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Zu zweit ist es leichter

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8martin
24.11.13 - 14:57
Der Film ist nett und französisch leicht, ohne oberflächlich zu sein.
Er beschreibt eine vertraglich abgesicherte Wohngemeinschaft zwischen dem Rentner Joseph (Michel Galabru) und einer Schülerin einer Kosmetikschule. Der Alte ist ein herrlicher Isegrim und Marilyn (Luce Radot) eine erfrischende Neuentdeckung.
Die Annäherung und Abweisung zwischen den beiden wird gefühlvoll und mit leisem Humor, aber mit vielen genau beobachteten, liebevollen Details geschildert. Sowohl Joseph als auch Marilyn lernen, dass sie einander brauchen, und müssen nicht auf ihre Unabhängigkeit verzichten. Dabei sind die Nebenhandlungen gut eingepasst. Ihre Schule und seine Schwester (Alexandra Stewart) beflügeln und stützen das Thema, bieten aber auch eine zusätzliche Möglichkeit für Spekulationen: kann sich Joseph von der mächtigen Schwester befreien und wie geht es weiter, wenn sich Marilyn verliebt?
Intime Details: ihre Reizwäsche in der Waschmaschine, eine Gesichtsmaske, sogar eine Ohrfeige bringen leises Schmunzeln und man meint zu wissen, worauf das Ganze hinausläuft. Im Zusammenleben ging es anfangs bergauf, dann plötzlich bergab und dann pendelte sich die Handlung irgendwo mittig ein und ermöglicht einen unsentimentalen, befreienden Schluss. Joseph und Marilyn haben sich emanzipiert. Er blüht auf, sie wird reifer. Schön für sie!

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