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2 Kommentare

Non-Stop

DEINE MEINUNG?


2014

Genre: Action, Mystery, Thriller

Spieldauer: ~ 106 Minuten

Regie: Jaume Collet-Serra

Cast: Liam Neeson, Julianne Moore, Scoot McNairy, Jon Abrahams, Anson Mount, Corey Stoll, Michelle Dockery, Linus Roache, Nate Parker, Omar Metwally, Lupita Nyong´o, Bar Paly, O.T. Fagbenle, Charlotte Kirk, Quinn McColgan

Kurzbeschreibung: Bill Marks (Liam Neeson), langgedienter U.S. Federal Air Marshal, ist seinen Job über den Wolken leid. Doch der heutige Transatlantikflug wird für den Sicherheitsbeamten alles andere als routiniert: Kurz nach dem Start erreichen Marks Textnachrichten von einem Fremden. Solange nicht 150 Mio $ auf ein geheimes Konto geflossen sind, droht der unbekannte Absender alle 20 Minuten einen Passagier zu töten. Als sich herausstellt, dass das Konto auf Marks‘ Namen läuft und an Bord eine Bombe auftaucht, gerät die Situation außer Kontrolle. Plötzlich steht Marks selbst unter Verdacht das Flugzeug zu entführen. Ihm bleiben nur wenige Stunden, um die Katastrophe abzuwenden und das Leben der 200 Passagiere zu retten.


Filmkommentare (2)


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kurenschaub
29.01.18 - 11:08
Ist auf jeden Fall ein spannender Thriller über den Wolken. Liam Neeson als Air Marshall mit diversen Problemen macht seine Sache gut, besonders cool finde ich das zwei meiner Lieblingsdarstellerinnen (Julianne Moore und Michelle Dockery) mit am prickelnden Bordkrimi sind. Der Film ist scharf getimt und bleibt aufregend bis zur letzten Minute.
Kein Langeweiler!

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MarcosFilmblog
08.04.14 - 19:54
Air Marshal Bill Marks (Liam Neeson) ist Alkoholiker und hat neben diesem Laster auch einige weitere Probleme, die ihn durch seinen Alltag begleiten. Als Air Marshal ist er fast täglich an Bord von internationalen Flügen, wobei er wie ein ganz normaler Reisender in Erscheinung tritt. Während eines Fluges nach London ist er aber gezwungen, seine Tarnung auffliegen zu lassen, da ein unbekannter Psychopath, der sich anscheinend im selben Flugzeug wie Marks befindet, damit droht, alle 20 Minuten einen Passagier des Flugzeuges ins Jenseits zu befördern. Ein Blutbad in 10000 Metern Höhe könne nur verhindert werden, wenn eine horrende Summe von 150 Millionen Dollar auf das Konto, das vom Verbrecher angegeben wird, überwiesen werden würde. Neben der Drohung, die gegen die Zivilisten ausgesprochen wird, kennt die unbekannte Person ebenfalls die privaten Probleme des gebrochenen Air Marshals und es beginnt ein perfides Katz- und Mausspiel über den Wolken, bei dem die kriminelle Energie nahezu unbegreifliches vorausschauendes Denken offenbart und es sogar schafft Bill als Entführer des Flugzeuges erscheinen zu lassen…

