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Monuments Men - Ungewöhnliche Helden
56.4/100

7 Bewertungen

Monuments Men - Ungewöhnliche Helden

FILM • 2014 • 1 Std. 58 Min.


Regie: George Clooney

Darsteller/-innen: Cate Blanchett, John Goodman, Matt Damon, George Clooney, Justus von Dohnanyi, Bill Murray, Bob Balaban, Michael Brandner, Jean Dujardin, Sam Hazeldine, Hugh Bonneville, Holger Handtke, Michael Hofland, Dimitri Leonidas

Genre: Action, Drama, Geschichte, Komödie, Krieg



Die deutsch-amerikanische Ko-Produktion MONUMENTS MEN – UNGEWÖHNLICHE HELDEN basiert auf einer wahren Geschichte, in der eine ungewöhnliche Sondereinheit während des Zweiten Weltkriegs von den Alliierten beauftragt wird, die größten Meisterwerke der Kunst aus den Händen der Nationalsozialisten zu befreien und an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Es ist eine schier unmögliche Mission: Die Kunstwerke befinden sich hinter den feindlichen Linien, und die deutsche Armee hat den strikten Befehl alles zu zerstören, sollte das Dritte Reich untergehen. Wie kann die Gruppe von sieben Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunsthistorikern, die sich eher mit Michelangelo als mit einem M-1 Sturmgewehr auskennen, überhaupt auf Erfolg hoffen? In einem Wettlauf gegen die Zeit sind die Monuments Men, wie sie genannt wurden, bereit, ihr Leben zu riskieren, um jahrhundertealte Kultur vor der Vernichtung zu bewahren und die Meisterwerke zu beschützen und zu verteidigen.



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Filmosoph

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03.01.16 - 10:28
In einer anderen Kritik habe ich mal geschrieben: "Selten wurde soviel Potential verschenkt!" "Monuments Men" betreffend muss ich nun leider sagen: "Noch nie wurde so viel Potential verschenkt!"
Man stelle sich vor: Die All-Star Cast George Clooney, Matt Damon, Bill Murray, Cate Blanchett, John Goodman, Jean Dujardin, Justus von Dohnanyi u.a.m. trifft sich unter optimalen Voraussetzungen und Bedingungen (kolportiertes Produktionsbudget: 70 Mio $), um einen Film zu einem sehr spannenden Thema zu machen. Klingt spannend, vielversprechend.
Und nun das: Der Film langweilt von der ersten Sekunde, vermag es höchstens 1-2 Minuten über die ganze Laufzeit Spannungsmomente aufzubauen, von gelungener Dramaturgie kann man also gar nicht sprechen, viele Szenen wirken deplatziert und auch die Musik nervt mehr, als sie die Handlung stützt.
Für mich eine der größten Enttäuschungen der letzten Jahre.

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MarcosFilmblog

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21
08.04.14 - 19:47
George Stout (George Clooney) erkennt die gefährliche Situation für historische Artefakte während des Zweiten Weltkriegs. Einige Kunstwerke sind bereits den Fliegerbomben zum Opfer gefallen und für ihn ist klar, dass etwas gegen diese Zustände unternommen werden muss. Zusätzlich befindet sich ein “Führermuseum” im Aufbau, das die neue Heimat für die größten Kunstschätze Europas werden soll. Die deutschen Soldaten plündern im Auftrag Adolf Hitlers Museen und Kirchen, um an die wertvollsten Stücke zu gelangen. Stout schafft es die Alliierten von der Notwendigkeit einer solchen Mission zu überzeugen und versammelt Kunsthistoriker und Architekten aus aller Welt. Zusammen mit fünf Männern bricht er in das Kriegsgebiet auf, während sein bester Freund James Romirer (Matt Damon) versucht die Französin Rose Valland (Cate Blanchett), die über wichtige Informationen über den Verbleib einiger Gemälde und Skulpturen verfügt, zur Kooperation zu überreden. Die Truppe, die nicht unbedingt aus prädestinierten Soldaten besteht erlebt einiger Abenteuer und muss sich auch mit den Schattenseiten des Krieges auseinandersetzen…

