Lebensfreude zeigt.Trotz ihrer zeitlich wie örtlichen Orientierungslosigkeit bleibt Gretel heiter und gelassen: Sie hält sich für eine junge Frau und David für ihren Mann Malte. David gelingt es, mit seiner verwirrten Mutter wunderbar lichte Momente zu erleben. Sie verliert ihr Gedächtnis, ihren Sinn fürs Sprechen, aber sie gewinnt etwas anderes: eine entwaffnende Ehrlichkeit und Unschuld,gepaart mit überraschendem Wortwitz und weiser Poesie. Als David zusammen mit Gretel in die Schweiz fährt, um Malte aus seinen Ferien abzuholen, gewinnen seine Recherchen an Brisanz. Hier lebten seine Eltern in den 70er Jahren. David begegnet alten Genossen und Weggefährten, erfährt pikante Geschichten aus dem Liebesleben seiner Eltern, von den Krisen ihrer offenen Ehe“.Nun, am Ende ihrer mehr als 40-jährigen Beziehung, kommen sich Gretel und Malte so nah wie noch nie. Zum Hochzeitstag fährt das Paar nach Hamburg, wo ihre Liebe einst begann. Es wird ihre letzte gemeinsame Reise. Aus Gretels Krankheit entsteht ein Neuanfang, und aus Davids biografischem Filmprojekt wird eine Liebeserklärung an das Leben und die Familie – eine Reise in die Vergangenheit seiner Eltern, dem Schlüssel seiner eigenen Geschichte


Filmkommentare (1)


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kurenschaub
08.06.14 - 21:43
Eine Alzheimer Doku die unter die Haut geht. Gretel ist mit ihren 73 Jahren die Betroffene (ihre Mutter hatte auch Alzheimer und wurde von ihr gepflegt) nun ist sie selbst an der Reihe.
Die Kamera ist in vielen Situationen dabei, zeigt die unwiderrufliche Reise in den Sonnenuntergang und wie diese einst dynamische achtbare Frau ihr Erinnerungsvermögen verliert. Die Familie steht zusammen und ist zu ihr besonders liebevoll. Demenzkranke zu pflegen ist eine enorm schwierige und belastende Aufgabe, wie ich an meiner daran erkrankten Mutter über viele Jahre erleben mußte.
Die Dokumentation ist großartig gemacht und verschweigt (fast) nichts.
Die unangenehmen intimen Dinge werden ausgesperrt und dies ist gut so.
Ihr Sohn David welcher von Gretel auch des öfteren mit ihrem Mann Malte verwechselt wird, hat dazu auch ein packendes Buch geschrieben.
David erfährt mit der Betreuung seiner Mutter auch wie seine Eltern in jungen Jahren zusammenlebten, welche politische Gesinnung sie hatten und dass sie eigentlich eine sehr freie Ehe lebten.
In den letzten Minuten der Doku sieht man noch Margarete Sieveking (bereits von ihrer Krankheit schwer gezeichnet) im Krankenbett, umgeben von ihren beiden Enkeln, welche ihr die Nahrung mit dem Löffel eingeben.
Obwohl sie bereits verloren in einer anderen Welt ist, strahlt sie mit weiten Augen voller Glück.
Intensiv, berührend und natürlich schmerzend traurig!

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