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2 Kommentare

A Million Ways to Die in the West

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Filmkommentare (2)


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Chev
20.02.16 - 23:51
"American Dad" ist nicht mein Humor und die infantilen Gags von "Family Guy" sind für mich eine einzige Katastrophe. Mit "Ted" kann ich aufgrund der niveaulosen Sprüche weit unter der Gürtellinie nix anfangen.
Warum sollte ich mir also eine Seth MacFarlane Komödie anschauen?
Da gibt's nur einen Grund. Langeweile!
Naja und die hatte ich heute. Also den Film angeschmissen und was ist? Die Hauptfigur Albert hat schon mal die selbe Synchro-Stimme wie der Typ aus Family Guy. Na supi.
Naaajaaaa, troootzdem hab ich in den ersten 20 Minuten schon mal herzlich lachen müssen... und zwar immer mal wieder. Alles typisch amerikanische wird ordentlich auf den Arm genommen - allen voran natürlich der Wilde Westen. Also alles gut? Neeee. Es ist eben alles typisch MacFarlane und so sind auch die Witze. Hat man irgendwie alles schon mam gehört. Die Gags sind aus den Serien. Bisschen umgemodelt vielleicht. Witze sind platt und durchwachsen, aber man kann schon mal lachen.
Anschauen.... und dann is auch gut. Den Weg in meine Sammlung findet der Schinken ganz sicher nicht.

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MarcosFilmblog
31.05.14 - 22:33
Der Wilde Westen ist ein raues Pflaster. Das bekommt zumindest der Schafzüchter Albert (Seth MacFarlane) jeden Tag aufs Neue zu spüren. Sein Leben erreicht einen neuen Tiefpunkt, als ihn seine Freundin Louise (Amanda Seyfried), die mehr Gefallen am wohlhabenden Foy (Neil Patrick Harris), der das lokale Fachgeschäft für Schnurrbartpflege betreibt, findet, verlässt. Durch das Leben begleiten ihn nur seine besten Freunde Edward (Giovanni Ribisi) und Ruth (Sarah Silverman), die ein ungleiches Paar abgeben. Kurz bevor Albert das verschlafene Städtchen Old Stump, wo fast täglich Leute auf bizarre Art und Weise das Zeitliche segnen, verlässt, taucht die bezaubernde Anna (Charlize Theron) auf, die sich schnell mit Albert anfreundet und ihm helfen möchte, Louise zurückzugewinnen. Im Laufe der Zeit entwickelt der sympathische Farmer Gefühle für Anna, welche im Geheimen bereits unglücklich mit dem wohl berüchtigsten Schurken des Wilden Westen Clinch Leatherwood (Liam Neeson) verheiratet ist. Es ist logisch, dass Albert nun unbedingt Kenntnisse im Umgang mit Schusswaffen erlangen muss, um auch in Zukunft das Licht der Welt erblicken zu können...

Vor zwei Jahren hat Seth MacFarlane, der seine Heimat eigentlich im Bereich der Animationsserien, die ein rabenschwarzer Humor auszeichnet, hat, einen Riesenerfolg mit der Komödie Ted gefeiert. Nun hat der Vater von Family Guy und American Dad seine zweite Regiearbeit abgedreht und möchte die Massen erneut zum Lachen bringen. Diesmal ist kein sprechender Teddybär mit von der Partie, allerdings bietet das Grundgerüst des Inbegriffes der amerikanischen Freiheit genug Platz für MacFarlane, um seinen kreativen Ideen freien Lauf zu lassen. Duelle auf der Hauptstraße, Schlägereien in Saloons, Freudenhäuser und Indianer rücken die Prärie in ein etwas anderes Licht, das Fans des Amerikaners mit Sicherheit ein leuchtendes Lächeln auf die Lippen zaubern dürfte. Der Film ist mit viel Liebe zum Detail abgedreht worden, so sind die Landschaften, die bereits im Oldschool-Vorspann mit weiten Panoramaaufnahmen präsentiert werden, sowie die Kostüme und die Gebäude der Kleinstadt, sehr schön anzusehen. Die meisten Drehorte gibt es übrigens wirklich zu bestaunen. Wer den Flair des Wilden Westen aufsaugen möchte, sollte nur eine Reise in das malerische New Mexico buchen, wo Teile der Aufnahmen entstanden sind. Das Herzstück des Filmes sind die herrlich durchgeknallten Figuren. Wenn Edward es einfach hinnimmt, dass Ruth mit ihm keinen vorehelichen Geschlechtsverkehr haben möchte, obwohl sie täglich Besucher des örtlichen Etablissements beglückt, der arrogante Foy seinen Schnurrbart als Maß aller Dinge betrachtet oder Albert im betrunkenen Zustand über alle Dinge, die er am Leben in Old Stomp hasst, philosophiert, ist im Kinosaal gute Laune angesagt. Aber in den 116 Minuten kommt es traurigerweise zu zahlreichen Stellen, an denen die Lacher ausbleiben und die Pointen nicht wirklich das Dynamit zu Explosion bringen möchten. Man kommt sich stellenweise vor, wie auf einem Ausflug zu einem fantastischen Vergnügungsparks, der bis zum Platzen gefüllt ist. Die Achterbahnfahrten bereiten viel Vergnügen, aber die langen Wartezeiten streuen etwas Salz in die Suppe des Spaßes. Ein genialer Cameoauftritt und die Referenz auf einen Filmklassiker, der ebenfalls das nostalgische Lebensgefühl der Cowboys und Revolverhelden etwas anders thematisiert, machen einen Ritt in A Million Ways to Die in the West für Freunde des Oscarhosts auf alle Fälle lohnenswert . Liam Neeson ist eine Schau als grimmiger Clinch Leatherwood, der eine ehrenvolle Konfrontation der Schießeisen nach seinen eigenen Regeln gestaltet, aber leider kommt der raubeinige Ire, der hier mal einen waschechten Bösewicht verkörpert, letztendlich etwas zu kurz. Der Fokus liegt eindeutig auf den Sticheleien der beiden Pärchen, die ihre Auseinandersetzungen beispielsweise auf dem örtlichen Jahrmarkt, der einige Highlights bietet und wohl sehr viel zum Titel des Filmes beigetragen hat ( People die at the fair!) oder bei einer Tanzveranstaltung, bei der Neil Patrick Harris erneut seine Qualitäten zeigen darf und eine flotte Sohle zu einer Musicalnummer auf die Holzdielen einer Scheune zaubert, austragen. Seth Macfarlane hat in seinem Drehbuch natürlich einige politisch unkorrekte Passagen eingebaut, wobei er es überraschenderweise bei wenigen Ausnahmen belässt. Fäkalien und Penisse gibt es ebenfalls zu bestaunen, aber empfindliche Gemüter, die mit dieser Art von Humor nichts anfangen können, müssen mit ihnen nur in drei Einstellungen auskommen. Dafür erlebt der modische moustache eine Renaissance und ein filmisches Denkmal, das es in solch ausgeprägtem Maße wohl noch nicht derart zu bestaunen gegeben haben dürfte.

Fazit: A Million Ways to Die in the West ist keine Offenbarung, die uns im Kinosessel Millionen Tode aufgrund exzessivem Lachens beschert, allerdings hält die Westernkomödie mindestens das, was sie im Vorfeld versprochen hat. Leute denen die Teaser und Trailer gefallen haben, sollten nicht zögern ihre Pistolen umzuschnallen und das Pferd zu satteln.

Bewertung: 6/10
Genre: Komödie
FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 116 Minuten

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