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Inescapable
65.0/100

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Inescapable

FILM • 2012 • 1 Std. 33 Min.


Regie: Ruba Nadda

Darsteller/-innen: Alexander Siddig, Marisa Tomei, Joshua Jackson, Oded Fehr, Jay Anstey, Fadia Nadda, Saad Siddiqui, Bonnie Lee Bouman

Genre: Drama, Mystery, Romanze



An einem ganz gewöhnlichen Tag erhält Adib eine niederschmetternde Nachricht: seine älteste Tochter Muna wird in Damaskus vermisst. Nach über dreißig Jahren kehrt der Vater zurück nach Syrien, um sich den Geheimnissen seiner Vergangenheit zu stellen und Muna zu finden. Auch von Widerständen, politischer wie handgreiflicher Natur, lässt Adib sich nicht aufhalten – denn er ist nicht als der Mann wieder gekommen, als der er Syrien einst verlassen hat...


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8martin

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23.04.13 - 18:21
Der im Exil in Kanada lebende syrische Ex-Agent Adib (Alexander Siddik) sucht seine verschwundene Tochter Muna in Damaskus. Was die Lokalität angeht, ist die Gegend zurzeit ja topbrisant. Der aktuelle oder auch historische Hintergrund wird immer nur andeutungsweise erwähnt, was aber auch nicht weiter stört, denn wer versteht schon die Problematik des Nahen Ostens. Die Actionfans werden allerdings enttäuscht. Über weite Strecken ergeht sich Vater Adib vor Ort in etwas betulich-konservativen Nachforschungen. Die wenigen Handlungsexplosionen sind so wohl dosiert, dass sie kurzfristig eine doppelte Wirkung erzielen. Regisseurin Nadda legt wohl mehr Wert auf emotionale, menschliche Untertöne. Das ist der Auftritt von Ex-Freundin Fatima (Marisa Tomei). Sie liebt Adib immer noch und muss frustriert zusehen, wie er am Ende Muna herzlich in die Arme schließt. Sie hätte ihre Tochter sein können, die Fatima mit Adib nie hatte. Je nach Perspektive wurde Muna als Spionin, Hure oder Verräterin bezeichnet. Das spiegelt sich alles in Fatimas Gesicht. Das politische System von Assad bleibt farblos. Hier wäre mehr Spannungspotential drin gewesen. Die Musik kommt etwas breiig daher und verbreitet Pathos. Beides scheint unpassend. Wegen der guten Darsteller ist der Film passabel. Seine Botschaft erreicht nicht jeden. Man wirft halt einen Blick auf diesen rätselhaften Teil der Welt, wo in allen Kriegswirren die Menschlichkeit zu überleben versucht.

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