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The Statement - Am Ende einer Flucht
80.0/100

2 Bewertungen

The Statement - Am Ende einer Flucht

FILM • 2003 • 2 Std. 0 Min.


Regie:

Darsteller/-innen: Michael Caine, Matt Craven, Charlotte Rampling, Jeremy Northam, Noam Jenkins, Malcolm Sinclair, Colin Salmon, John Neville, Tilda Swinton, David de Keyser, Frank Finlay, Alan Bates, Peter Wight, William Hutt

Genre: Drama, Thriller



Frankreich 1944: Den Befehlen der faschistischen Besatzer folgend, gibt Pierre Brossard, ein junger Offizier der Vichy-Miliz, den Befehl zur Exekution von sieben Juden. Frankreich 1992: Beschützt von ehemaligen Kollegen und der katholischen Kirche, lebt Pierre Brossard seit über 50 Jahren unbemerkt in der Abgeschiedenheit der Provence. Da ermöglicht eine Gesetzesänderung der ehrgeizigen Richterin Livi und deren Helfer Oberst Roux eine erneute Untersuchung des Verbrechens. Dazu muss Brossard verhaftet werden. Diesem gelingt es vorerst, den staatlichen Ermittlungen zu entkommen, doch das Netz der Exekutive zieht sich immer enger und enger um Brossard zusammen. Als der ehemalige Nazi-Kollaborateur merkt, dass auch geheimnisvolle Auftragsmörder seine Spur aufgenommen haben, gerät er zunehmend in tödliche Bedrängnis...


Filmkommentare (2)


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8martin

8martin


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22.12.13 - 13:01
Norman Jewison hat ein nicht sonderlich populäres Kapitel der französischen Geschichte in einen spannenden Politthriller umgesetzt: das Vichy-Regime als Marionette der Nazis. Hier wird aber besonders darauf hingewiesen, dass die katholische Kirche eine aktive Rolle bei der Unterstützung von untergetauchten Nazi-Schergen (wie z.B. Pierre Brossard) gespielt hat. Die Grundidee ist historisch verbürgt, wenn auch gelegentliche Ausschmückungen die Handlung kino-kompatibler machen. Die Ermittler Tilda Swinton und Jeremy Northam von der Staatsanwaltschaft bzw. der Armee (die damalige französische Polizei war selbst involviert) machen das saucool. Es geht bis in höchste staatliche Kreise (Alan Bates) und ins ganz Private (Charlotte Rampling als Brossards Ehefrau). Aus dem Promi-Ensemble ragt aber besonders die Hauptperson Pierre Brossard (Michael Caine) heraus. Er wirkt gehetzt, verschwitzt und ist am Ende außer Atem. Gejagt von mehreren Interessengruppen.
Anfangs kommt er noch als freundlicher, älterer Herr daher, bis er schneller zieht als ein auf ihn angesetzter Killer. Er hat Herzprobleme und ist zutiefst religiös. Das erklärt die Hilfe durch die Kirche. Doch seine Freunde lassen ihn fallen und die Feinde kommen immer näher.
Und damit es nicht zu einseitig wird, wird schon mal darauf hingewiesen, dass Brossard als junger Mann damals in gutem Glauben als Befehlsempfänger gehandelt hatte, was ihn aber nicht daran hinderte sich zu bereichern.
Spannend, wichtig und grandios gespielt.

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kurenschaub

kurenschaub


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17.05.13 - 12:06
Ein Verbrechen an sieben Juden bleibt auch über unendliche viele Jahre nicht ungesühnt.
Pierre Brossard (Michael Caine) ist ein ganzes Leben lang Gejagter. Dabei zieht er seinen Kopf immer wieder gekonnt aus der Schlinge, hat er ja durch ehemalige Fraunde und der Kirche seine Unterstützung, lebt außerdem sehr eremitenmäßig. Killer heften sich an seine Spur, doch er weiß sich zu wehren...Doch Richterin Livi (Tilda Swinton) und Oberst Roux (Jeremy Northam) machen immer mehr Druck, die Lage wird schön langsam aussichtslos...
Gut inszeniert, durchaus spannend und Michael Caine als sich selbst Erbarmender, manchmal auch Einsichtiger, spielt brillant auf.
Alles kommt so - wie`s kommen muß!

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