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The Keeping Room: Bis zur letzten Kugel
76.3/100

3 Bewertungen

The Keeping Room: Bis zur letzten Kugel

FILM • 2014 • 1 Std. 35 Min.


Regie: Daniel Barber

Darsteller/-innen: Ned Dennehy, Sam Worthington, Bogdan Farkas, Hailee Steinfeld, Brit Marling, Amy Nuttall, Kyle Soller, Nicholas Pinnock, Muna Otaru, Charles Jarman, Anna-Maria Nabirye, Luminita Filimon, Delia Riciu, Stefan Velniciuc, Zefir

Genre: Drama



Der US-amerikanische Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten nähert sich im Jahr 1865 zwar seinem unausweichlichen Ende. Doch auch in den letzten Tagen des blutigen Konflikts regieren Gewalt und Tod: Für die willensstarke Augusta, die zusammen mit ihrer Schwester Louise und Sklavin Mad auf einem abgelegenen Anwesen auf das Kriegsende wartet, werden die letzten Tage des Kriegs zum Überlebenskampf: Zwei Deserteure der herannahenden Unions-Armee haben es auf die wehrlosen Frauen abgesehen...


Filmkommentare (2)


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kurenschaub

kurenschaub


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18.10.19 - 12:20
Gut Hailee Steinfeld nach "True Grit" wiederzusehen. Und sie spielt auch wieder ganz toll (schaut auch echt cool aus). Dieses Westerndrama ist gelungen, spannend und mit jeder Menge Frauenpower. Keine fade Geschichte, sondern saftig auf den Punkt gebracht.

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8martin

8martin


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17.10.19 - 14:58
Wir sind hier am Ende des amerikanischen Bürgerkriegs. Zwei Schwestern, Augusta (Brit Marling) und Louise (Hailee Steinfeld) und die Sklavin Mad (Muna Otaru) leben in einer einsamen Gegend. Sie werden von marodierenden Südstaatlern bedroht.
Wie sie sich erfolgreich verteidigen, obwohl ihre Lage aussichtslos scheint, wird recht spannend erzählt.
Als Einstieg dient eine Szene, in der zwei Frauen, eine Weiße und eine Farbige von den Yankees erschossen werden. Man weiß sogleich, wen man vor sich hat in einer langen wortlosen Einleitung. Hier sprechen nur die Waffen.
Wenn’s ums Überleben geht, zeigt uns Regisseur Daniel Barber in seinem zweiten Feature Film, dass die Frauen mit ihrem Geschlecht bezahlen, die Männer mit ihrer Muskelkraft. Beides kommt hier zum Einsatz, dreimal unterliegt das angeblich starke Geschlecht. Die Frauen erleiden Niederlagen, bevor die drei unterschiedlichen Figuren triumphieren. Augusta, die ältere führt das Trio an, Louise ist eher ängstlich, vertritt anfangs noch den Rassismus der Südstaaten. Als sie die ehemalige Sklavin ohrfeigt, zahlt diese sofort zurück. Erstaunen! Augusta:‘ Wir alle sind jetzt Neger!‘
Es gibt auch ruhige, bisweilen sogar nachdenkliche Szenen, wenn Augusta dem angeschossenen Moses (Sam Worthington) gegenübersteht, bevor sie abdrückt. Er erklärt, warum er vom Krieg nicht lassen kann. (Vielleicht weil er nichts anderes gelernt hat.) In der Hektik der Duelle wird Mads Freund von einer der Mädels erschossen. Im Krieg trifft es oft die Falschen. Da hat Regisseur Barber noch ein fünftes As im Ärmel: Am Ende dieses feministischen Westerns schlüpfen die drei in männliche Uniformen und marschieren davon. Eine leicht ironische Lösung. Unerwartet auf alle Fälle. Nach so viel Grausamkeit ist Schmunzeln erlaubt.
Der Titel bezieht sich entgegen anders lautenden Spekulationen auf eine Geschichte, die Mad erzählt. Von einem Schuppen, den niemand betreten durfte. Also vermutete man, dass da eventuell ‘Gold oder Geister oder sogar Gott‘ drin sei. Gelungen!

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