Das Staraufgebot, das uns dieser Film präsentiert, könnte wohl kaum größer und hochklassiger sein. Neben den drei Hauptprotagonisten George Clooney, Matt Damon und Cate Blanchett, die zusammen bereits vier Oscars, wobei man sagen muss, dass 2 davon für Leistungen abseits der Leinwand vergeben wurden, in ihren Glasvitrinen ausstellen dürfen, sehen wir auch Shootingstar Jean Dujardin, Hollywoodlegende John Goodman und Komödienkoryphäe Bill Murray, die noch mehr Auszeichnungen zum Cast hinzufügen. Bedauerlicherweise bleibt “Monuments Men-Ungewöhnliche Helden” hinter allen Erwartungen zurück und lässt den Zuschauer beim Einsetzen des Abspanns in einem enttäuschten Zustand zurück. Der Historienfilm ist die sechste Regiearbeit von George Clooney, der auch das Drehbuch zu dieser Buchverfilmung, die auf wahren Tatsachen beruht, beigesteuert hat und er findet hier nicht die richtige Balance, die ein qualitativ hochwertiges Kinoerlebnis erst möglich macht, sodass es sich bei dieser Arbeit um ein unausgewogenes Endprodukt handelt, das zusätzlich noch mit 110 Minuten eine entschieden zu lange Laufzeit hat. Zu Beginn schlägt Clooney einen Ton an, der sehr einer Komödie ähnelt. In kurzen Szenen bekommen wir gezeigt, dass sich keiner der Architekten und Kunsthistoriker als Sieger in einem Kriegsgefecht wiederfinden würde. Diese Soldaten sind entweder zu alt, zu dick, unerfahren oder einfach nur tollpatschig. Die Charakterzeichnung fällt am Anfang sehr dürftig aus, sodass man sich die Frage stellt, ob der gesamte Film in exakter Gestaltung bis zum Ende durchgezogen werden wird. Das Tempo wird dann nach einiger Zeit aber extrem rausgenommen, was eine Spur zu krass geraten ist, da man eindeutig gesagt zwei Filme zu sehen bekommt. Da es sich um eine Erzählung, die während des wohl grausamsten Krieges unserer Zeit spielt handelt, müssen auch ernstere Töne angeschlagen werden, die trotz einiger guter Ansätze sich zu schnell in der allgemeinen Banalität der Zeichnung des Krieges verlieren. Man glaubt einfach nicht, dass man sich im Zweiten Weltkrieg befindet, wenn hier und da ein paar Truppencamps und Konvois von russischen und deutschen Soldaten von der Kamera eingefangen werden. Es ist schön und gut, dass man sich nur auf die Geschichte der “Monuments Men konzentriert, aber die Glaubwürdigkeit der Geschichte, auch wenn sie sich noch exakt so zugetragen hat, leidet unter dieser Gangart. Ein Kapitel in der Geschichte der Bewahrer von Kunstwerken ist eindeutig zu lange geraten. Matt Damon und Cate Blanchett nehmen in Paris zu viel Zeit in Anspruch, auch wenn das Ergebnis ihres Aufeinandertreffens von immenser Bedeutung der Mission ist, muss man sagen, dass man nach dem Betrachten bereits den Weg zur Lösung komplett vergessen hat und dieser Strang so zu nebensächlich inszeniert wurde. In einigen Momenten kann der Film, aufgrund seiner brillanten Darsteller glänzen, aber mehr als Durchschnitt ist dieses Werk wirklich nicht. Hervorheben muss man die Bemühungen der Produzenten, die es ermöglicht haben, dass der Film teilweise an Originalschauplätzen und hauptsächlich in Deutschland gedreht wurde. So wirkt zumindest die Kulisse authentisch. Der Soundtrack ist übrigens eine Aneinanderreihung von unterklassigen Musikstücken und strapaziert die Nerven des Publikums.

Fazit: Gemessen an den Erwartungen ist “Monuments Men- Ungewöhnliche Helden” eine Enttäuschung. Neutral betrachtet muss man sagen, dass es sich um eine sehr gut produzierte Buchverfilmung, die ein Staraufgebot vorweisen kann, handelt. Das Drehbuch, das zu oft entgegengesetzte Richtungen einschlägt, bricht dieser Arbeit, die übrigens auf der Berlinale gezeigt wird, das Genick. Die lockere Atmosphäre ist der doch ernsten Thematik nicht angemessen. Einen “Oceansfilm”, der zu dieser Zeit spielt, war nicht unbedingt der beste Ansatz . Das ist schade, denn die faszinierende Geschichte dieser mutigen Männer hätte einen besseren Film, der der Thematik angemessen ist, verdient gehabt.

Bewertung: 4/10
Genre: Historienfilm, Abenteuer, Komödie
FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 110 Minuten

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