Thriller, die auf engem Raum spielen, haben es meistens schwer. Es ist eine Kunst, das Interesse des Publikums über eine spielfilmlange Laufzeit konsequent aufrecht zu erhalten, weil man es schaffen muss, ein logisch und nachvollziehbares Puzzle, das am Ende in überraschender Manier gelöst wird, zu konstruieren, um die mangelnde visuelle Abwechslung des Settings zu kaschieren. Diese Produktion des französischen Filmverleihs Studio-Canal ist ein unterhaltsamer Ausflug in die Lüfte, der als Blockbuster sein Publikum sehr zufriedenstellen sollte. Besonders der Anfang ist sehr schön in Szene gesetzt. Wenn Bill Marks die üblichen Prozeduren, die auf einem größeren Flughafen stattfinden, über sich ergehen lässt und andere Passagiere, die im Terminal umherwandern, beobachtet, kann man wunderbar mit ihm fühlen. In der heutigen Zeit hat man im Hinterkopf doch immer ein mulmiges Gefühl, wenn man verdächtig aussehende Gestalten in der Nähe eines Flugzeuges erblickt. Man entwickelt eine Art Paranoia, die hier mit sehr greifbarer Authentizität vermittelt wird. Das gelingt Regisseur Jaume Collet-Serra, der eigentlich eher im Horrorgenre beheimatet ist, mit geringsten Einsatz, weil nur das Minimum eines Flughafensettings von der Kamera eingefangen wird. Auch wird hier der Grundstein für die spätere Suche nach dem Antagonisten des Filmes gelegt, indem ein kleiner Kreis von potentiellen Tätern vorgestellt wird. Natürlich nur für den Zuschauer, der schon jetzt Mutmaßungen über die Identität des Erpressers stellen kann. Das Adrenalin lässt auch nicht lange auf sich warten, weil bereits kurz nach dem Start eine Textnachricht auf dem gesicherten Mobiltelefon von Bill eingeht. Die Konversation wird in bekannter Erscheinungsform auf die Leinwand gebracht, was bedeutet, dass das Publikum die Nachrichten mitlesen muss und somit in die Handlung eingebunden wird. Stellenweise ist dieser Prozess der Interaktion mit dem Betrachter schon vergleichbar mit einem bekannten Kriminalspiel eines populären Brettspielherrstellers. Air Marshall Marks versucht jedenfalls zusammen mit seiner Sitznachbarin Jen (Julianne Moore) und der ihm bekannten Stewardess Nancy(Michelle Dockery) den Übeltäter ausfindig zu machen. Abwechslung wird durch solche unterschiedlichen Versuche des Air Marshals, der seine Strategie und Verfahrensweise, die zur Ergreifung des Halunken, der Bill jedes Mal einen Schritt voraus zu sein scheint, führen sollen, minütlich ändern muss, geschaffen. Der Countdown von zwanzig Minuten, der den Sauerstoffvorrat in der Maschine nach dem Ablaufen geringfügig erhöht, läuft nicht in Echtzeit ab, was aber auch nicht erforderlich ist, weil der Film kein Hochglanz Thriller mit hohem Anspruch an seine Zielgruppe sein möchte. Die Figur des Bill Marks durchläuft den schmalen Grad zwischen einem Helden und einer gescheiterten Existenz mit Ecken und Kanten, bietet aber gerade deswegen Identifikationspotential und löst ebenfalls Mitleid aus. Er ist kein typischer Retter, der mit Leichtigkeit einen Weg aus der Misere finden kann und ein Charakter, dem man während seiner Bemühungen die Daumen drückt. Auch wird die Option offen gehalten, dass Bill Marks selbst der Täter ist, aber wir sind uns doch einig, dass dieser Twist doch die meisten Fans des raubeinigen Iren sehr verärgert hätte .Die Auflösung der Ereignisse kommt überraschend und trotz vereinzelter Logiklücken erscheint sie in ihrer Form doch schlüssig. Es werden jedenfalls ausreichend falsche Fährten gelegt, um den Mitratenden auf das Glatteis zu führen. Lediglich das Ende wirkt etwas zu gehetzt und die Enthüllung der Motive ist auf alle Fälle Geschmackssache, aber vielleicht ist eine schnelle Landung ja auch das Richtige nach dieser holprigen Reise in einem nicht ganz so lustigen Flugzeug. Verrücktheit über den Wolken hat der Film aber durchaus zu bieten.

Fazit: “Non-Stop” ist ein abwechslungsreicher und schnell verdaulicher Thriller, der sein Publikum sehr lange im Dunkeln tappen lässt. Wer in naher Zukunft einen längeren Flug vor sich hat, kann man empfehlen, sich diesen Film erst nach der sicheren Landung zu genehmigen.

Bewertung: 7/10
Genre: Thriller
FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 106 Minuten

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