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Drecksau
70.4/100

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Drecksau

FILM • 2013 • 1 Std. 37 Min.


Regie: Jon S. Baird

Darsteller/-innen: Shirley Henderson, Jamie Bell, Eddie Marsan, James McAvoy, Jim Broadbent, Imogen Poots, Pollyanna McIntosh, Martin Compston, David Soul, Shauna Macdonald, Emun Elliott, Joanne Froggatt, Kate Dickie, Iain De Caestecker, Natasha O´Keeffe

Genre: Drama, Komödie, Krimi





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8martin

8martin


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19.12.18 - 19:26
James McAvoy überragt in der Rolle des Bruce alle anderen Akteure bei weitem. Er ist nicht nur die ‘Drecksau‘, die der deutsche Titel verspricht. Er ist auch nicht nur der ‘Bad Cop‘, wie ihn Hollywood sieht. Zu 90 % ist es eine Drecksau, aber zu 10% ein armes Würstchen.
Von seiner eigenen Gier nach Macht angetrieben wird er letztendlich ein Opfer seines Ehrgeizes. Vor allem will er in seiner Sexsucht Macht über Frauen. Da kennt er keine Verwandten. Auch die Frau seines Freundes Clifford (Eddie Marsan), der in seiner tumben Einfalt überzeugt, wird wie dessen Frau Bunty (Shirley Henderson) ein Opfer der teuflischen Aktivitäten des krankhaft maßlosen Bruce. Bei aller Eloquenz ist er kriminell, versaut und brutal in jeder Hinsicht.
Und plötzlich zeigt er auch seine weiche Flanke: er kann herzhaft weinen. Mary (Joanne-DowntonAbbey-Froggatt) die Mutter eines kleinen Sohnes bedankt sich bei ihm für seine Hilfe. Sie wird für einen undeutlichen aber höchst dramatischen Schluss sorgen, wenn ihr Schatten und der ihres Sohnes durch die verzierte Glastür der Wohnung von Bruce fallen, als dieser sich einen Strick um den Hals gelegt hat…
Der größte Teil des Films ist eine Ansammlung von fäkalischen Verbalinjurien und sexuellen Ausschweifungen. Das Drehbuch strotzt nur so davon. Der Antiheld Bruce malträtiert die Frauen auf das Übelste. Er benimmt sich daneben wann immer es nur geht. Und dann diese Wandlung…
Das wird nur glaubhaft durch die Nebenhandlungen: Ray (Jamie-Iwilldance-Bell) ist der gradlinig aufrechte Arbeitskollege oder der nette Alte Gary Lewis. Nicht zu vergessen Freundin Amanda (Imogen Poots), die ihm schon mal die Leviten liest.
All das zusammen ergibt einen sexuell freizügigen Film, der durch sein sich abzeichnendes Ende echte Qualität erlangt. Bruce wird das Opfer seiner Krankheit.

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