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La antena

DEINE MEINUNG?


2007

Genre: Drama, Fantasy, Sci-Fi

Spieldauer: ~ 99 Minuten

Regie: Esteban Sapir

Cast: Rafael Ferro, Valeria Bertuccelli, Paulina Sapir, Julieta Cardinali, Sol Moreno, Alejandro Urdapilleta, Raúl Hochman, Carlos Piñeiro, Florencia Raggi, Alejandro Regueiro, Jonathan Sandor, Camila Offerman, Christian Amat, Federico Miri, Ricardo Merkin

Kurzbeschreibung: Gelegentlich, sehr gelegentlich, kommt es vor, dass man Filme sieht, die einen erst einmal sprachlos machen, ratlos, demütig, ehrfürchtig. Weil sie sich jeder Kategorisierung entziehen, weil sie ausgetretene Pfade gar nicht erst berühren, weil sie die Grenzen des filmischen Machbaren ausloten und überschreiten, weil sie das Medium benutzen, um mit Bildern etwas zu machen, was man so noch nicht gesehen hat... "La Antena" ist einer dieser raren Filme. Der allmächtige Mr. TV kann die Fäden in der Hand halten, weil er den Einwohnern ihre Stimmen und Wort genommen und sie mit Bildern aus dem Fernseher ruhig gestellt hat. Um seinen Plan durchzusetzen, die Kontrolle mit Hilfe von Massenhypnose unbegrenzt zu übernehmen, entführt er den letzten Menschen mit einer Stimme: eine bildschöne Sängerin. Ein TV-Mechaniker wird Zeuge und flieht mit seiner Familie in einen alten Sendeturm in den Bergen, um Mr. TV Einhalt zu gebieten.


Filmkommentare (1)


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kurenschaub
27.02.13 - 09:36
Wir befinden uns in einer City, wo die Einwohner ohne Stimme sind. Ein besessener machthungriger Fernsehimpresario will regieren und seine Sendungen lullen die Bevölkerung ein, eine (gesichtslose) Sängerin dient dabei als Blickfang.
Doch noch gibt es einige Gestandene und so flieht auch ein Fernsehmechaniker mit seiner Tochter in die Berge, ihnen steht der augenlose Sohn der Sängerin bei -von einem alten Sendeturm stemmen sie sich gegen die Massenhypnose....
Ein wahrer Kunstfilm, detailverliebt mit Seele und mit ungewöhnlichen feinen Bildern, sci Fi mäßig unterwegs, tolle Anleihen an die Stummfilmzeit, natürlich schwarz weiß und in der Tradition des deutschen Expressionismus.
Die Charaktere sind bizarr, das Set originell und der Soundtrack hochwertig schräg bis klassisch, wer das außergewöhnliche liebt, kommt hier voll auf seine Rechnung, neben vielen Bildern der verwirrenden Art ist dennoch eine Erzählstruktur erkennbar und der außergewöhnliche Streifen des argentinischen Regisseur ist von erlesenen Schau und kunstvollen Unterhaltungswerten geprägt.
Die Mimik und Photographie inkl. Dekor (z.B. alte Autos in alten Gassen inkl Schneeflocken) ist echt faszinierend.

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